Sonos Smart Speaker S13 taucht auf

Eigentlich hatte ich ja nicht dran geglaubt, aber offensichtlich könnte Sonos, der Anbieter von Multiroom-Lautsprechern, in der nächsten Zeit einen Smart Speaker auf den Markt bringen. Dieser hört intern auf die Modellnummer S13 und die entsprechenden Unterlagen sind mittlerweile bei der amerikanischen Federal Communications Commission (eine unabhängige Kommission, die Rundfunkwege, Satellit und Kabel regelt) aufgeschlagen. Da fanden sich schon seit längerem zum Thema S15, was eine erneuerte ConnectAMP sein könnte, interessant dürfte aber tatsächlich die Sonos S13 sein.

FCC-Beschreibung

The EUT is 802.11 a/b/g/n (HT20) Client Device. Product model S13 is a high-performance all-in-one wireless smart speaker and part of Sonos’ home sound system. S13 adds integrated voice control functionality with far field microphones. Moreover, the device will support multiple voice platforms and music services, allowing customers to effortlessly control their music on Sonos.

Hierbei handelt es sich um ein Gerät, welches auch über ein Mikrofon verfügt. Sonos sagte ja mal aus, dass man für alle Anbieter offen sein wolle, was natürlich bedeutet, dass da vielleicht etwas mit Amazon-Alexa- oder Google-Home-Anbindung kommt. Ersteres ist ja bereits beschlossene Sache, der entsprechende Skill im Betatest und das Softwareupdate nebst geänderten Bestimmungen ist ja auch bereits beim Nutzer abgekommen.

Was der neue Lautsprecher mit seiner “integrated voice control functionality” nun genau kann, ist bisher fraglich. Er soll eine via Touch bedienbare Oberfläche haben, wie der Play:5 – vielleicht hebt man den Play:3 ja auch funktionell und optisch auf dieses Level. Man darf davon ausgehen, dass der neue Sonos-Lautsprecher sich sicherlich handfrei bedienen lässt, man also keinen Knopf für Sprachbefehle drücken muss. Das wäre ja albern, ist bei manchen Anbietern aber verbreitet.

Mal schauen, was da kommt. Bezüglich der Tatsache, dass Echo bald MUltiroom-Unterstützung bekommt, dürfte Sonos da eventuell die Düse gehen. Denn auch Amazon wird da nicht locker lassen und wahrscheinlich auch bessere Lautsprecher bauen.

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(via Dave Zatz)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

14 Kommentare

  1. Wir schreiben das Jahr 2017 und Sonos haut ein 802.11 a/b/g/n-Device raus. ac verschlafen? Man wünscht ihnen eigentlich nur das Schlechteste.

  2. Ich würde mal tippen, dass das ein neuer Play:1 ist. Die Skizze deutet doch eher auf auf dessen Form hin.

    Hinsichtlich des WIFI. Nunja, was will man mit AC in diesem Umfeld? Die Reichweite im 2,4GHz Netz ist höher als die im 5er. Die Geschwindigkeit von AC braucht man hier nicht. Daher ist das nicht wiklich „verschlafen“.

  3. @Ben: Seh ich anders, weil 2,4GHz mittlerweile anfälliger für Interferenzen ist, da so viel in dem Band funkt. Und dann stell dir noch eine zentrale Wohnung in einem Mietshaus vor. Der Horror. Das Problem hatte ich persönlich mit SonosNet. Ständige Verbindungsabbrüche und Router lief zwangsweise im limitierenden Legacy-Mode, obwohl Sonos die letzten Geräte waren, die noch im a+b+g liefen. Seit einer via LAN dran hängt, hat sich das zwar erledigt, aber mit diesem Bill Gates-Mindset (640K ought to be enough for anybody.) schadet man der Innovation. Schließlich kann, wer will, auch mit einem ac-Modul im n-Modus gefunkt werden. My 2 cents.

