Sony PS-HX500: Plattenspieler mit Hi-Res-Ripping-Funktion

artikel_sonyNeben Technics hat auch Sony einen neuen Plattenspieler am Start. Statt auf Nostalgie zu setzen, versucht der Hersteller allerdings einen anderen Weg, um das Interesse der Kunden zu wecken: Hi-Res-Audio.Denn der PS-HX500, so die Bezeichnung des Plattenspielers, kommt mit einer Ripping-Funktion, die eine Aufnahme der Scheiben im High Resolution Audioformat (entspricht DSD-Qualität) ermöglicht. Hierfür muss der Plattenspieler an einen PC angeschlossen werden, Sony stellt eine entsprechende Software zur Verfügung, die eine einfache Aufnahme und Bearbeitung der Platten ermöglicht.

sony_pshx500

Während die Ripping-Funktion sicher das Sahnehäubchen des PS-HX500 ist, eignet sich dieser natürlich auch für die qualitativ hochwertige Wiedergabe zum direkten Musikgenuss. Der integrierte Phonovorverstärker sorgt dafür, dass man den Plattenspieler auch an einen externen Verstärker anschließen kann, um Musik in Hi-Fi-Qualität wiederzugeben. Laut Sony handelt es sich bei diesem Modell um das erste, das Double-Rate- und Single-Rate-DSD (5,6 MHz/1 Bit, 2,8 MHz/1 Bit) unterstüzt.

Der Plattenteller des PS-HX500 ist aus Aluminiumguss gefertigt, für die Drehung sorgt ein Riemen-Antriebsmotor mit zwei Geschwindigkeiten. der 30 mm starke Sockel und eine neu entwickelte 5 mm Kautschukmatte sorgen zusammen mit den isolierenden Füßen für entsprechende Vibrationsarmheit. Der Tonarm ist ebenfalls so gestaltet, dass Resonanzen minimiert werden und sorgt somit für einen klareren Sound.

Ab Mai wird der SP-HX500 voraussichtlich verfügbar sein, dann zu einem Preis von 499 Euro auf den Markt kommen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

9 Kommentare

  1. Hui. Ich habe leider nicht viel Erfahrung mit Plattenspielern / Vinyl, allerdings gefällt mir der Ansatz … und schick ist er allemal!

  2. Angenommen, das Gerät wird direkt an einen Verstärker angeschlossen, was dank integriertem (Vor-?)Verstärker ja möglich ist:
    – Wird dann tatsächlich das analoge Signal, mit angehobenen Bässen an den externen Verstärker weitergereicht?
    – Oder läuft das Signal immer über den internen Digitalisierer und geht von dort an den externen Ausgang?

    Bei ersterem hätte man wohl noch den analogen Vinyl-Genuss
    Bei letzterem wäre es ja irgendwie lustig – man würde dann quasi eine Echtzeit-Digitalisierung hören 🙂

    …nicht dass ich den Unterschied hören könnte… ich mein nur so 🙂

  3. Matrickser says:

    Kurz gesagt, für den Preis kann dieser Plattenspieler keinen Blumentopf gegenüber den Spielern aus den Ende 70er/Anfang der 80er gewinnen. Jeder Schallplattenspieler dieser Preisklasse ist denen aus dieser besagten Epoche total unterlegen. Allein schon der integrierte Phonovorverstärker wird keinen echten Musikgenuss herauszaubern können, wenn man sich den Endpreis ins Gedächtnis ruft – irgendwo muss gespart werden. Zudem besitzt dieser nur einen Riemenantrieb und keinen Direktantrieb.
    Jeder der vor hat, sich einen Plattenspieler anzuschaffen, sollte sich eher ein Gebrauchtgerät aus dem oben genannten Zeitraum zulegen, diese sind erstes preiswerter und zudem qualitativ besser. Damals war ein Plattenspieler ein Massenprodukt und es wurde viel Entwicklung hineingesteckt, zudem musste man sich auch gegenüber der aufkommenden CD behaupten.

