Sony will nach Bungie noch weitere Entwicklerstudios übernehmen

Sony schluckt den Spieleentwickler Bungie. Das Ganze ist ein wenig ironisch, denn Bungie waren es, welche der Xbox-Marke jahrelang mit ihrem „Halo“-Franchise einen Schub verpassten. Die Zeiten sind schon länger vorbei und zuletzt trumpfte man mit der „Destiny“-Marke auf. Für mich persönlich sind die Titel eher nichts gewesen, da sie primär ein Games-as-a-Service-Modell fahren. Genau das fand Sony aber wohl interessant und will sich von Bungies Know-how inspirieren lassen. Damit soll aber keineswegs ein Ende absehbar sein. Laut dem Kopf von Sony Interactive Entertainment, Jim Ryan, seien weitere Übernahmen geplant.

Bungie soll dabei seine Spiele auch weiterhin eher unabhängig und plattformübergreifend veröffentlichen dürfen. Sony wolle laut Ryan von Bungie vor allem die Expertise für das Games-as-a-Service-Modell erlernen. Das ist für mich eher eine Hiobsbotschaft, denn ich bin bisher froh gewesen, dass Sony sich mit seinen First-Party-Spielen davon ferngehalten hat. Bungie will im Übrigen seine Marken in weitere Medien hieven – Filme oder TV-Serien z. B. Da hat Sony wiederum die notwendigen Mittel.

Doch zurück zu den Plänen für weitere Übernahmen: Konkreter wurde Ryan da noch nicht, Der PlayStation-Manager stellte jedoch klar, dass die Übernahme von Bungie keine Reaktion auf Microsofts Deal mit Activision Blizzard gewesen sei. Vielmehr hätten die Gespräche bereits lange angedauert. Und nun habe man immer noch viele Züge, die man sozusagen auf dem Schachbrett machen wolle. Ich selbst bin gespannt und hatte ja eher Capcom für einen Kandidaten gehalten, den Sony gut in sein Portfolio integrieren könnte.

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7 Kommentare

  1. Sony muss From Software übernehmen. Keine Ahnung ob die wollen oder das gelingt, aber From Software würde die Playstation stärken und würde super zur Konsole passen, finde ich. Allein Bloodborne, jetzt das Demons Souls Remake, Dark Souls sei mal dahingestellt und so weiter… das wäre für mich noch der Kandidat, um etwas Einzigartiges im Vergleich mit Microsoft zu haben. Bin gespannt.

    Ansonsten Capcom und Konami oder Square Enix stehen ja bei den Leuten immer im Raum. Mal schauen. Bitte Konami und dann ein neues und echtes Silent Hill im Remake Stil von Resident Evil. Silent Hill war nämlich auch immer typisch Playstation damals.

    • André Westphal says:

      Von Konami ist aber leider echt nicht viel geblieben, da hat echt nur noch die Marke nostalgischen Wert. From Software wäre definitiv passend, da gebe ich die vollkommen recht, auch wenn ich selbst mit ihren Spielen leider nix anfangen kann. Capcom wäre aus meiner Sicht mit „Resident Evil“, „Devil May Cry“ und Co. auch gut in Sonys Portfolio integrierbar. Square Enix könnte Sonys finanzielle Mittel übersteigen, vermute ich ins Blaue.

      • Da Konami selbst ja nicht mehr wirklich Bock auf Spiele hat, wäre es sicher gut die Marken zu verkaufen.

        Sony könnte dann auf lange Sicht ein neues Metal Gear, Silent Hill usw produzieren.

        Aber dennoch finde ich nicht gut wenn Microsoft und Sony alles aufkaufen und sich somit jeweilige Monopole aufbauen.
        Am Ende kommen für beide gute Spiele und als Fan braucht man wirklich alle Konsolen.

      • Das stimmt, aber die Marken sind alle „klassisch“ Playstation in meinen Augen. Allein Silent Hill oder Metal Gear zurückzubringen würde mir viel bedeuten. Gerade Silent Hill, was nach Teil 4 nur noch verkorkst wurde. Noch genialer wäre, wenn man Kojima dazu bringt, seine Idee von Silent Hill damals neu aufzugreifen und für die PS5 umzusetzen.

        Campcom… ja, aber ich finde die sind zuletzt sehr stark Multi-Plattform gegangen. Gerade die von dir genannten Marken sind für mich nicht mehr klassisch Playstation. Waren es aber früher. Aber logisch wäre es auch.

        Ich glaube, Square Enix wäre bezahlbar. Aber aus meiner Sicht passt das nicht so ganz perfekt zu Sony. Bungie passt ja auch deshalb, weil sie sich als Premium-Entwickler platziert haben und das eben sehr gut zu Sony passt.

    • Bitte nicht. Ich persönlich hätte keine Lust eine Sony-Konsole kaufen zu müssen, um deren Titel spielen zu können. Bei Demons Souls und Bloodborne kann ich die Exklusivität verstehen, da Sony der Geldgeber und Publisher war. Ich glaube auch, dass die Fan-Gemeinde des Entwicklers Das ziemlich kritisch sehen wird.

  2. Gefallen tun mir die jüngsten Entwicklungen auch nicht wirklich. Wieviele Zeug soll man sich noch um seinen TV stellen? Microsoft verstehe ich aber auch. Als Playstation Spieler gab es in der Vergangenheit kaum Argumente für die XBox, selbst mit allergrößten Willen fehlten bei mir am Ende dann tatsächlich die Spiele, alles gab es auch für die Playstation. Ich denke aber auch das nicht nur der Kauf der Spieleschmieden entscheiden wird sondern der Spiele und Qualität die diese abliefern. Call Of Duty spielte ich das letzte Mal aktiv auf der PS3, da gab es noch ein vollwertiges Spiel ohne zusätzlich bezahlen zu müssen. Call of Duty kann von mir aus XBox exclusiv werden, das juckt mich nicht, für mich ist die Marke tot. Eins ist aber sicher Sony sollte man auf keinem Fall unterschätzen. Das erste Mal seit ich Konsole spiele, dass es nun wirklich zu einem Krieg kommt und Microsoft massiv angreift, Sonys Komfortzone bröckelt gewaltig. Hinzu kommt der permanente PS5 Konsolenmangel, die XBox bekommt man deutlich besser. Ich bin Mal gespannt wo die Reise hin geht.

    • Ich denke auch man sollte bedenken, dass Sony nie auf Masse, sondern auf Triple-A ging. In der aktuellen Generation auch wieder. Die Spiele wurden teurer, die Qualität der First-Party-Sachen ist im Gaming aber auch unerreicht. Es gibt nichts qualitativ hochwertigeres. Das heißt nicht, dass du all ihre Spiele lieben musst, das ist Geschmacksache, aber sie stellen die Sperrspitze der Etnwicklung dar. Dafür liebe ich Sony. Egal was ist… ich kann mich auf First-Party verlassen.

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