Solidarität?

Wow, die viele Blogger bekennen Flagge und wollen am 4.ten Oktober nicht bloggen – sondern nur ne Burma Flagge zeigen. Klasse! Oder? Wieviel Tage dürfte man nicht bloggen, wenn man auf jeden Krisenherd, jede Diktatur o.ä. aufmerksam machen würde? Einfach mal wertfrei reflektieren…

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

9 Kommentare

  1. So viele Tage hat das Jahr nicht, wie man da bräuchte…

  2. Schwachsinn sowas, genauso schwachsinnig wie so Tage wo „jeder“ den PC ausmacht. Man könnte auch einen Tag lang nix essen, legt aber trotzdem keinen „nofood day“ ein.

  3. Trifft bisher meine Meinung =)

  4. meine auch 🙂
    was bringt sowas?
    es gibt bessere wege auf probleme aufmerksam zu machen und für sowas zu sensibilisieren…
    nene, ich hoffe von dir auch an dem tag ein tolles programm vorgestellt zu bekommen 🙂

  5. Der Grundgedanke dahinter ist ja recht löblich, aber es hilft den Leuten in Burma / Myanmar nicht wirklich. Mich wundert eh, wieso jetzt alle auf den Zug Burma / Myanmar aufspringen, wo es woanders auch schlimm hoch her geht, ich sage da nur Darfur!
    Und Aufmerksam muß man die Menschheit auf die Situation vor Ort auch nicht mehr machen, denn dafür haben schon sämtliche Medien gesorgt.
    Besser ist es, sich vor der Botschaft von Burma / Myanmar oder gar China zu versammeln und dort still zu protestieren.

  6. oh mann! fadenscheinige rohrkrepierer links alternative hippie aktion! zigtausend kilometer entfernte kacker interessieren irgendwelche volksreporter aka blogger mehr als die scheisse die im eigenen land abgeht. ich kann garnicht soviel fressen wie ich kotzen möchte.

  7. und jetzt mal ohne Neid says:

    Auch ich möchte kotzen – aber nicht wegen der Aktion sondern weil ich die ignoranten und selbstgerechten Kommentare hier lese.

    Muss denn wirklich bei jeder lobenswerten Aktion jemand angelaufen kommen und sie relativieren?

    „Das ist doch alles Schwachsinn, da gibt’s doch bessere Wege“ (AndiBerlin hat immerhin einen vorgeschlagen den er besser findet– dazu hat’s bei allen anderen leider nicht gereicht)

    „Wer hat den größten Schwanz“ bzw. „gibt’s nicht vielleicht irgendwo noch was schlimmeres auf der Welt?“ „Wieso denn gerade Burma?“ „Wieso denn nicht Sudan?“ „Oder Somalia?“ Und wieso denn überhaupt nicht erstmal „die scheisse die im eigenen land abgeht“ (was auch immer das jetzt sein mag – mich erinnert so ein dumpf-ignorantes Totschlagsargument jedenfalls an die „erst Deutschland, dann Europa!“ Wahlplakate der DVU, die ich vor Jahren reihenweise neutralisiert habe)??? A propos Totschlag, sehr geehrter Stoiberjugend wants Edmund for Bundespresidente: Die „kacker“ werden von Polizei und Armee zu Dutzenden totgeschlagen und/oder erschossen. Das tut auch dann sehr weh, wenn es „zigtausend kilometer“ weit weg stattfindet.

    Auch wenn es hier niemanden interessieren wird bzw. jeder ja schon alles weiß weil ja „sämtliche Medien auf den Zug aufgesprungen“ sind (sämtliche Medien? Auch Super Illu, Bravo, Bild der Frau etc? Scheinbar, denn AndiBerlin wird schon wissen was er schreibt…):
    Die „zigtausend Kilometer“ sind etwa 9.000 wenn man den kürzesten Weg fliegt (wusstet ihr natürlich schon) und die „kacker“ sind ein Volk von etwa 55 Millionen. Eigentlich sind es mehrere Völker aber ich langweile euch nur ungern mit Details– schließlich stellt „nene wieder ein tolles Programm vor“ und dann ist da ja auch noch die scheisse die im eigenen land abgeht…
    Diese 55 Millionen „kacker“ –man könnte auch Menschen dazu sagen- leben seit 45 Jahren unter einer skrupellosen Willkürherrschaft und haben bereits einen vergeblichen Aufstand hinter sich. Natürlich wusstet ihr auch das – ihr erinnert euch an den 8.8.88 und die über 1.000 Toten als ob es gestern gewesen wäre – schließlich berichten ja sämtliche auf den Zug aufgesprungenen Medien seitdem die ganze Zeit über nichts anderes. Man hat ja vor lauter toten kackern die scheisse die im eigenen land abgeht nicht mehr gesehen.

    Und a propos nicht gesehen: AndiBerlin, sehr guter Vorschlag mit der Demo vor der Botschaft – ich war schon mehrfach da, habe dich aber nie gesehen…

    Zusammenfassend: Nein, einen Tag lang nicht zu bloggen wird für sich genommen den Menschen in Burma kein Stück weiterhelfen. Auch scheint bei vielen Blog-Konsumenten Hopfen und Malz verloren zu sein (Beweisstücke A bis C sh. oben) wenn es darum geht, sich etwas tiefgehender über Probleme zu informieren die ein wenig außerhalb des eigenen Tellerrands liegen.
    Aber: der eine oder andere User holt sich wegen so einer Aktion vielleicht doch mal etwas genauere Informationen und lässt sich nicht nur mit den überall (=in sämtlichen Medien) gleichen 30-Sekunden-Berichten füttern. Vielleicht greift jemand AndiBerlins Vorschlag auf und geht zur Botschaft oder zu einem chinesischen Konsulat und vielleicht fällt ja nebenbei auch noch etwas Aufmerksamkeit für Darfur ab (oder auch für die scheisse die im eigenen land abgeht).
    Und sicherlich haben diejenigen, die verkündet haben, es gäbe ja so viele wichtige Probleme um die sich keiner kümmert (AndiBerlin mit Darfur, 3zehnblog mit Somalia, Stoiberjugend wants Edmund for Bundespresidente mit der scheisse die im eigenen land abgeht), den 04.10. genutzt, um ausführlich über diese Brennpunkte zu berichten und Bewusstsein für diese Probleme zu schaffen.