    Und ehrlich gesagt, was soll diese Ripping-Funktion im HighRes-Format? Diese findet doch eh nur auf dem Rechner statt und hat mit dem angeschlossen Plattenspieler nichts zutun.
    Aufnahmen im HighRes-Format kann man mit jedem anderen Spieler auch machen, wenn dieser an den PC angeschlossen wird (entsprechende Adaptionen vorausgesetzt).

  4. Ich bin mal gespannt, wieviel Abgaben die GEMA für das Gerät in Deutschland verlangt.

  5. @Boris Nienke
    Kommt auf die interne Verkabelung an. Ich gehe mal stark davon aus daß Line Out direkt vom Phono Vorverstärker abgeht, vor dem DAC. Du hättest also an der Anlage analog und am Computer (über USB) digital.

    @Matrickser
    Viele High End Plattenspieler hatten/haben Riemenantrieb. Ein elastischer Riemen kann eventuelle Drehzahlschwankungen des Elektromotors ausgleichen. Der Teller dreht dann stoisch seine Runden, vorausgesetzt er ist schwer genug. Manche Cracks bevorzugen das sogar, im Idealfall ist der Antrieb dann aber separat vom Spieler und der Teller wiegt mehrere Kilo.

    Persönlich würde ich ja eher einen guten Plattenspieler ohne Phono Pre-Amp nehmen. Dazu einen guten USB Pre-Amp (NAD PP4 oder Thorens MM 08).

    Es gibt auch heutzutage noch richtig gute Plattenspieler von Rega, Music Hall oder Audio Technica um die 300-400 Euro. Mit dem Audio Technica LP60 hat man sogar unter 100 Euro eine hervorrgende Qualität für die man bei anderen mindestens 300-400 ausgeben muss. Oder halt einen gut erhaltenen Dual aus den frühen 80ern, in Klavierlackoptik :3. Die werden aber immer beliebter und da muss man mittlerweile auch hinblättern.

  6. Sorry, aber DSD von solch einem Plattenspieler macht keinen Sinn. Das wäre in etwa der gleiche Ansatz, wie wenn man den Kopfhörer-Ausgang eines MP3-Players an einen DSD-Wandler anschließt und sagt: damit verbessern wir die Wiedergabequalität. Deswegen wird der Klang dann auch nicht besser, weil die Quelle das schon nicht hergibt. Meines Erachtens ein reiner Marketing-Gag.
    Wie Kalle auch schon geschrieben hat: es gibt gute Kombis, die jetzt nicht die Welt kosten.
    Aber damit’s schon analog so gut klingt, wie DSD es dann zu samplen vermag, müssten schon ein paar Tausender auf den Tisch…

  7. Das DSD besser als PCM klingt hat bis jetzt auch keiner bewiesen. Für mich nicht viel mehr als Marketing, genau wie High-Res Audio und HD Audio.

  8. @Kalle:

    Dieser elastische Riemen verhindert gleichzeitig einen exakten Gleichlauf, da er naturbedingt die Kraft des Motors immer nur verzögert an den Plattenteller wiedergeben kann und dazu kommen noch die sich im Laufe der Zeit ändernden Eigenschaften des Riemens.

    D.h., die einzige Regelelektronik, die (wenn man Glück hat, was bei der Preisklasse leider nicht automatisch der Fall ist) die Drehzahl konstant halten kann, hat überhaupt keine Informationen darüber, wie die tatsächliche Drehzahl des Plattentellers ist.

    Man sein, daß der Riemenantrieb als „High End“ angesehen wird, wirklich professionell ist aber nur der Direktantrieb, und der wird/wurde ab den 70ern als einziger Antrieb im professionellen Umfeld eingesetzt. Über die Bohrtürme mit Schnürsenkelantrieb hätte man sich seinerzeit dort kaputtgelacht.

  9. Das Gerät sieht wirklch klasse aus. Mir gefällt das minimalistische Design. Ich werde es auf jeden Fall mal im Einzelhandel näher betrachten. Vielen Dank für den interessanten Beitrag.