Spiele-Markt Deutschland: Mobile Games sind treibende Kraft

Mobile Games sind der Renner, das hatten wir schon öfter im Blog. Zahlen für Deutschland hat nun der Branchenverband Bitkom ermitteln lassen. So nehmen die Mobile Games nämlich auch immer mehr des großen Videospiele-Kuchens für sich in Anspruch, 2014 sollen 465 Millionen Euro in Deutschland für Spiele-Apps auf Smartphones und Tablets investiert werden. Insgesamt soll der Umsatz mit Spielen auf 2,58 Milliarden Euro steigen, Datenträgerverkäufe (Spiele-CD/-DVD) für 1,15 Milliarden Euro (150 Millionen weniger als letztes Jahr) über die Ladentheke gehen. Spiele, die als bezahlter digitaler Download angeboten werden, sollen dieses Jahr 966 Millionen Euro umsetzen, ein Plus von 8%.

Smartphone_Gaming

Die Spieler verteilen sich dabei auf alle Altersklassen, bei den Jüngeren ist der spielende Anteil verständlicherweise höher. 84% der Befragten in der Altersklasse 14 bis 29 Jahre spielen auf einer Konsole, einem PC, einem Smartphone oder einem Tablet. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 80%. In der Gruppe der 30 bis 49-jährigen spielt exakt die Hälfte. Einen starken Zuwachs erhielten auch die Generation 50+. Im Alter zwischen 50 und 64 Jahren spielen 23% der Befragten, bei den Menschen ab 65 Jahren sind es immerhin 9%. Insgesamt kommt man so zu dem Ergebnis, dass 42% der Befragten ab 14 Jahren zu den „Gamern“ gehören.

Bitkom_SMG

Grund für die Steigerung dürften vor allem Mobile Games sein. 78% der Spieler zocken mindestens hin und wieder auf einem Smartphone. Dieser Wert lag 2013 bei lediglich 44%. Mehrmals pro Woche spielen übrigens 91% der Gamer, fast die Hälfte (46%) sogar täglich. Bei Männern liegt der Anteil bei 44%, bei Frauen ähnlich hoch, dort sind es 39%.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

4 Kommentare

  1. Ich glaube aber, das ist ein anderes Spielen (auf dem Smartphone) und nur bedingt mit Spielen zBsp auf dem PC vergleichbar. Wenn ich zwischendurch mal in einer Wartezeit für ein paar Minuten mir mit Temple Run die Zeit vertreibe ist dies nicht vergleichbar damit, dass ich vor dem Fernseher für zum Teil Stunden zBsp Super Mario spiele

  2. Tja das eine sind die Profizocker und das andere die Spieler. Ich denke auf kurz oder lang wird die Konsole aussterben, wenn man sieht, was alleine die Tablethardware bereits jetzt schon zu leisten im Stande ist. Das ganze dann per Wlan auf den heimischen Fernseher gebracht wird in Zukunft zum gleichen, wenn nicht sogar besseren Gameflow führen.

  3. @Nicolas

    Du übersiehst da aber eine Kleinigkeit. Nicht nur die Tablets werden immer weiterentwickelt – das gilt auch für Spiele. Die Grafik wird immer realistischer und aufwändiger und zwar im nahezu gleichen Tempo, wie die Tablets besser werden.

    Deine Aussage ist damit also schon ungültig, da Tablets zumindest in naher Zukunft nicht imstande sein werden die Grafik-Blockbuster darzustellen (allein schon die Größe aktueller Spiele würde Tablets an ihre Grenzen bringen).

    Ich differenziere das hier genau so wie Sara. Es gibt Spiele – und dann gibt es Spiele. Die einen sind für den Zeitvertreib zwischendurch, die anderen für stundenlange Daddel-Sessions.

  4. Mobile Gaming und „echte“ Spiele gehören einfach nicht in eine gemeinsame Statistik solang Tablets grafisch einfach nicht in der selben Liga spielen.
    Von echten Zockern wechselt doch niemand/kaum jemand exklusiv zum Mobile Gaming – es ist bisher einfach kein Ersatz für Konsolen & PCs.

    Selbst wenn Tablet-Grafik irgendwann mal auf dem selben Niveau ist, wird man immer noch auf nem möglichst großen BIldschirm zocken wollen.

    Da stirbt so schnell nix aus bei den Konsolen..