Sonos: S2-App, Dolby Atmos und High-Res-Audio

Sonos hat mit der Arc-Soundbar (hier unser Test), dem neuen Sub und dem Nachfolger der Play:5 – der Sonos Five – neue Produkte vorgestellt, die nicht nur mit aktualisierter Hardware aufwarten, sondern auch auf eine gänzlich neue Plattform setzen. Sonos nennt das Ganze S2 und kann damit unter anderem Dinge wie Dolby Atmos und höhere Bandbreiten ermöglichen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Es gibt ein paar Dinge zu erwähnen, die vielleicht auch für euch nicht ganz uninteressant sind.

Hochauflösendes Audio?

Fangen wir bei der höheren Bandbreite an. Mit S2 kann nun 24-Bit-Audio abgespielt werden mit maximal 44 KHz. Hört sich gut an (obwohl auch S1 schon 24-Bit/48 KHz unterstützte), doch das zieht zum Beispiel nicht, wenn ihr ein High-Res-Abo bei Tidal und euren Account mit eurem Sonos-System verbunden habt. Aktuell wird nur Playback von lokalen Ressourcen unterstützt, das heißt etwa von einem NAS (nur SMB1 – SMB2/3 geht immer noch nicht) oder einer Datei direkt auf eurem Laptop oder mobilen Gerät. Echtes High-Res mit 24-Bit/192 KHz geht (noch) nicht. Auch wenn ihr Dateien mit mehr als 44 KHz abspielen wollt, wird euch das euer Sonos-System nicht abnehmen, da es exakt diese Frequenz haben möchte.

Die Sache mit Dolby Atmos

Weiter geht es mit Dolby Atmos, denn auch das unterstützt die S2-Plattform – und mit der Arc hat man auch ein kompatibles Gerät im Programm. Nur leider ist es auch hier nicht so einfach, wie man vielleicht vermuten möchte. Während die Arc selbstverständlich Atmos von Zuspielern und TV annimmt, verträgt es sich noch nicht mit kompatiblen Streaming-Services. Tidal hat beispielsweise eine Menge Content mit Dolby Atmos im Angebot und kann mit dem Sonos-System verbunden werden. Die Annahme wäre: Suche in der Sonos-App nach Atmos, nutze Tidal als Streaming-Service, streame Musik und erfreue dich an Atmos-Inhalten. Leider nicht, denn aus der App heraus wird das Ganze nicht unterstützt. Auch hier muss es einen Zuspieler geben. Ich habe das Ganze mit dem Apple-TV-getestet, der eine Tidal-App hat und siehe da: Dolby Atmos wird korrekt von der Arc wiedergegeben.

Steuerelemente auf dem Sperrbildschirm (iOS)

Seid ihr mit einem iOS-Gerät unterwegs und vermisst die Steuerelemente auf dem Sperrbildschirm, obwohl ihr das Ganze unter Einstellungen > App-Einstellungen aktiviert habt? Das liegt daran, dass die App die Steuerung unter bestimmten Umständen gar nicht anzeigt. Sonos erklärt das Verhalten auf einer Hilfe-Seite und sagt dazu folgendes:

In den folgenden Fällen wird die Sperrbildschirm-Steuerung nicht angezeigt:

  • Ein AirPlay-fähiges Gerät (nicht von Sonos) ist vorhanden.
    • Schalte die AirPlay-Funktion für alle AirPlay-Endpunkte von Drittanbietern aus, um bei der Verwendung von Sonos die Steuerung im Sperrbildschirm anzuzeigen.
  • Eine weitere App auf dem Gerät spielt Musik oder Videos ab.
  • Während der Verbindung mit einem Bluetooth-Audiogerät.
  • VoiceOver ist aktiviert.
  • Ein Kopfhörer ist an das iOS-Gerät angeschlossen.

Wollt ihr dennoch unbedingt die Steuerelemente auf dem Sperrbildschirm sehen, lege ich euch folgende Apps ans Herz, die aber etwas Geld kosten: Sono+ und SonoControls.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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5 Kommentare

  1. Würde ich mir für den Preis nicht antun wollen

  2. War mal gut und jetzt irgendwie nur gekasper. Hatte ich auch schon eine Zeit lang mit meinen alten Sonos bemerkt. Dann gingen wieder irgendwelche Dienste nicht. Oder ein Lautsprecher hat sich im Stereoverbund verabschiedet usw. Aber natürlich war immer das eigene Netzwerk schuld. Komisch nur, das es dann irgendwann ging, ohne dass etwas am Netzwerk geändert wurde….

  3. Wolfgang Höhne says:

    „Echtes High-Res mit 24-Bit/192 KHz geht (noch) nicht.“ > wird auch nie im 2.4 GHz Mesh gehen.

  4. Wobei für High-Res die Bittiefe , also die Genauigkeit der Dynamik-Auflösung m. E. wichtiger ist als die Abtastrate gleich höchste übertragbare Audio-Frequenz. Die wenigsten erwachsenen menschen dürften 18 oder gar 20 kHz noch hören. quantisierungsfehler durch nur 16 statt 24 Bit Wortbreite sind m. e. der wichtigere punkt den High-Res überwinden hilft.

  5. Was mir im Beitrag fehlt, ist die Info, für wen die App interessant sein dürfte: Nur für Kunden mit den neuen Produkten oder auf für die, mit „alten“ Geräten (z.B. Sonos One).

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