Spotify Kids: Eigene App für Kinder ab 3 Jahren geht an den Start, kommt auch nach Deutschland


Kinder hören gern Musik und Kinder hören gerne Geschichten, das ist kein Geheimnis. Spotify hat sich deshalb etwas einfallen lassen, Spotify Kids nämlich. Dabei handelt es sich um eine eigene App, die allerdings nur genutzt werden kann, wenn man ein Familien-Abo beim Anbieter hat. Die App ist speziell auf Kinder ausgelegt, eine bunte Oberfläche mit einfachster Bedienung soll dafür sorgen, das auch schon die Kleinsten selbst auf Entdeckungsreise nach Inhalten gehen können. Die Oberfläche unterscheidet sich auch radikal von der normalen Spotify-Oberfläche, das wurde ganz bewusst so gestaltet.

Die Einrichtung erfolgt logischerweise durch die Eltern, sie legen auch fest, welche Art an Inhalten dem Kind präsentiert wird. Auch können mehrere Accounts für Kinder in der App angelegt werden. Die angezeigten Inhalte sind für Kinder ab 3 Jahren geeignet und werden von Spotify kuratiert. Dort hat man sich ein Team zusammengestellt, das Erfahrung mit Inhalten für Kinder hat, zusammengenommen fast 100 Jahre.

Spotify ist sich auch der Verantwortung bewusst, die man mit einer App für Kinder eingeht. Deshalb wird man das Ganze erst einmal in Irland als Beta testen. Man ist sich sicher, dadurch viel Feedback von Eltern und Erziehern zu erhalten. Das möchte man dann in die Weiterentwicklung einfließen lassen. Später sollen auch weitere Inhalte folgen, mehr Stories zum Beispiel und eventuell sogar Podcasts – ebenso wie weitere Kontrollmechanismen für Eltern.

Kinder sind in der digitalen Welt ein sehr spannendes Gebiet, da man hier immer mehr falsch als richtig machen kann. Das musste zum Beispiel auch schon Google mt YouTube Kids feststellen. Ich persönlich sehe das zwar so, dass hier letzten Endes immer noch die Eltern in der Pflicht sind, abzuwägen, ob ein Angebot für ein Kind passt oder nicht. Aber man kann es auch keinem wirklich verübeln, wenn er sich auf Aussagen der Konzerne verlässt.

Spotify wird Spotify Kids in allen Ländern anbieten, in denen das Premium-Familien-Abo verfügbar ist, einen konkreten Zeitplan, wann es nach Irland mit anderen Ländern weitergeht, nennt Spotify aber nicht.

Und nun die Frage an die Eltern jüngerer Kinder, wartet ihr auf so etwas? Ich stelle mir das super praktisch vor, zumal dann der eigene Account nicht mit Kinderliedern „verunreinigt“ wird. Manchmal echt schade, dass Kinder so schnell groß werden, ich hätte das auch genutzt.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

10 Kommentare

  1. Lukas Emanuel Klenk says:

    Seit unsere Tochter den Schnuffel Song von diesem Hasen aus der Jamba-Werbung anhört und mir das für ähnliche Vorschläge sorgt, kann ich den vorletzten Satz total verstehen.

  2. Das ist der heilige Gral!
    Seit kurzem ist mein Mixtape1 nicht mehr voll mit Van Halen und ManowaR sondern mit Ninjago und dem Grüffelo. Es sticht im Herzen dass der Rock n Roll aus meinem Leben verschwindet!

  3. In den 90er gab es Kasetten von den Schlümpfen mit bekannter Melodie und neuem Text. Das wäre doch perfekt für Spotify Kids. Aber anderseits schon Dreijährige ein Handy in die Hand geben halte ich für falsch.

  4. Das ist überfällig, napster hatte das schon vor Jahren…

  5. Wir haben ein Family Abo und zwei Kinder unter 10. Wenn man versucht, alles ehrlich einzurichten, hat man wenig Optionen für Kinder. Ich habe mich immer gefragt, ob es legal ist, wenn wir Eltern einfach jeweils pro Person zwei persönliche Accounts anlegen: Einer für die eigene Musiksammlung und eine zum Teilen mit einem Kind mit Hörspielen und so. (Und für die Verknüpfung mit Google Home und so.)
    Die Kinder dürfen ja nicht selbst. Und Family erlaubt ja bei Spotify „6 Accounts für Personen, die unter einen Dach leben.“

  6. Deswegen Deezer genommen, denn da ist es viel einfacher. Man hat einen Account mit der Familien-Option und kann dann, wie bei Netflix, verschiedene Profile anlegen, unter anderem welche für Kinder. Dann auf einem Tablett z.B. die normale Deezer App installieren, einmalig einloggen und dann das Profil wechseln und schon kommt sich niemand in die Quere und es gibt nur eine Email-Adresse die man verwenden muss (klappt auch mit dem erwachsenen Partner oder wenn man sein Handy mal eben zum hören ausleiht).

    Bei den Kinder-Profilen sind die Inhalte auch anders was Vorschläge angeht und so manches an Inhalten ist nicht verfügbar.

  7. Wir haben das bisher mit unserem Sohn (6) gelöst, dass wir ihm einen eigenen Account im Familienaccount angelegt haben. Gerade aus dem Grund, dass unsere Playlists nicht mit seinen Hörspielen zugemüllt werden.

    Als Abspieler hat er zum fünften Geburtstag ein billiges China Handy mit fettem Akku (>5000mAh) bekommen, das aber komplett kastriert ist. Er kann damit nur Spotify, einen lokalen MP3 Player und die Kamera starten. Alles andere ist für ihn nicht erreichbar. Simkarte ist natürlich ebenfalls keine drin. Dazu ein Bluetooth Lautsprecher und fürs Auto einen Kopfhörer.

    Warum haben wir uns für diesen Weg entschieden? Weil wir keinen bezahlbaren MP3 Player gefunden haben, der eine Coveransicht bietet. Lesen konnte er damals noch nicht und lernt es gerade erst in der Schule. Ein günstiger, textbasierter MP3 Player war für ihn also nicht bedienbar.

    Mit der normalen Spotify App ist er direkt erstaunlich gut zurecht gekommen und wählt sich selber seine Hörspiele aus, die er gerade hören will. Wenn er etwas neues hören will kommt er zu uns und wir sollen ihm das suchen. Das speichert er sich dann lokal und kann es auch im Auto hören.

    Er findet das total super. Wir sind mit der Lösung auch sehr zufrieden. Dadurch, dass er mit dem Handy nichts anderes machen kann, hat er es auch nicht permanent in der Hand. Das war in der Tat noch eine Beführchtung, die wir hatten.

    Trotzdem bin ich mal auf die Kinderapp gespannt.

  8. Wäre für mich nur interessant wenn man auf Echo-Geräten mehrere Spotify-Accounts hinterlegen könnte. So lange das nicht funktioniert fahre ich zweigleisig: auf den Echos ist als Standard ein Music Unlimted Account hinterlegt, sowie ein normaler Spotify-Account. Die Familie lässt sich von Music Unlimited beschallen und meine Spotify-Empfehlungen bleiben unbelastet…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.