Sony stellt innovativen Bildsensor für Sicherheitskameras vor

Sony Semiconductor Solutions (SSS) präsentiert den laut Unternehmen „branchenweit ersten CMOS-Bildsensor für Überwachungskameras mit vollständiger Pixel-Ausgabe der aufgezeichneten Bilder und gleichzeitiger Highspeed-Ausgabe der Regions of Interest„. Dabei handelt es sich konkret um den IMX675, einen 1/3-Typ-CMOS-Bildsensor für Überwachungskameras mit ca. 5,12 Megapixeln.

Dieser erlaubt also eben die vollständige Pixel-Ausgabe eines erfassten Bilds und gleichzeitig eine Highspeed-Ausgabe bestimmter relevanter Bildbereiche (Regions of Interest). Der Sensor arbeitet mit Dual-Speed-Streaming-Technologie, um alle Pixel eines aufgenommenen Bilds mit einer maximalen Bildwiederholrate von 40 Bildern pro Sekunde auszugeben, während gleichzeitig von den Nutzern festgelegte Bereiche mit hoher Geschwindigkeit ausgegeben werden. Ausgerüstet mit diesem Bildsensor, kann eine einzige Kamera somit nicht nur Bilder einer Szene liefern, sondern auch die Hochgeschwindigkeitserkennung bestimmter Objekte mit hohem Detailgrad unterstützen.

Der neue Sensor verwendet zudem die Starvis-2-Technologie, welche hohe Empfindlichkeit und einen großen Dynamikbereich gewährleiste, dabei aber dank ihrer proprietären gestapelten Struktur rund 30 % weniger Strom verbrauche als herkömmliche Modelle. Ab August 2022 geht dieser Sensor an Partner, ein Sample kostet 104 US-Dollar. Anwendungsszenarien? Der neue Sensor erlaubt es beispielsweise, eine Kreuzung als Ganzes zu erfassen und gleichzeitig die Personen und Fahrzeuge zu erkennen, die sich dort bewegen. Ebenso kann beispielsweise ein Gesamtbild eines Bereichs einer Autobahn aufgenommen werden, während gleichzeitig die nötigen Details erfasst werden, um die Kennzeichen der dort fahrenden Fahrzeuge zu erkennen.

Dadurch lässt sich der neue Sensor nicht nur in Überwachungskameras einsetzen, sondern potenziell auch in Drive-Recordern und Webcams. Das neue Produkt hat eine von SSS entwickelte Struktur, bei der Unregelmäßigkeiten in die Einfallsebenen des lichtaufnehmenden Elements eingearbeitet sind, um das Licht zu brechen und dadurch die Absorptionsrate von Nahinfrarotlicht zu erhöhen. Dank dieser Bauweise ist die Empfindlichkeit rund 2,5-mal höher als bei herkömmlichen Modellen. So sind auch bei Nahinfrarotaufnahmen, wie sie in dunklen Umgebungen gemacht werden, hochwertige Bilder möglich.

Weitere Detailinformationen zum neuen Sony IMX675 findet ihr auch auf der offiziellen Produktseite sowie der offiziellen Technologieseite. Mal sehen, wann dann erste Produkte auf Basis des Sensors verfügbar sein werden.

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2 Kommentare

  1. Was jetzt „hohe Geschwindigkeit“ in Zahlen bedeutet verschweigt uns Sony xD

    • Das ist mit Sicherheit von der Größe der area of interest abhängig. Wenn du dich für fast das gesamte Bild interessierst, wird das nicht viel öfter als die 40 mal pro Sekunde gehen, aber wenn du immer nur einen winzigen Bildausschnitt mit wenigen Pixeln betrachtest, wird der Sensor dort wohl sehr viel schneller bzw. öfter pro Sekunde ausgelesen werden können.

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