„Stalker 2“: Ukrainisches Studio GSC Game World schiebt temporär die Entwicklung beiseite

Das Spiel „Stalker 2“ soll 2022 erscheinen und direkt zum Launch auch in den Xbox Game Pass wandern. Hinter dem Titel steht der Entwickler GSC Game World, beheimatet in der Ukraine. Wie ihr euch wohl denken könnt, haben die Menschen dort aktuell ganz andere Sorgen als Videospiele. Das gilt auch für das Team von GSC Game World. So hat sich das Studio offiziell zur Lage geäußert.

In einem Video zeigt man einen Zusammenschnitt von Clips, welche die Ereignisse des Kriegs der letzten Tage zeigen sollen. Laut GSC Game World habe man die Arbeiten temporär beiseite geschoben. Ob das bedeutet, dass sie gänzlich ruhen oder noch sehr eingeschränkt weitergehen, ist offen. Jedenfalls konzentriere man sich darauf, die Mitarbeiter und die Familien zu schützen.

Nach dem Sieg der Ukraine über Russland werde man allerdings die Arbeiten fortführen, heißt es im Video. Da zeigt man also großen Optimismus. Es fällt schwer, abseits des Kriegs an das Spiel „Stalker 2“ zu denken. Ich selbst rechne nicht mehr damit, dass es noch wie geplant 2022 erscheint und würde eher mit einem Fragezeichen versehen, ob es überhaupt noch auf den Markt kommt. Das dürfte aber auch vom weiteren Verlauf des Kriegs abhängen. Aktuell stehen da ganz andere Aspekte im Vordergrund.

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5 Kommentare

  1. Man hat leider den Eindruck, dass sehr viele Menschen hier, das Alles für ein „Ballerspiel“ halten.

    Man muss zugleich befürchten, das viele der Szenarien, die in diesen Spielen vorkommen, wie eine Vorhersage dessen wirken, was da kommen kann. Das Titelbild von Stalker ist ja eine gruselige Erinnerung.

    Jedenfalls scheinen jene Spiele, die in einem Ende der Menschheit über kurz oder lang enden, inzwichen die realistischten Szenarien zu sein. Dieser Menscheit ist nich zu helfen.

    Wer hätte schon gedacht, es ist 2022 und es ist Krieg in Europa und die Menschen machen das mit.

    • Kriegster says:

      Allgemein war und ist Krieg absehbar. Die Ressourcen werden knapper und sind endlich. Ich hätte aber auch gedacht, das dauert noch 20-100 Jahre.

    • Die Menschen wollen keinen Krieg aber die Politik und Wirtschaft auf deren Kosten. Erschreckender finde ich wie sich zeigt wie gut die Propagandas die letzten Jahre gegriffen haben..

  2. Schon übel. Wenn man bedenkt, dass sich mit GSC ein unabhängiges Studio aufgebaut hat, mit all dem Drum und dran der teuren Technik… dann Krieg, die letzten Jahre Arbeit bedroht, die Existenz, das Studio und Gebäude selbst, einfach alles. Wirklich schrecklich!

    Denke auch nicht, dass es noch 2022 erscheint. Wobei die Daten ja bestimmt extern in der „Cloud“ gesichert sind. Je nachdem was dort passiert, wird es aber nicht so schnell weitergehen können. Wenn hier Krieg wäre, würdest du ja auch beim Wiederaufbau helfen und nicht am nächsten Tag wieder zur Arbeit fahren.

    Vor allem unter dem Aspekt, wie sinnlos all diese Arbeit ist, sobald etwas so schreckliches passiert. Was hat ein Videospiel da noch für eine ernsthafte Bedeutung?

  3. Den Schritt kann ich gut nachvollziehen.

    Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, dass alle hier so tun als ob der Krieg in der Ukraine was neues wäre. Seit 8! Jahren ist da schon Krieg, jetzt erst ist die Welt aufgewacht.
    Guten morgen!

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