Sony will Triple-A-Blockbuster zum Launch von seiner Spiele-Flatrate fernhalten

Sony hatte in der Vergangenheit bereits argumentiert, dass man seine Triple-A-Spiele für PlayStation-Konsolen nicht zum Launch in eine Spiele-Flatrate schieben könne, weil die immensen Budgets dann nicht abgesichert wären. Man möchte die Games erst regulär vertreiben. Microsoft geht da an seinen Xbox-Konsolen einen anderen Weg: First-Party-Spiele landen direkt zum Launch im Xbox Game Pass.

Wie der PlayStation-Manager Shuhei Yoshida bekräftigt, werde das aber eben nicht Sonys Weg sein. Die Japaner bieten zwar nun unter PlayStation Plus bzw. in den Stufen Extra und Premium ebenfalls eine Bibliothek von Spielen an, man will aber bei der Strategie bleiben, dort keine Neuveröffentlichungen mit Blockbuster Potenzial zu platzieren. Yoshida verglich die Strategie Sonys mit der Filmindustrie: Die teuersten Kinofilme würden eben auch erst im Kino landen, bevor sie Monate später via Streaming abrufbar seien.

PlayStation Plus Extra und Premium seien daher besser für Katalogtitel geeignet, deren Verkaufszahlen bereits abnehmen. Dann seien diese Abonnement-Stufen geeignet, Games nochmal einen Push zu geben. Davon würden dann auch Sonys Partner profitieren. Man sehe derartige Spiele-Abonnements aktuell ohnehin noch als Experiment an und müsse prüfen, was für den Markt der beste Weg sei.

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22 Kommentare

  1. Rückständige Denke. Abo-Modelle sind nun mal leider die Zukunft. Leider hört hier Sony wieder wen Schuss nicht.

    • Aber zu was Abo-Modelle führen sieht man bei Netflix und Co.
      zuerst sinkt die Qualität enorm, dann gibt es eine Explosion der Anbieter und damit massive Preiserhöhungen.

      • Halte ich für ein Gerücht. Wenn ich mir die Serien von vor 20 Jahren anschaue. Dann freue ich mich schon was es beim Gaming am Ende geben wird. Wenn es den selben Verlauf nimmt.

        So viele gute Serien und Filme wie jetzt gab es noch nie. Ja proportional steigen auch die schlechten Serien. Aber wer will das haben. Ich mein alleine in den letzten Monaten

        Game of thrones
        Andor
        Cyberpunk edgerunner

        • GoT ist schon lange vorbei
          Die anderen kenne ich nicht.

          Vergleiche mal die Serien vor ca. 5-10 Jahren mit den aktuell Neu produzierten.

    • Rückständig und trotzdem zweimal „leider“ innerhalb von drei Sätzen? Das kann und will zeitlich gesehen doch eh alles kein Mensch spielen.

    • Wenn du sagst, dass Abo-Modelle LEIDER die Zukunft sind, verstehe ich nicht, wie du gegen Sonys Entscheidung sein kannst.
      Ich persönliche finde den Gamepass und Sonys neues Playstation Plus Extra/Premium gut, aber verstehe absolut Sonys Entschluss neue AAA Titel zu verkaufen anstelle Sie ins Abo zu integrieren.

    • Meiner Meinung nach zahlt man im Gamepass auf Dauer mehr als wenn man sich die Titel einzeln kauft. Du musst dir AAA Titel nicht gleich am Releasetag zulegen, sondern kannst auch auf Angebote warten. So mache ich das und werde das auch weiter so handhaben. Ebenso sollen die Titel MIR gehören und nicht einfach so aus meinen Katalog verschwinden können.

      • Es geht auch nicht unbedingt darum, dass es unfassbar günstig ist. Ich zahle meinen Gamepass auch mal nen Monat ohne überhaupt daraus irgendwas zu spielen, da ich weiterhin auch Spiele kaufe. Aber die Möglichkeit zu haben, jederzeit unfassbar viele und auch einige echt gute Spiele spielen zu können gefällt mir. Ausserdem gibts dort immer mal wieder spiele, die ich froh bin mir nicht gekauft zu haben, da sie echt schlecht waren und einige die ich mir nicht gekauft hätte, und doch gespielt habe da sie im Gamepass waren. Das ist das gleiche mit Netflix oder Prime. Der Preis ist halt ok um ihn im Monat zu bezahlen und die Möglichkeit zu haben viele Spiele zu spielen. Natürlich kann ich mir auch im Sale die Spiele alle einzeln kaufen. Ich spiele aber sehr ungern wochenlang das selbe. Und wenn man mal nen Sonntag Turtles durchspielt aus dem Gamepass, absolut nice, hätte ich aber niemals gekauft.

