Spark: Open Source Thermostat

Die Nachricht der Woche war sicherlich der Erwerb der Thermostat- und Rauchmelder-Schmiede Nest durch Google. 3,2 Milliarden Peitschen für die Firma mit den smarten Geräten. Guter Deal für beide Seiten, Nest bekommt eine Infrastruktur für die Geräte, Google jede Menge frisches Blut.

Bildschirmfoto 2014-01-17 um 21.44.28

Doch muss man 250 Dollar für einen Thermostaten ausgeben? Nö, geht mit Open Source und Materialeinsatz von knapp 70 Dollar. Spark nennt sich der Spaß und die Software ist Open Source, die Hardware lässt sich für recht kleines Geld bestellen. Diese besteht unter anderem aus dem Spark Core für knapp 40 Dollar, der ein WiFi-Modul für fast alles sein kann. Das ganze – in wenigen Arbeitsstunden realisierte Gebilde – wird dann in euer WLAN geklemmt und lässt sich mittels Web-App kontrollieren.

Bildschirmfoto 2014-01-17 um 21.45.00

Hört sich natürlich super einfach an, setzt allerdings etwas Bastellust und Wissen voraus – dürfte aber auf jeden Fall etwas für unsere Leser sein, die mit Arduino, Raspberry Pi und Co per Du sind. Spannende Geschichte, ich habe sehr viel Respekt vor Menschen, die diese Zeit, Lust und das Wissen haben, solche Dinge zu realisieren.

Bildschirmfoto 2014-01-17 um 21.45.18

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

12 Kommentare

  1. Eigentlich ein echt nettes Projekt. Doch irgendwie fehlt mir der Bezug zu meiner „Hardware“ in Form von Heizung. Da sind manuelle, analoge Regler dran. Wie im Leben soll ich das Teil damit verbinden? Ich denke genau an diesem Punkt, wird es dann wieder teuer. Oder habe ich etwas übersehen?

  2. Peitschen?

  3. @raffi genau diese Verbindung fehlt mir auch noch … Kann mich einer aufklären?

  4. @Raffi @soli: Also ich kenne zwei Systeme: Einmal, dass an jedem Heizkörper ein Drehregler ist. Sowas meint ihr glaub ich auch. Dann war ich aber auch schon mal in Wohnungen, in denen es ein kleines Kästchen an der Wand gab, mit dem man dann die Temperatur für die ganze Wohnung regelt. Dort stellt man dann nicht 1 oder 6 wie am Heizkörper ein, sondern Gradzahlen. Das Nest-Thermostat oder das Teil oben ersetzten dann, so wie ich das verstehe, letzeres und machen aus dem analogen „Eieruhrrädchen“ ein smartes, leuchtendes Touch-Dings.

  5. @Johannes Und genau diese „analogen Eieruhrrädchen“ heißen Heizungsregler oder Thermostat.

  6. In Amerika vielleicht praktikabel, aber für die durchschnittliche deutsche Wohnung mit Thermostaten an jedem Heizkörper überhaupt nicht gedacht. Hier handelt es sich nur um eine kluge Steuerung, nicht aber um die mechanische Regelung, wie bspw. in einem Rondostat vorhanden.

  7. @Johannes: In der Tat, mit so einem von dir beschriebenen Zentralthermostat könnte das gehen. (Sofern es eine passende Schnitstelle hat)

    Hinzukommt, dass ich solch eine Lösung aber wenn es hoch kommt gerade einmal in 5% aller Wohnungen, die ich bisher betreten habe, gesehen hab.

    Das schränkt die Zielgruppe für die Idee aus dem Artikel enorm ein.

  8. @Raffi: Deswegen ist Google Technologieführer, sie haben Weitblick 😉 Fast jedes neue Haus wird zentral geregelt. Es ist eine Frage der Zeit, bis es alle haben.

