Soundcloud wird offenbar Pro-Dienst starten, kostet 12,99 Euro im Monat

artikel_soundcloudLange Gerücht, nun offenbar vor dem unmittelbaren Start: der kostenpflichtige Musikdienst von Soundcloud. In der Vergangenheit suchte der Dienst immer wieder nach Monetarisierungsmöglichkeiten und musste hier und da Auseinandersetzungen bezüglich Musikrechten ins Auge sehen. Doch irgendwie scheint man jetzt ein Modell gefunden haben, denn bereits heute tauchte nach einem App-Update unter iOS innerhalb von iTunes ein In-App-Kauf auf, der den interessierten Nutzer mit 12,99 Euro zur Kasse bitten wird.

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Das ist mal eine Ansage, für weniger als die ausgerufene Summe bekommt man auch Spotify oder Deezer und für etwas mehr sogar gleich einen Familien-Account bei Apple Music oder Google Play Music. Soundcloud Go sollte auf jeden Fall einen dicken Mehrwert bieten. Deutet man das „Go“ als generelle Möglichkeit, Tracks offline verfügbar zu machen, so wird dies meiner Meinung nach nicht reichen. Und nein, auch der Upload wird es vielen Nutzern nicht wert sein, da diese eher nur konsumieren, nicht aber produzieren wollen.

Update von Sascha: Das Ganze ist nun offiziell, allerdings auf die USA beschränkt. Die Vorteile des „Go“-Modells sind noch mehr Inhalte, die Offline-Verfügbarkeit von Inhalten und keine von Werbung unterbrochenen Inhalte. Wer das Abo übrigens über die Soundcloud-Webseite abschließt, zahlt nur 9,99 Dollar pro Monat, iOS-Abo-Nutzer müssen hier tiefer in die Tasche greifen, da Apple 30 Prozent der In-App-Umsätze einbehält. Aber auch diese können natürlich über die Webseite abschließen. Einen kostenlosen Probemonat gibt es ebenfalls. Ob Soundcloud Go auch in andere Länder kommt, lässt Soundcloud offen, vielleicht hängt es auch ein bisschen vom Erfolg des Ganzen in den USA ab.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Soundcloud ist für mich eine typische Startup-Parodie. Sie hatten eine gute Idee und eine gute Umsetzung, aber dann kam das Kapital/Business angel/BWL’ler/Etc.
    und siehe da – es bewegt sich nichts mehr. Keine Weiterentwicklung, Keine neuen Ideen, nichts. In 2 Jahren sind Sie weg / verkauft.

  2. @AxxG: auch ein Soundcloud muss irgendwie Geld verdienen^^

  3. Da bleibe ich bei Spotify Premium.
    Alleine die Playlisten von Spotify sind für mich ein Killerfeature Non plus ultra.

  4. Das ist das erste Mal, dass ich mir keine schnelle Umsetzung auch in Deutschland erhoffe 😉 Ich höre elektronische Musik über SC und kaufe mir dann dort beworbene Alben, wenn sie mir gefallen. Es sind immer mal wieder „Perlen“ dabei. Ein Abo würde ich mir bei SC nicht zulegen.

  5. Denke selbst den Liebhabern von SoundCloud wird der Dienst keine 12,99€ wert sein. Schätze SoundCloud wird es mit diesem Modell bis 2017 nicht mehr geben.

  6. Schade das Soundcloud sich selbst misversteht und im Weg steht. So wird das ein Rohrkrepierer – sie sollten nicht mit Spotify und deren schlechteren Nachahmern konkurrieren, sondern ihr eigenes Geschäftsfeld (Platform für Musiker die entdeckt werden möchten, oder Ideen/Lieder ausprobieren möchten etc.) vermarkten.
    Sie haben sich eigentlich schon darauf limitiert und sollten lernen damit umzugehen.

  7. ist nicht so böse gemeint wie es klingt, aber als technikblog sollte man schon langsam verstanden haben, dass über den App Store bei solchen Abos 30% höhere Preise anfallen. Ist immerhin bei Spotify genau so. Euer Update kommt also nicht wirklich überraschend^^

    bzgl SoundCloud Go bin ich unentschlossen. auf der einen seite ist die kombination aus spotify katalog + soundcloud katalog ziemlich geil und ehrlich gesagt der erste dienst, der ganz allein alle meine musikwünsche stillen könnte. auf der anderen seite war das release jetzt so ernüchternd, dass ich nicht wirklich lust auf den dienst bekomme. so lange vorbereitet und dann nur USA? von einem deutschen unternehmen? in einem blogeintrag vorgestellt?

    ich hatte irgendwie noch das gewisse extra erwartet. so ist es erstmal ein ernüchterndes: „wir haben jetzt auch main stream musik für 10€ im monat“.

  8. Also ich höre sehr sehr gerne über Soundcloud Musik, gerade lange Mixes von (unbekannten) Dj’s sind dort während der Arbeit einfach etwas, was Spotify so nicht bieten kann. Eine Offline Variante habe ich mir schon etwas länger gewünscht, gerade fürs Fitnessstudio oder so… aber ca. 10 € ist jetzt im direkten Vergleich zu Spotify (welches ich als Premium habe) dann doch ne Ansage.

    Gerade wenn man bedenkt das viele Dj’s die Titel auch nochmal frei zum DL anbieten.

  9. Schade – mss ich wohl mp3s wieder aus youtube ziehen 😉
    http://www.peggo.co

  10. Schade 🙁
    In meinem Musikgenre (Hardstyle) reichte mir Soundcloud in den letzten Jahren als einzige Musikquelle, da Labels und Produzenten unzählige Tracks und Mixe angeboten haben. Kostenlos und legal, wie geil ist das denn?
    Seit Beginn des Jahres haben sich schon viele Labels in Richtung Mixcloud bewegt und nun geht Soundcloud wohl ganz unter.. Wirklich sehr bedauernswert. Ich wäre durchaus bereit gewesen 5€ monatlich zu zahlen.
    Nun muss Mixcloud dringend seine App und die Bedienbarkeit verbessern, um die Rolle von Soundcloud übernehmen zu können.

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