Hand aufs Herz: Die meisten Nutzerbewertungen bei Steam taugen nicht viel. Das liegt auch daran, dass dort gerne Review-Bombing betrieben wird. Sprich, es erscheint ein neues Spiel, das zum Release von Bugs geplagt wird, Mikrotransaktionen verärgern die Community oder der neue Haarschnitt des Protagonisten passt alteingesessenen Fans schlichtweg nicht. Was folgt, sind etliche, negative Bewertungen – ohne dass das jeweilige Game überhaupt länger gezockt wurde. Nun legt Valve den Nutzern aber nahe, nach einiger Spielzeit eine möglicherweise zuvor abgegebene Bewertung zu korrigieren.
Wie das aussieht, erblickt ihr auf dem Artikelbild. Und nein, ich bin es nicht, der fast 100 Stunden „Destiny 2“ gezockt hat, sondern ein netter Reddit-Nutzer. Aktuell testet Valve das Feature aber nur in der neuen Beta-Version des Steam-Clients. Ich halte das für eine gute Idee, denn häufig hauen die Nutzer nach sehr kurzer Spielzeit die erwähnten einseitigen Bewertungen raus, seien sie nun positiv oder negativ, und nach mehr mit einem Titel verbrachter Zeit relativiert sich die Meinung.
Mal abwarten, ob Valve diese neue Funktion am Ende breiter in Steam verteilt. Aus meiner Sicht ist das ein guter Schritt, um die Nutzerbewertungen insgesamt mit kleinen Anstößen wieder etwas aussagekräftiger zu gestalten.
