Statistisches Bundesamt meldet Unfallzahlen zu E-Scootern

Das Statistische Bundesamt hat seine monatlichen Pressemitteilungen veröffentlicht. Darunter auch die ersten, laut Amt „gesicherten“ Unfallzahlen zu E-Scootern auf deutschen Straßen. Von Januar bis März 2020 registrierte die Polizei laut Meldung in Deutschland insgesamt 251 Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen, sogenannten E-Scootern, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, wurde ein E-Scooter-Nutzer getötet, 39 wurden schwer verletzt und 182 leicht.

Die Zahlen erlauben nach Ansicht des Statistischen Bundesamts einen Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln, beispielsweise Fahrrädern: In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 hat die Polizei deutschlandweit mehr als 12.700 Unfälle registriert, bei denen Fahrradfahrer zu Schaden kamen. 52 Fahrradfahrer kamen dabei ums Leben, 2.052 wurden schwer verletzt, 10.431 leicht. Noch spielen E-Scooter im Unfallgeschehen somit eine vergleichsweise geringe Rolle. Muss man natürlich sehen: Mit dem Fahrrad darf jeder rumgurken, das ist beim E-Scooter nicht der Fall.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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37 Kommentare

  1. Mit dem Scooter darf auch jeder fahren … Mindestalter vorausgesetzt… und eine Zulassung besitzt.

    • Was ich gemeint habe, dürfte dir sicher nicht entgangen sein.

      • Du Sensibelchen

      • 😉 i know what you mean …

      • Denis Seidel says:

        Mal ne dumme Frage: wieviele E-Scooter fahren durch die Gegend und wieviele Radfahrer?
        Es sind sicher weit mehr Radfahrer, woraus sich demzufolge auch mehr Unfälle ergeben.
        Man muss die Zahlen also in Relation setzen. Wieviele Unfälle kamen auf jeweils 100.000 Radfahrer bzw. 100.000 E-Scooter-Nutzer.
        Hier werden aber Äpfel mit Birnen verglichen. Der Artikel ist so völlig wertlos.

        • Das ist keine dumme Frage, sondern eine sehr essenzielle, da zur Bewertung absolute Zahlen (in diesem Fall) absolut nicht ausreichen.

          • Doch, es geht drum das die Rolle der Scouter aktuell eben keine größere Aufmerksamkeit benötigt. Wiederum darf man aber schließen das die Radfahrer immer Dümmer werden. Täglich n haufen Idioten unterwegs, da wunder es mich das nur so wenig passiert. Aber bekanntlich haben die Dummen die meisten Schutzengeln.

    • ist ja dann schonmal nicht jeder

    • Also darf NICHT jeder fahren….richtig? 😉

      • DARF? NEIN aber es tun viele die es nicht dürften und WO sie nicht dürften. Da sind aber Effektiv gesehen bei Radfahrer viel mehr Deppen falsch unterwegs als bei E-Scooter. Schau nur mal 10 Minuten auf von Radfahrer frequentierten Bereiche, könntest so alle 5 min einen mit dem Kopf durch die Wand hauen bei soviel Dummheit.

  2. Ist ganz interessant wie ähnlich sich die Statistiken sind, wenn man sie skaliert.
    Wenn man die E-Scooter Unfälle auf 12700 anhebt, wären die Zahlen folgende:
    50 Tote
    1973 schwer Verletzte
    9209 leicht Verletzte

  3. Jetzt wäre nur noch spannend, wie viele Fahrradfahrer und eScooterfahrer auf den Straßen unterwegs sind. Ob eScooter statistisch gesehen gefährlicher sind kann man aus den Zahlen nämlich nicht ablesen.

    • Vor allem: Wie viele KM werden gefahren (unter gleicher Voraussetzung: Die KM, die Moutainbiker irgendwelche Trails rocken, verschieben eine Statistik bestimmt.

  4. Solange die grundlegenden Zahlen zu Anzahl, Verteilung und Nutzung nicht ins Verhältnis gebracht sind, sagen die Zahlen nur aus, dass die Roller oft in Flüsse geworfen, geklaut oder auch nicht genutzt werden. Und selbst das lässt sich gegen den normalen Drahtesel rechnen.