  2. „PlayStation Plus Extra und Premium seien daher besser für Katalogtitel geeignet, deren Verkaufszahlen bereits abnehmen. “

    Sagt es doch gleich, Sony: „Rudi’s Restrampe“ … 😉

    • Sind Katalogtitel denn per we schlecht?
      Aktuell = gut, etwas älter = schlecht?
      Kommt es nicht eher auf die Qualität an? Mit deiner Herangehensweise wirst du auch im Game pass nicht die riesen Masse an neuen, bzw. für dich dann guten Spielen finden.

      • Nein, nicht unbedingt schlechter….

        …. aber: warum nehmen Verkaufszahlen mit der Zeit ab?

        Weil die meisten die Spiele schon gekauft haben und durchgespielt haben?

        Aber vielleicht sind oder werden diese Spiele Abos in der modernen „Download-Welt ohne Weiterverkaufsrecht“ dann der Ersatz für den früheren Gebrauchtmarkt:

        Konsolenbesitzer, die früher aus finanziellen Gründen nur Gebrauchtware nach 3, 6, 12 oder 18 Monaten gekauft haben, bekommen dann nach dieser Zeit das Spiel in ihrem Abo.

  3. Beide wollen für Ihre Kunden das beste, haben aber ein unterschiedliches Verständnis, wer die Kunden sind: für Sony sind das eben die Publisher (den eigenen Publishing-Arm mit eingerechnet). Für Microsoft sind das die Nutzer. Daher die unterschiedliche Herangehensweise.

    • So ein Quatsch. Microsoft hat auch nur das Geld vor Augen. Man sieht es momentan nur nicht, weil es eine langfristige Strategie ist, ähnlich wie bei Netflix. Anfangs Kunden mit guten Preisen und Qualität binden und später Preise erhöhen und von Qualität auf Quantität wechseln.

      Ich persönlich finde es besser wie Sony es macht, ich möchte nämlich lieber qualitativ hochwertige Spiele spielen.

      • Wo habe ich denn bitte gesagt, dass es nicht ums Geld geht? Microsoft sieht eben mehr Potential darin, viele zahlende User für den Abo-Dienst zu gewinnen, indem man dort Day 1 Releases anbietet. Da passt auch der Zukauf von Bethesda und nun Activision gut ins Portfolio. Für Microsoft ist der Abodienst zukünftig primärer Kanal. Sony sieht mehr Potential darin, von den Publishern einen Anteil der Verkäufe außerhalb des Abo-Dienstes zu nehmen und damit diese Vollpreis-Verkäufe als primären Kanal zu behalten. Den Abo-Dienst sieht man folglich eher als sekundären Kanal, der langfristig das Abflachen der Verkäufe abfedert.

        Beiden geht es ums Geld, sie sehen nur das Zahlungspotential bei unterschiedlichen Kunden: Microsoft bei den Abokunden (Endanwender), Sony bei den Publishern. Wer am Ende recht hat wird sich mit der Zeit zeigen – falls die Serienindustrie ein Indiz ist tippe ich allerdings auf Microsoft mit dem Abo-Fokus.

        • Es ist eigtl egal wer angeblich wen vor Augen hat, Microsoft kann einen Gamepass, wenn es sein muss über Jahrzehnte Quer finanzieren, da sie diverse andere extrem Umsatzstarke Geschäftsfelder haben. Sony muss aber mit den Spielen Geld machen, da Sony als Konzern nicht mehr viel anderes hat, was quer finanzieren könnte. Microsoft kann Geld zur Not verbrennen, Sony eben nicht. Sony versucht also möglichst lange Geld zu verdienen, Microsoft muss theoretisch jetzt noch kein Geld damit verdienen. Amazon ist übrigens genauso zu dem geworden was sie sind. Sie haben über Jahre keine bzw kaum Gewinne gemacht, günstige Hardware rausgehauen, immer mehr Sachen zum Prime Abo hinzugefügt. Nun sind sie so groß das sie das theoretisch gar nicht mehr brauchen, aber da sie weiterhin wachstum benötigen, machen sie das Spielchen weiter. Ohne große Gewinne, muss man dem Finanzamt halt auch nicht so viel bezahlen 😉

          • Klar, bei Microsoft macht Gaming „nur“ 10% des Umsatzes aus – aber auch bei Sony macht „Game & Network Services“ (das neben Playstation auch noch nahe Dienste wie Video-Streaming usw. enthält) eben auch lediglich 25% aus. „Nicht mehr viel anderes“ ist das definitiv nicht.

            Die Xbox-Division ist alles in allem sehr profitabel und finanziert sich selbst. Keine Querfinanzierung aus anderen Segmenten notwendig. Scheinbar macht man hier bei Microsoft doch irgendwas richtig? Übrigens waren auch Konsolen schon immer „querfinanziert“ – sowohl Xbox als auch Playstation wurden über Generationen hinweg mit Verlust verkauft.