  4. Ich fände es schon praktisch, wenn man per Sprachbefehl Playlisten oder Radios starten und stoppen könnte.

  5. @Marcel Vieles davon geht ja schon via pfiffiger node.js/Echo-Skill: https://github.com/rgraciano/echo-sonos Nur der Aufwand ist natürlich nicht jedermanns Sache. Alternativ kann man die URLs from node.js-Server auch über Tasker/AutoVoice-Skill aufrufen, dann muss der Server nicht exponiert werden.

  6. Die 2,4GHz laufen meist nur mit 20MHz Bandbreite, da kommt effektiv also nicht mehr soviel an und muss sich das mit einer großen Anzahl von anderen älteren Geräten Teilen.

  7. @Daniel Danke für den Tipp. Da müsste ich mich aber erst mal einarbeiten 🙂

  8. @Daniel Du schreibst, dass deine Probleme weg sind, seitdem du einen per LAN angeschlossen hast. Also hast du vorher das WLAN deines Routers verwendet und eben nicht nur SonosNet. Die Probleme lagen also an deinem Router, was auch normal ist, weil die wenigsten Heimrouter ohne Latenzen durchgehend ein Signal von A nach B bekommen, da es keine QoS Regel für Sonos gibt. Und genau das ist bei SonosNet die Basis bzw da läuft ja nur Sonos Traffic drüber und deswegen funktioniert es auch so gut (im Gegensatz zu anderen Systemen). Also wenn Sonos, dann immer nur mit LAN Verbindung. Noch besser alle mit LAN verbinden. Dann kann man sogar Strom sparen.

  9. Zum letzten Absatz im Artikel: Sonos geht nur die Düse weil sie keine Sprachsteuerung haben/hatten. Aber sicher nicht weil bald Multiroom von Amazon oder Google kommt. Wer das behauptet, versteht nicht die Sonos Technologie. Ohne ein mit SonosNet vergleichbares System können mehrere Lautsprecher niemals synchron laufen. Hört man z.b. mit Sonos Radio. Dann zieht der sich einen einzigen Stream und verteilt diesen über das SonosNet. Bei Amazon müsste jeder der 6 Lautsprecher (bei mir Küche+Essen+Wohnen) einen eigenen Stream laden. Es ist quasi unmöglich die störungsfrei auf die Millisekunden zu synchronisieren, aber schon die Heimrouter würden das gar nicht erst gebacken bekommen. Bei so vielen parallelen Streams kacken die einfach ab oder es kommt eben zu ständigen Latenzproblemen.

    Übrigens finde ich es daher auch eine Frechheit, wenn die „Fachpresse“ 1 bis 2 Heos, Raumfeld oder MusicCast Lautsprecher zum Testen erhalten und dann im Grunde nur den Klang testen können, vermutlich noch per Bluetooth. Die Qualität der Technologie erkennt man nämlich erst, wenn man richtiges Multiroom macht.

  10. „Die Geschwindigkeit von AC braucht man hier nicht.“ (@ben)

    @ben: Sorry, das wird OffTopic. Der (zu geringe) Datendurchsatz ist einer der Gründe, warum das 5.1-System von Sonos zwar Dolby Digital 5.1 aber kein DTS unterstützt. SONOS bekommt die nötige Datenmenge nicht zuverlässig schnell genug auf die Surround-Speaker, ohne dass es „hängen“ würde.
    Ein Home-Cinema-System in diesem Preissegment zu vermarkten, aber dabei keine DTS-Unterstützung anzubieten könnten man IMHO schon als „verschlafen“ bezeichnen 😉

  11. @Karsten
    Das ist nicht der Grund. Sowohl DD als auch DTS verfügen über einen komprimierten „Kernstream“. Das ist auch er einzige, den man über Toslink wegen der mangelhaften Bandbreite übertragen kann:
    https://en.wikipedia.org/wiki/TOSLINK
    „or compressed 5.1/7.1 surround sound such as Dolby Digital Plus or DTS-HD High Resolution Audio“

    Allerdings gibt es kaum Fernseher, die DTS auf Toslink durchschleifen, weshalb auch jeder sagt, dass hier auf HDMI gesetzt werden muss. Der HDMI ARC liefert das Signal auch auf einem separaten HDMI Port raus und damit könnte man problemlos die „Playbar 2“ befeuern.