  5. Ohne Zahlen zur jeweiligen Anzahl der Fahrzeuge die auf den Straßen und Wegen unterwegs sind sagen die Zahlen rein gar nichts (oder nur wenig) aus. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob die 251 E-Scooter-Unfälle sich auf 10.000 Fahrzeug/Fahrer verteilen oder auf 500.000. Ebenso natürlich bei den Fahrrädern.
    Ohne genaue Zahlen zu kennen gehe ich einfach mal davon aus, dass es erheblich mehr Fahrräder auf unseren Straßen gibt als E-Scooter.

    • Ich habe versucht Zahlen zu bekommen: 2008 gab es knapp 80 Millionen Fahrräder. Ende Septemper 2019 gab es 11.000 Leih-eScooter in Berlin. Wenn ich das hochrechne, ergibt das ganz grob 300.000 eScooter in Deutschland. Mit diesen Zahlen wären dann 0,15 % der Fahrräder und 0,85 % der eScooter in Unfälle verwickelt. Und selbst diese Zahlen sagen eigentlichts aus, bezogen auf gefahrene Kilometer wäre sinnvoller.

  6. Laut Google: geschätzt 76 Mio Fahrrädern und 30.000 E-Scootern in DE.

    Mal runtergerechnet auf Unfälle je 1000:

    E-Scooter: Tote: 0,03 / Schwerverletzte: 1,3 / leicht Verletzte: 6,07
    Fahrräder: Tote: 0,0007 / Schwerverletzte: 0,029 / leicht: 0,15

    Ich fahre also besser weiter Fahrrad 😉

    Wobei letztlich nur ein Vergleich in Relation zur Fahrtstrecke wirklich aussagekräftig wäre, es gibt ja keine 76 Mio Fahrradfahrer in Deutschland, und bei den Scootern stehen vermutlich auch sehr viele von Leihfirmen nur ungenutzt herum.

    • > nur ein Vergleich in Relation zur Fahrtstrecke wirklich aussagekräftig wäre

      Wurde hier versucht: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/07/e-scooter-berlin-unfallbilanz-40-verletzte-fahrrad.html

      Das deckt sich auch mit meiner Beobachtung. Die meisten gefahrenen Kilometer sind Spaßfahrten an Hotspots oder in Innenstädten. In vielen Fällen ist man zu zweit drauf, oder sie gurken mit 20 km/h durch die Fussgänger, weil sie sich nicht auf die Straße trauen.
      Und von den ganz wenigen Pendlern, die ich damit gesehen haben, sind mir auch schon zwei Trottel fast vor’s Fahrrad gefahren, weil sie ohne nachzusehen vom Fussgängerweg auf die Straße sind.

  7. Mich würde ja mal interessieren, wie sich diese Zahlen zwischen Leihscootern und Scootern im Privatbesitz aufteilen.

  8. > Mit dem Fahrrad darf jeder rumgurken, das ist beim E-Scooter nicht der Fall.

    Die Liste der Roller mit Zulassung ist recht kurz. Viele sind mit Rollern von Verleihfirmen unterwegs. Da fallen die größten Hürden weg (Preis, Zulassung). App an, buchen, losfahren.

  9. Sofort verbieten!

  10. Onkel Wanja says:

    Das gute an den E-Trettrollern ist das sie versichert sein müssen. Wenn man also Opfer eines der vielen rücksichtslosen Fahrer wird, zahlt auf jeden Fall die Versicherung. Das ist bei Fahrrädern nicht gegeben. Höchste Zeit das auch Versicherungskennzeichen für Fahrräder eingeführt werden, zumal man mit einem modernen Rad viel schneller als mit einem E-Trettroller unterwegs ist.

    • Es wird Zeit, dass in Autos Blackboxen und Abstandssensoren verbaut werden, damit jedes Überholen ohne ausreichenden Mindestabstand sofort automatisch sanktioniert werden kann, sowie keine Geschwindkeitsübertretung mehr ungesühnt bleibt.
      Ein paar Kameras noch in jedes Auto, die per KI ausgewertet werden. Da müsstest du ja dafür sein, weil so dann auch andere Verkehrsteilnehmer wie Rollerfahrer und Radfahrer erfasst werden würden…
      😉

      • ja, wenn man in Hamburg unterwegs ist macht dein Vorschlag tatsächich Sinn. Was hier an geistigen Tieffliegern mit dem Auto (ja, auch E-Scooter, Räder usw.) unterwegs ist geht auf keine Kuhhaut.