    Das tolle an Nest und potentiell an Spark ist die Intelligenz, die das Gerät entwickeln kann, wenn es vernetzt ist. Das Thema Hausautomation ist im Anmarsch. Problem: Lösungen sind noch zu unzuverlässig und zu teuer. Ich tippe auf weitere 10 Jahre.

  9. Für rund 70 Euro gibt es fertige Raumthermostate + Heizungsstellantrieb, die schon autark arbeiten können. Erweiterbar mit weiteren Stellantrieben und Fensterkontakten – da braucht es keine Bastelorgie für. Die laufen bei mir schon seit 3 Jahren.

  10. @Thomas: Für die klassischen Raumthermostate musst Du aber die Zeitfenster exact selbst festlegen. „Intelligente“ Raumthermostate berücksichtigen aber Wetterlage, Historie, Anwesenheit, Urlaub, Kalendereinträge etc. Zudem zeigt Dir Nest zum Beispiel beim einstellen, wie lange es braucht, bis es die Temperatur dann auch erreicht, die du gerade einstellst.

    Ansonsten hast Du Recht, man muss nicht mit Schinken nach der Sau werfen. Technik und Aufwand steht manchmal in einem ungünstigen Verhältnis zum Sparvolumen. Ich selbst habe normale Bimetallthermostate, analysiere unser Nutzerverhalten mit Netatmo, um dann geeignete Sparmaßnahmen zu ergreifen.

    So habe ich zum Beispiel eine temperaturgeführte Zirkulationspumpe kostenneutral gegen eine Umwälzpumpe mit Zeitschaltuhr ersetzen lassen. Erstere verbrauchte 24W, die letztere 4W…

  11. naja, das Ding ist halt ein do-it-yourself Temperatur-Einstellungs-Gerät, weniger ein Regler. Die eingestellte Temperatur und gemessene Luftfeuchtigkeit wird mittels W-Lan an einen Rechner gesendet. Lässt sich mit Kenntnissen in Programmierung und Bau von Hardware für deutlich unter 10 Euro realisieren und ist an und für sich Sich kein Problem. In den gänigen HW/SW Bastel Communitys gibts ähnliche Projekte wie Sand am Meer.

    Das was im deutschen Sprachgebrauch als Thermostat bezeichnet wird, ist in der Regel der Drehregler am Heizkörper. Und genau da ist das Problem. Wie kommt die eingestellte Temperatur vom PC (oder evtl. direkt vom Gerät) an alle Heizkörper im Haus bzw Zimmer. Hier langt dieses Gerät noch nicht, da brauchts dann schon noch viel mehr Hardware. Und selbst wenn die analogen Thermostate an den Heizkkörpern elektronsich wären, könnte man sie nicht ansteuern, da die Schnittstellen der Hersteller nicht bekannt sind. Von der Schnittstelle zur Heizung selber will ich gar nicht reden.

    Wenn man also eine Heizungsregelung selbst bauen möchte, ist ein komplettes perfekt auf einander abgestimmtes System notwendig, was deutlich über diesen „Thermostat“ hinausgeht. Und da stellt sich die Frage, ob hier sich der Zeit und Kosten-Aufwand für ein DIY Projekt überhaupt noch rentiert.

  12. @hoschi: Doch es ist ein Regler, Thermostate sind Temperaturregler. Temperaturfühler sind PT100. Und ja, das geht nur mit Zentralheizung. Wer es hat kann auch das Nest auch an einer europäischen Heizung anschließen -> http://www.macuser.de/forum/thema/639964-Nest-Thermostat

    Nest, Spark, tado und wie sie alle heißen, es geht um eine intelligentere Art der bedarfsgeführten Heizungsregelung. Und die Schwierigkeit liegt im Wort Regelung – je komplexer, desto schwieriger zu beherrschen. Schick sieht es auf jeden Fall aus.

    Noch zum Thema Hausautomatisierung für Bastler -> http://fhem.de/fhem_DE.html (auch Heizungsregelung 🙂

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.