Sony Music entfernt Musik von bekannten Künstlern bei SoundCloud, weil keine Einnahmen kommen

Musikstreaming-Dienste haben es diese Tage schwer, sei es durch Konkurrenz oder durch die Label, die ihre Musik lizenziert sehen möchten. SoundCloud schloss im November 2014 eine Partnerschaft mit Warner Music, kündigte für 2015 auch ein Abo-Modell an, um das werbefinanzierte Angebot zu ergänzen. SoundCloud sorgt für eine weite Verbreitung von Musik und kann so auch den Bekanntheitsgrad einzelner Künstler steigern. Das scheint aber nicht allen genug zu sein, Sony Music und Columbia Records haben nun die Musik von einigen Künstlern bei SoundCloud entfernt.

Soundcloud

Adele, Hozier, Miguel, Kelly Clarkson, Passion Pit, Leon Bridges und MS MR, alle nicht mehr bei SoundCloud vertreten. Der Grund dafür? Stockende Verhandlungen bezüglich der Monetarisierung, wie ein der Sache Nahestehender Billboard verraten hat. SoundCloud hat im Monat 350 Millionen Nutzer, kann diese jedoch nicht für die Künstler zu barer Münze machen.

Ironie des Schicksals: SoundCloud sorgte bereits dafür, dass große Labels überhaupt erst auf manche Künstler aufmerksam wurden, so auch im Fall von Leon Bridges. SoundCloud ist ein gutes Modell um Aufmerksamkeit zu erhalten, aber ein nicht so gutes, wenn es darum geht, als Künstler mit dem Dienst Geld zu verdienen.

In einem Statement sagt SoundCloud, dass man weiterhin in Verhandlungen mit verschiedenen Partnern sei. Auch verweist man darauf, dass man bereits mehr als 2 Millionen Dollar an über 100 Partner ausgezahlt habe, seit man die Struktur Ende letzten Jahres geändert hat.

Aber es gibt auch Positives für SoundCloud. So wurde nach langen Streitigkeiten eine Einigung mit der NMPA (National Music Publishers‘ Association) erzielt, von der beide Seiten profitieren sollen. Steigen die Einnahmen von SoundCloud, steigen auch die Einnahmen der Künstler. Eine Win-Win-Situation, wie SoundCloud sie sich bestimmt auch von anderen Partnern wünscht.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

12 Kommentare

  1. lentille says:

    Was für ein „Zufall“. Gerade wurde ja bekannt, dass Apple Musiklabel wie Universal unter Druck gesetzt und Geld angeboten hat, wenn sie ihre Musik von werbefinanzierten Anbietern wie YouTube oder Spotify abziehen. Das US-Justizministerium und die EU-Kommission ermitteln bereits gegen Apple wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens. So macht man die Mitbewerber kaputt.

  2. @lentille:
    ist ja nicht so, dass das in der branche nicht normal ist (Film, Bücher, Games) und ist nicht so, dass google und apple das nicht vorher auch schon gemacht haben.

  3. @mini – vergiss es, bei lentille fällt das eher unter den Bereich Zwangsstörung/OCD und wird durch den Begriff „Apple“ ausgelöst

  4. @mini
    Nur weil Apple es selbst oder andere schon vorher gemacht haben, wird das Verhalten dadurch nicht gerechtfertigt.

  5. @zhet
    Deswegen habe ich schon erahnt Asperger Syndrom.

  6. Es ist erwiesen, dass die größten Soziopathen bei allen anderen Zwangsstörungen und sonstiges erkennen, nur nicht bei sich (und dabei noch gerne über Menschen mit Behinderungen lästern).

    Ebenso ist es erwiesen, dass die größten geistigen Vollkoffer, gerade ihren eigenen geistigen Dünnschiss nicht erkennen, aber die Argumente anderer damit kontern, dass diese besser vorher studieren gehen sollten.

    Na, merkste was, Mäxle?

  7. @Dori
    Merkst du was? Fast alle hatten keine Argumente. Immer nur scheiß Apple. Also ausreden.
    Habe immer gefragt warum die extrem Hörer nicht zahlen wollen. Gab nie Antwort. Wenn man nicht studiert verdient man nicht viel. Und studierten sind auch schlau. Kann nicht jeder schaffen. Geh bitte studieren. Dann kannst auch mit 14 Jährigen diskutieren. Sonst schlage ich dir deine Spucke weg.

  8. Haha, da du hier so schön vorführst, wie der typische Apple-Verteidiger so drauf ist, hau ich dir Troll zum Abschluss noch einen weiteren Fisch um die Ohren *klatsch*

    Lass ihn dir schmecken, denn wenn dein Ablauf „schlau > studieren > viel verdienen“ so stimmen sollte, kannst du jede Zuwendung gut gebrauchen (und nein, Alter ist keine Ausrede für Dummheit und schlechtes Benehmen).

  9. Sehr geil. Sollen die Majors wieder von Soundcloud verschwinden. Trittbrettfahrer. Das coole Zeug bleibt da. War ja vorher auch schon dort.

  10. @Dori
    Bin kein Apple Verteidiger. Bin ein Android Nutzer. Schau nochmal ganz genau bei den Beitrag nach. Ich habe geschrieben, wieso die arme Schweine nicht zahlen wollen, trotz Lohnerhöhung in Deutschland usw… Es gab immer wieder ausweich Kommentare wie Apple ist fak, oder wollte nie antworten. Ich musst dir nichts beibringen, du musst es für dich tuen. Macht Studium, wirst merken wie man schlauer werden kann. Dummheit kommt meist von arme Schweine 😉

  11. @Max14
    Wer hat dich bloß ins Internet gelassen? Gehaltserhöhungen? Wo? Ja, bei der Deutschen Bahn eventuell in nächster Zeit. Das dürfte aber auch nur gerade so der Inflation entgegen wirken. Und schon von Siemens gehört? 2.000 Jobs sollen in Deutschland (4.000 weltweit) wegfallen. Warum? Sparkurs. Weißt du wie börsennotierte Unternehmen am einfachsten den Wert ihrer Aktie steigern können? Durch Lohnsenkungen. Auch Personalabbau genannt.
    Abschließend noch zwei ernst gemeinte Fragen: Bist du Legastheniker? Welche Sprache ist deine Muttersprache?

  12. Musik (a la Soundcloud) ist Werbung weil das hören da selber keinen wirklichen Luxus bietet. Für Snippeds und Remixe wäre Soundcloud doch perfekt…

    Ein Fan kauft Musik als Medium oder bezahlt anders den Künstler (Konzerte, Merch…) – jeder Künstler muss selber wissen wie er die Fans dazu überzeugt