  4. Legitime Entscheidung von Sony, wenn auch nicht zum Vorteil der Endanwender. Aber man sollte sich entscheiden: Entweder hoher Preis bei den Abos und dafür AAA Titel, oder niedriger Preis und keine AAA Titel. So wie es jetzt ist, ist es nicht konkurrenzfähig mit dem Game Pass.

    • Dort sehe ich auch den primären Knackpunkt: die Abo-Strategie von Sony geht nur auf, wenn das Abomodell signifikant (und nicht nur ein bisschen) günstiger ist als der GamePass. Ansonsten kann man den Abodienst sein lassen und sich weiter auf die bestehende Strategie stützen: exklusive AAA-Titel als Alleinstellungsmerkmal der Plattform.

      Dass man seit Jahren massiv in Exklusivitätsdeals investiert und gleichzeitig Microsoft vorwirft, mit dem Activision-Kauf plötzlich auch Exklusivität anzustreben muss jeder für sich selbst einordnen 😉

      • Wieso sollte denn Sony den Abodienst sein lassen. Auch wenn dieser nicht immer an den GamePass heranreicht, wird er ja eventuell trotzdem ein paar Abonennten finden. PS Plus Extra/Premium ist halt nur ein kleines zusätzliches Standbein.

  5. Ich glaube viel mehr, dass sich ein Microsoft den Gamepass schlicht locker erlauben kann. Da steckt ein Konzern mit gefühlt endlosen Geldreserven dahinter – hier denkt man sehr langfristig. Microsoft bzw. Xbox hat mit Blick auf die letzte Konsolengeneration auch einiges aufzuholen und ist viel mehr in der Herausforderungsrolle. Auch deswegen investiert man mehr. Sony brauch das weniger. Aber Sony, so meine Vermutung und mit Blick auf die Zahlen, kann sich das nicht ohne weiteres leisten. Muss es vllt. auch gar nicht, da man im Gegensatz zu Microsoft ein saustarkes First-Party-Lineup hat. Das ist bei Microsoft immer noch im Aufbau, auch dank der ganzen Einkaufstouren zuletzt. Natürlich muss man dann mit anderen Punkten locken – und das tun sie ja auch sehr gut.

    Als Besitzer beider Konsolen kann ich mich nicht beklagen. Ich schaue gerne im Gamepass rein und lade mir den einen oder anderen Third-Party-Titel. Ich gebe auch gerne gutes Geld für die Sony eigenen Spiele aus. Sie treffen halt voll meinen Nerv.

  6. Ich habe mittlerweile auch eine XBox neben meiner PS5. Den Gamepass finde ich top und der hat mir bisher 2-3 Fehlkäufe erspart die ich im PSN kaufen wollte. Die wahren so schlecht das es schon erschreckend war, obwohl die Spiele top bewertet wahren. Es gab aber auch Spiele die ich noch nicht Mal auf dem Radar hatte und sogar durchgespielt habe. Sony kann sich so eine Aussage nur erlauben, weil sie immer noch Marktführer sind. Ob die Strategie mit den AAA Verkäufen Zukunft hat, muss man erstmal abwarten. Es gibt Leute die keine Abos abschließen und die Spiel trotzdem kaufen werden. Solche Gamepass Abos bieten aber auch für Entwickler Chancen mit vielleicht nicht so populären Spielen Geld zu verdienen. Auf jeden Fall habe ich schon lange nicht mehr so viel gespielt bis ich die XBox gekauft habe. Sony bietet für mich kaum noch Möglichkeiten anständig zu spielen. Nur Zugriff auf Spieledemos in den Premium Abos zu gewähren ist ein katastrophaler Strategie Fehler von Sony, gerade Demos sorgen eigentlich dafür, dass man ein Spiel vielleicht kauft, dass man vorher nicht kannte, aber dank der Demo dann vielleicht doch gut findet. Derzeit bezahle ich für den Gamepass 13€, im Jahr 156€, das sind gerade Mal 2-5 Spiele die ich davon hätte kaufen können. Ich habe auf der XBox jetzt zum ersten mal die 13€ bezahlt und dafür mehrere Spiele teilweise Durchgespielt, wie zum Beispiel Halo für 69€, Minecraft Dungeons 30-35€, Tinykin 25€, Hellblade 20-40€, Chorus 35-55€, Farcry 5 und noch ein paar mehr angespielt, wenn ich die Fehlkäufe dazu rechne habe ich jetzt schon einen riesen Vorteil auf der Xbox und das in nur 1-2 Monaten. Monatlich kommen neue Spiele dazu dafür gehen aber auch welche. Es gibt im Gamepass Spiele die ich auch auf der Playstation gekauft habe. Natürlich gibt es auch Spiele die für mich scheiße sind und es gibt auch ältere Spiele aber insgesamt ist der Gamepass für mich derzeit ein sich sehr lohnendes Abo.

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