    Dass das SonosNet mit der Bandbreite nicht klar kommt, glaube ich auch nicht. Sonos nutzt für das 5.1 Setup 5 Ghz nicht wegen der Bandbreite, sondern weil es weniger anfällig für Latenzen ist und beim TV-Signal ist Buffering nicht möglich. Dadurch haben wir dann aber gerade mal 2 Streams für hinten und 1 Low-Pass Stream für den Sub, die völlig exklusiv auf 5 Ghz laufen.

    Nun nehmen wir DTS-HD Master Audio, das max. 24.5 Mbit/s für insgesamt 6 Kanäle nutzt. Rechnen wir großzügig, weil der Sub bestimmt nicht so viel Bandbreite braucht, sprechen wir von gerade mal 5 Mbit/s pro Stream, also 15 Mbit/s, die die Playbar über 5 Ghz verteilen muss. Das ist ja wohl über jeden WLAN Standard zu schaffen. Und sollte es doch zu Engpässen kommen, muss man die Playbar 2 eben mit 3 WLAN Modulen ausstatten. Bei den Preisen interessiert sich doch echt keiner, ob die Playbar noch mal 100 € teurer wird.

    Aber wie gesagt geht auch der komprimierte Kernstream. Der ist wegen der Abwärtskompatibilität immer vorhanden und den nutzt Sonos ja bereits bei DD und bei DTS liegt der gerade mal bei 1,5 Mbit/s für alle 6 Kanäle:
    https://en.wikipedia.org/wiki/DTS_(sound_system)
    „All Blu-ray players can decode the DTS „core“ resolution soundtrack at 1.5 Mbit/s“

    Bandbreite kann also nicht der Grund sein. Stattdessen hat Sonos gesagt, dass DTS nicht so verbreitet sei und damit den Top 10 Kundenwunsch überhaupt, einfach mal eben abgeschmettert:
    https://web.archive.org/web/20140416024550/https://ask.sonos.com/sonos/topics/please_add_support_for_dts_for_the_sonos_playbar
    „Today, very few TVs pass a DTS-encoded audio stream through their optical output. Instead, the TV or source device converts the audio signal automatically to PCM, which PLAYBAR supports. This is how PLAYBAR plays DTS-encoded Blu-rays.

    We are committed to supporting the existing and future ecosystem of streaming video services. Currently, popular streaming services do not use DTS and most use Dolby Digital encoding, which PLAYBAR supports.“

  12. @Mark Danke für diese Detailtiefe, ich wurde in der Sonos-Community mit dem Argument Bandbreite abgeschmettert.

  13. Für mich ist Sonos eh sowas von out, nach der letzten Aktion mit den AGBs gibt es nichtmal den Hauch einer Chance, dass ich mir Geräte davon holen werde.

    Denon Heos sind dazu sowieso viel besser, den einzigen Vorteil den Sonos hatte war, dass man die Boxen mittels Smart Home als Ausgabe benutzen konnte, wie zB „Rauch in der Küche“ … , wird jetzt halt anders gelöst.

  14. Hi Caschy, wie stellst Du Dir denn Deine musikalische Zukunft so vor? Bist ja auch auf Sonos unterwegs und ich glaube auch ganz zufrieden. Bzgl. Sound fehlt es Amazon-Alexa und Google sicher noch.
    Ich hoffe zumindest mein zuletzt erworbener 5er ist dank der angeblich bereits eingebauten Micros bereits fit genug.

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