Gestern hatte Sony recht kurzfristig angekündigt, dass Mark Cerny, der leitende System-Architekt der PlayStation 5, heute über die Next-Generation-Konsole plaudern würde. Ursprünglich hatte man ja schon damit gerechnet, dass die Japaner Ende Februar über die PS5 plaudern würden. Stattdessen schwieg der Hersteller aber, was Microsoft ausnutzte, um besonders Anfang der Woche deftig Rummel um die Xbox Series X zu betreiben. Zu letzterer kennen wir deshalb nicht nur die massive Grafikleistung von 12 TFLOPS, sondern auch alle restlichen Specs. Heute ist Sony dann am Zug gewesen.
Viel Offizielles hatte es bisher ja nicht zur PlayStation 5 gegeben. Da ist Microsoft im direkten Vergleich also eine regelrechte Plaudertasche gewesen. Nun standen die Japaner aber wohl zu sehr unter Druck, man wollte den Redmondern das Feld nicht völlig überlassen. Also führte man angesichts des Coronavirus eine Online-Präsentation durch und verriet endlich mehr zur PS5, als ein läppisches Logo.
Auch vorher wussten wir schon, dass die PlayStation 5 abwärtskompatibel zur PS4 sein würde. Dazu ist Sony nun noch einmal ins Detail gegangen. Immerhin hat Microsoft da ja auch deftig vorgelegt: Dank Smart Delivery wird es nämlich an der Xbox Series X möglich sein, bereits für die Xbox One gekaufte Spiele in verbesserten Versionen zu spielen.
Wie sieht es denn mit der Leistung aus? 12 TFLOPS hat die Xbox Series X schließlich vorgelegt. Doch will Sony sich überhaupt so direkt mit den Specs messen? Immerhin ließen sich die Japaner da bisher gar nicht drauf ein und verwiesen eher darauf, dass es die Spiele seien, die zählen, nicht allein die schiere Leistung. Ein interessanter Strategiewechsel, wenn man auf den Launch der PS4 zurückblickt. Letztere hatte mehr Leistung als die Xbox One, was Sony natürlich auch gerne genüsslich hervorgehoben hat. Nun denn, reden wir nicht drumherum, hier sind die technischen Daten der PlayStation 5, die Sony heute enthüllt hat:
Sony PlayStation 5 – Offizielle technische Daten
- CPU: 8x Cores Custom Zen 2 CPU, 3,5 GHz, variable
- GPU: 10,28 TFLOPS, GHz Custom RDNA 2 GPU (36 compute units clocked at 2.23GHz)
- Memory: 16 GB GDDR6
- Memory Bandwidth: 449 GB/s
- Internal Storage: Custom NVME SSD 825 GB
- I/O Throughput: 5 GB/s normal, round about 8 – 9 GB/s compressed
- Expandable Storage: NVMe SSD Slot (m2)
- External Storage: USB-HDD-Support
- Optical Drive: 4K UHD Blu-Ray Drive
- Performance Target: 4K @ 60 FPS, Up to 120 FPS
Den Support für Erweiterungs-SSDs wolle man später nach dem Start noch definieren, denn nicht alle werden kompatibel sein, 5,5 GB/s sollen wohl auch eine Voraussetzung sein. Es wird auch Unterstützung für externe USB-Festplatten geben, aber diese langsameren Platten sind hauptsächlich für kompatible PS4-Spiele gedacht. Man könne aber auch PS5-Spiele auslagern. Die PS5 wird auch ein 4K-Blu-ray-Laufwerk haben und weiterhin Discs unterstützen, aber diese Spiele müssen weiterhin auf der internen SSD installiert werden.
Als flotter Vergleich: Rein technisch hat die Xbox Serie X auf den ersten Blick ein Mehr zu bieten. Aber ob das ausreicht? Etwas tiefer eintauchen kann man auch bei Eurogamer, da gab es wohl ein Vorab-Briefing. Bei neuen Entwicklungen geben wir noch einmal Bescheid.