      • Als Fußgänger wünsche ich mir diese Blackboxen und Abstandssensoren gerade für Radfahrer. Die fahren nämlich mit einer faszinierenden Selbstverständlichkeit ungebremst Slalom um die Fußgänger auf Fußwegen, in Parks und in Fußgängerzonen. Mindestabstand und Rücksichtnahme gerät da schnell in Vergessenheit. Und dass es ihnen nun auch noch die E-Scooter-Fahrer gleichtun, macht die Sache nicht besser.

    • Nö, ich bin immer noch für die Pflicht der privaten Haftpflicht-Versicherung. Die muss natürlich Scooter abdecken und dieses Dämliche Bürokratiemonster mit den Zulassungen der Scooter gehört wieder abgeschafft.

      • Peter Brülls says:

        Ich habe eine private Haftpflicht. Und bin dagegen, dass da Risiken, die ich vermeiden kann, in meine Zahlungen einfließen. Du willst dich gegen die Folgen deiner Rollerspäße versichern? Dann mach das auf deine Kosten.

        • Ich habe bei so vielen Risiken keine Lust, die mitzuversichern, nutzt aber nichts, denn das ist das Prinzip von Versicherungen. Entweder, man lässt diese Roller zu, dann scheint das Risiko, das von denen ausgeht, gerechtfertigt zu sein, dann kann das die Haftpflicht abdecken, oder das ist nicht der Fall, dann verbietet man die Dinger bitte. Ich hafte halt auch für den Pool, den der Nachbar im Garten hat, für die Oma, die mit ihrem Rollator durch die Stadt tingelt, gefällt mir nicht, ist aber so. Wo soll man da eine Grenze ziehen? Warum ist ein Bobycar nicht versicherungspflichtig? Warum dürfen Fußgänger ohne Zusatzversicherung frei rumlaufen? Ich bin gelegentlich mit dem Rad in Münster unterwegs, da geht die deutlich größere Gefahr von Fußgängern, besonders mit Kinderwagen als von Scootern aus.

  11. Solange die E-roller fast alle so Spielzeugreifen haben wundert mich garnix.

  12. Es kann auch sein, dass die E-Scooter nicht schuld waren aber dennoch im Unfall verwickelt waren. Wenn zB betrunkene Autofahrer diese angefahren haben. Da kann ja der E-Scooter Fahrer nichts für.

    • Das kannst du so pauschal nicht sagen.

      Wenn ich mal überlege wie viele Radfahrer ich in meinen 30 Führerscheinjahren schon nachts oder bei anderweitig schlechter Sicht ohne Licht, ohne Reflektoren und mit dunkler Kleidung gesehen habe muss ich ganz ehrlich sagen, dass da hier und da auch echt viel Glück dabei war.
      Auch immer wieder gerne genommen: Der Typ Radfahrer der völlig ohne Vorwarnung von irgendwo her kommt und mit ordentlich Tempo über einen Fußgängerüberweg brettert. Laut StVO schlicht verboten.

      Nach den Radfahrern kamen die eBike-Fahrer die sich so benommen haben und jetzt sind es auch noch die eScooter-Fahrer. Die einzigen Nicht-Kraftfahrzeugführer die sich einigermaßen an die Regeln halten sind noch die Fußgänger.

      Mit gesundem Menschenverstand würde da eigentlich nur selten jemand dem Autofahrer die Schuld geben. Leider zählt ein gesunder Verstand überhaupt nichts vor Gericht.

      Ich will keinesfalls Autofahrer in Schutz nehmen und alle Schuld den anderen geben, aber es ist schon seit Jahren auffällig, dass im „Konflikt-Fall‘ meist der Fahrradfahrer Recht bekommt.

  13. Die Frage beim Vergleich zwischen Rad und Scooter ist nicht nur, wo und wie viel gefahren wird, sondern auch *wer* die Dinger fährt. So durchschnittlich. Fährt da jemand Rad, der schon seit der Kindheit gelernt hat sicher Fahrrad zu fahren oder steigt da jemand ohne hinreichendes Gleichgewichts- und Körpergefühl auf so einen wackeligen Tretroller weil es gerade modern ist?

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