Sound United wird von der Masimo Corporation geschluckt

Der Hersteller Sound United wird von der Masimo Corporation übernommen. Möglicherweise sagt euch der Name Sound United nichts, ihr kennt jedoch sicherlich die Marken des Unternehmens wie Denon, Polk Audio oder auch Marantz und Bowers & Wilkins. Laut Sound United sollen eben jene Marken von den Ressourcen der Masimo Corporation profitieren.

Von Masimo habt ihr noch nie gehört? Das Unternehmen ist eigentlich im Sektor der Medizintechnik unterwegs und vertreibt dort nicht-invasive Technologien zur Gesundheitsüberwachung für Krankenhäuser, aber auch Zuhause. Mal sehen, ob man dann mit Sound United am Ende wirklich etwas anzufangen weiß. Neben den eingangs genannten Marken gehören auch noch Classé und Boston Acoustics zu Sound United.

Masimo wolle laut eigenen Aussagen auch die Beziehungen von Sound United zu Handel und Kunden nutzen, um seine eigenen Produkte besser an den Mann bringen zu können. Man rechnet damit, dass die Übernahme Mitte 2022 abgeschlossen sein könnte, sollten keine unerwarteten Hürden durch die Kartellbehörden auftreten. Für die Übernahme wanderten im Übrigen 1,025 Mrd. US-Dollar über den Tisch.

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16 Kommentare

  1. Wer wollte nicht schon immer einen AVR haben der auch seinen Herzschlag anzeigen kann…

  2. Ohh man dann bleibt ja nur noch Yamaha übrig. Gut die Software von denon war sowieso schrecklich

  3. Naja. Der Zweck dieser Gemeinschaft ergibt sich mir nicht so 100%.
    Von welchen Ressourcen soll Sound United profitieren? Fertigung, Vertrieb, Marketing – allgemein Personal? Oder Technik?
    Und wie will Masimo die SU-Kunden-Beziehungen für den eigenen Vertrieb nutzen? Wollen die Pulsoximeter dann als Dreingabe zum Verstärker geben? Oder wird das irgendwie verzahnt? Messgeräte meldet hohe Herzfrequenz und es wird beruhigende Musik gespielt?
    So richtig passt das doch nicht zusammen…

    • @Volker: Von finanziellen Ressourcen kann man schon profitieren….

      • Ja, das ist klar. Wusste jetzt aber nicht das SU Liquiditätsprobleme hat oder Geld für Investitionen braucht.
        Sehe es auch eher als finanzstrategischen Zukauf von Masimo. Alles andere wird nur Gerede sein.

    • Fertigungskapazitäten sind derzeit im Eektronikbereich ein kostbares Gut – o.k. SU stellt seine Chips auch nicht selber her, was dann der Jackpot währe, aber Elektronikproduktionsstrassen sind auch viel wert.

      Meist läuft es doch so, das ein gut darstehendes Unternehmen aufgekauft, ausgesaugt und dann weggeworfen wird.
      Es gibt genug Beispiele von Firmenübernahmen, die überhaupt nicht zum Produktsortiment des Aufkäufers passten, aber Ende war dann klar, warum.

  4. Schon erschreckend, immer mehr Firmen/Marken am Markt, deren genauen Eigentümer man gar nicht kennt. Am Ende klebt da nur noch ein Badge mit klangvollem Namen dran und die Technik drinnen steckt in etlichen, vermeintlichen Konkurrenzprodukten.

    • Am Ende? Eigentlich ist es schon zu einem sehr großen Teil so…

    • Das ist schon lange nichts neues mehr. Relativ wenigen globalen Playern gehören die meisten der bekannten Marken.
      https://www.kaufda.de/insights/shared/content/uploads/2019/02/alle-lebensmittelmarken.jpg Als Beispiel für Lebensmittel.
      Oder schau mal auf der Wiki Seite von Inbrev vorbei welche Biermarken unter dem Konzern versammelt sind. Die Gründe sind immer die gleichen. Kosten durch Vereinheitlichung senken und die Marktmacht ausbauen.
      Aber normalerweise konsolidiert sich der Markt eher im eigenen Kernbereich.
      Insofern ist diese Übernahme eher ungewöhnlich.
      Wenn man den neuen Markt nicht kennt, können da schnell Fehlentscheidungen entstehen die für die gekaufte Firma schnell zum Desaster werden kann.
      Also legt entweder der neue Eigentümer eine steile Lernkurve hin, oder die neue Abteilung wird irgendwann als Filetstück bei neuen Interessenten enden.
      Für die betroffenen Mitarbeiter wird es eine unruhige Zeit werden.
      Insbesondere wenn die Kosten der Übernahme per Rotstift bereinigt und doppelte Strukturen entlassen werden sollen.

  5. Vor vielen Jahren gab es im Krankenahaus kleine Kissenlautsprecher , die man sich unter den Kopf klemmen konnte und so zwei (!!) lokale Radioprogramme in Telefonhörerqualität ans Ohr bekam … stattdessen jetzt an jedem Bett ne Bowers & Wilkins Soundbar oder nen Zeppelin , vom Bett aus zu steuern – wenn so die Zusammenarbeit eines Medizintechnikkonzern und von Sound United aussieht gerne !

  6. Vielleicht wird dann die Nautilus mal ein Schnäppchen 🙂

  7. Schade das Denon und B&W zur Ramschware geworden sind. Zwei wirklich tolle Marken. Vielleicht möchte man nur die Patente? Der Kauf passt abolut garnicht. Medizinische Geräte und Audio Hersteller?

    • Welch ein Unsinn. Beide Marken sind alles andere als Ramschware und werden das auch sicher nie. Die Dachfirma bleibt ebenso bestehen. Auch wenn Massimo im Hifi Bereich gänzlich fremd erscheint muss man doch ersteinmal abwarten welche Symbiose sich hier abzeichnet. Und im Medizin Bereich sind sie in ihrem Bereich das Maß der Dinge.

  8. Vielleicht kommt man so einfacher an qualifiziertes Fachpersonal das dann für die teure Medizintechnik eingesetzt wird? Was dann übrig bleibt ist „unrentabel“ und wird verramscht

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