Neues aus dem Bereich der Abmahnungen rund um das Portal RedTube. Die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Werdermann | von Rüden will am Montagnachmittag aus Justizkreisen erfahren haben, dass die Staatsanwaltschaft Köln von Amts wegen gegen Verantwortliche in der sogenannten RedTube-Affäre ermittelt.
Die Staatsanwaltschaft Köln war offenbar nach Medienberichten der vergangenen Woche auf den Fall aufmerksam geworden und hatte die Ermittlungen eingeleitet. Das Landgericht Köln hatte in über 60 Auskunftsbeschlüssen auf Antrag eines Berliner Anwalts die persönlichen Daten von tausenden Anschlussinhabern herausgegeben.
Rechtsanwalt Johannes von Rüden zeigten sich erfreut: „Wenn die Staatsanwaltschaften nun auch ohne Anzeigen ermitteln, bedeutet dies, dass hier offenkundig der Verdacht von Straftaten im Raum steht. Damit kann der Frage nachgegangen werden, wie itGuards die IP-Adressen tausender unbescholtener Bürger ermitteln konnte.“
Daneben hat die Berliner Rechtsanwaltskanzlei, die das Portal abmahnhelfer.de betreibt, Betroffenen die Möglichkeit eingeräumt, sich in einem Beschwerdeverfahren wegen der Herausgabe ihrer IP-Adresse durch die Telekom zur Wehr zu setzen und sich entsprechend anwaltlich vertreten zu lassen. Fragen und Antworten finden Adressaten der U+C-Abmahnung auf dieser Seite.
Gegen wen genau die Staatsanwaltschaft Köln nun konkret ermittelt, war auf unsere Nachfrage nicht zu erfahren. Erst gestern wurde bekannt, dass eventuell auch Nutzer anderer Portale mit einer Abmahnung rechnen müssen. Durch das Ermitteln der Staatsanwaltschaft dürfen wir davon ausgehen, dass nun gehörig Drive in die Sache kommt.