Steve Ballmer tritt als Vorstandsmitglied bei Microsoft zurück

Den Chefposten hat einer der enthusiastischsten CEOs überhaupt bereits vor einem halben Jahr geräumt, jetzt zieht sich Steve Ballmer auch aus dem Vorstand von Microsoft zurück. In einer E-Mail an Satya Nadella, dem neuen Microsoft-Chef, versucht er ein bisschen die Gründe zu erklären, stellt aber auch direkt klar, dass er seine Microsoft-Aktien (Ballmer ist größter privater Shareholder) behalten wird und auch weiterhin an die Mobile-first, Cloud-first Strategie glaubt.

Ballmer

Den Zeitpunkt des Rücktritts ist nicht unpassend, bald stehen Investorengespräche an. Was Ballmer künftig macht? Er kümmert sich um die L.A. Clippers, ein NBA-Team, in das er kürzlich eingestiegen ist (nicht als Spieler versteht sich). Außerdem unterrichtet er Klassen, auch das kostet so viel Zeit, dass er nicht mehr bei Microsoft im Vorstand sitzen möchte.

Seine enge Verbindung zu Microsoft zeigt sich aber im letzten Absatz der Mail. Er schreibt, dass er auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen wird, gerne Tipps gibt und auch Dinge ausprobieren wird. Schließlich hat er 34 Jahre im Dienst von Microsoft gestanden, da schneidet man den alten Zopf nicht einfach so komplett ab.

Satya Nadella hat die Mail beantwortet und bedankt sich bei Steve Ballmer für dessen andauerndes Engagement. Gleichzeitig wünscht er ihm viel Erfolg für seine künftigen Aufgaben. Klingt ein wenig nach Standard-Antwort, aber was will man schon groß sagen, wenn ein Mann wie Ballmer endgültig die Bühne verlässt.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

8 Kommentare

  1. Der ist gut, der mit dem Zopf von Ballmer 🙂

    „Schließlich hat er 34 Jahre im Dienst von Microsoft gestanden, da schneidet man den alten Zopf nicht einfach so komplett ab“

  2. deadbeatcat says:

    Ballmer ist schätzungsweise von der ganzen Aktion des heimlichen „gegangenwerdens“ immer noch beleidigt. Der sucht sich jetzt eine Spielwiese, auf der er sich beschäftigen kann. Mit Gates wird es über kurz oder lang auch noch so kommen. Er hat ja jetzt schon keinen bedeutenden Posten mehr und ist damit beliebig austauschbar gewurden. Nur dessen Spielwiese ist schon fertig und er bekommt dafür bereits massenhaft positives Medienecho.

  3. Klugscheißmodus: Er ist aus dem Board, also dem Aufsichtsrat zurückgetreten.

  4. @deadbeatcar: naja, ich glaub als größter privater Shareholder wird man eher nicht einfach so „gegangen“

  5. @Michael
    Kommt ganz darauf an wie sich ‚größter privater Shareholder‘ in ‚x% der Stimmen‘ ausdrückt. Wenns nicht zur (eventuell vorhandenen) Sperrminorität oder Mehrheit reicht bist du im Zweifel weg – Aktien hin oder her.
    Zumal Ballmer dieses Prädikat auch nur führt, weil sein alter Kumpel Bill mittlerweile den Großteil seines Vermögens in seine Stiftung verfrachtet hat..

  6. „Er kümmert sich um die L.A. Clippers, ein NBA-Team, in das er kürzlich eingestiegen ist.“ Ist ne nette Untertreibung. Er hat das Team für 2 Mrd US-$ gekauft nach einer beispiellosen Schlammschlacht mit dem Alteigentümer, den alle aus der NBA raus haben wollten und will wohl tatsächlich nicht „stiller“ Teilhaber sein, sondern in LA den Platzhirschen Lakers den Rang ablaufen (zuzutrauen ist es ihm)

  7. Ballin’mer out of Control… ^^
    Wärend Ballmer von vielen gehasst wurde, hat sich gates doch durch sein soziales Engagement in die herzen vieler leute gespielt. Der wird immer noch irgend eine rolle behalten weil er das für Microsoft ist was Steve Jobs für Apple war!

    Ach ja: Er hat jetzt sogar bei der #ICEBUCKETCHALLENGE mitgemacht (für guten zweck) weil Zuckerberg ihn nominiert hat: https://www.youtube.com/watch?v=XS6ysDFTbLU

  8. „Der wird immer noch irgend eine rolle behalten weil er das für Microsoft ist was Steve Jobs für Apple war!“

    Nee, Gates war höchstens wie Wozniak ohne eigene Ideen; einen Jobs gab es bei Microsoft nicht.
    Sorry, aber so was kann man einfach nicht so stehen lassen 😉