So ganz ohne Bluetooth dürfte es für Huaweis Zukunft düster aussehen

Dass es für Huawei in irgendeiner Form weitergehen wird, dessen bin ich mir sicher. Ob es nun mit dem eigenem Betriebssystem irgendwann etwas wird, müssen wir wohl noch abwarten. Aber nachdem sich ARM, Google, Microsoft und Co. nach und nach von Huawei abwenden, gibt es einen ganz anderen Player, der dem Unternehmen durch seine zukünftig wohl fehlende Zusammenarbeit in Sachen Technologie doch noch „das Genick brechen“ könnte: die Bluetooth Special Interest Group (SIG).

Denn auch hier handelt es sich um eine US-amerikanische gewinnorientierte Gesellschaft, welche durch die Entscheidungen von Trumps Regierung keine Technologien mehr an Huawei verkaufen darf. Das heißt aber im selben Atemzug auch, dass jedes noch so neue Gerät des Unternehmens nicht mehr in der Lage sein könnte, sich mit bestehenden BT-Lösungen zu verbinden, um Daten, Musik und so weiter darüber zu streamen oder auszutauschen.

It (die Bluetooth SIG) holds all the keys to its trademark, closed-source wireless technology. Nobody can build a product with Bluetooth without the blessing of BT SIG, and it requires every product to use the technology to go through its certification program. – Androidpolice

Klar, man könnte einen eigenen Standard entwickeln, der auf Bluetooth basiert und diesen ohne weiteres in China zum Einsatz bringen. Möglicherweise kann sich dieser Standard sogar mit bestehenden BT-Lösungen verbinden. Auf anderen Märkten wird das Unternehmen damit aber nichts mehr werden, das ist sicher.

Androidpolice

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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41 Kommentare

  1. Leute, wann rafft ihr es? Trump kann jeden Amerika-Hasser platt machen. Entweder ihr seid für oder gegen ihn.

    • Wenn China in die Offensive geht wird das wohl nichts mit platt machen. Es wird langsam Zeit, dass ihm mal jemand seine Grenzen aufzeigt…

    • Soll das heißen, Trump reagiert nur auf Hass? von wem denn??
      Aber passen würde es durchaus, weil Trump in Schuljungen-Denken hängen geblieben ist.

    • Ich bin gegen ihn, aber hasse nicht Amerika. Macht er mich jetzt trotzdem „platt“?

    • Ich bin gegen ihn. No matter what.

    • Ich bin für Trump. Man soll die Chinesen in die Schranken weisen. Entweder sie öffnen ihren Markt für die anderen Länder oder sollen sich aus den anderen Ländern zurückziehen. Donny ist der einziger Politiker, der Eier hat. Er zieht einfach durch, was er in seinem Wahlkampf versprochen hat.

      • Black Mac says:

        Genau so ist es. Trump darf von mir aus gerne so weitermachen.

        Wird er auch, denn seine zweite Amtszeit scheint derzeit ungefährdet.

    • Das wird ein Bumerang für Trump mit noch vollkommen unabsehbsren Folgen.

    • Ja, Dumb kann in seiner blinden dummen Wut, noch, jeden platt machen. Nur macht er damit auch die Silicon Valley auch platt denn mittlerweile sind die Hightech Firmen angefangen von Apple mit 20% bis Micron, Quallcomm, Nvidia, Broadcom usw. bis zu 60% vom Umsatz von China abhängig. Es sind zwar nicht seine Wähler und Klientel dort in Kalifornien ansässig aber spätestens wenn die Börse bebt dann merkt er dass dies ein strategischer Fehler war. Obwohl wenn ich drüber nachdenke, wenn dies ihm keiner sagt merkt er das auch nicht.
      Dump ist das beste was Amerika passieren konnte, USA hat so ein Präsident verdient. Hoffentlich kann er weitermachen und die USA weit demontieren.

  2. Ich frag mich wie das so ist mit Patente die frei zugänglich sein müssen, für entsprechende Abgaben. Kann man das auch ohne weiteres so mir nix dir nix von nem Trumpeltier unterbinden? Es gibt internationale Verträge, dagegen darf auch der Honk nix machen, bzw bringt doch nix, oder seh ich dies falsch? Und fangt bitte nicht an mit „ein Verrückter darf alles“ scheiß, das das ein Vollidiot ist mit samt komplettem weißem Haus ist klar und das die Amis ihn dermaßen verdienen wie sie ihn gewählt haben ist auch klar. Darum gehts aber nicht.

    • Den Amis geht es gut mit Trump. Das Durchschnittseinkommen ist gestiegen, die Arbeitslosigkeit niedrig und die Wirtschaft boomt.

      • Hi Tom , „Den Amis geht es gut mit Trump. Das Durchschnittseinkommen ist gestiegen, die Arbeitslosigkeit niedrig und die Wirtschaft boomt.“ das war nach dem sich die nazis hier etabliert hatten auch so . Staatsinvestitionen in Aufrüstung , Infrastruktur, Forschung und Vo. sorgten für einen Wirtschaftsaufschwung. KdF „Kraft durch Freude“ Urlaubsverschickungen und das Inausichtstellen des KdF-Autos , später als Käfer bekannt , für alle – man konnte eine Art Sparmarken erwerben – machten die Leute in den ersten jahren der nS-Diktatur blind für die dinge die da auch geschahen. Wenn dann ein nachbar „abgeholt“ wurde , guckte man eben weg. Oder wenn der GröFaZ vor dem Reichstag internationale Abkommen zerriß. Auch er und seine Gefolgsleute wollten „Deutschland wieder groß machen“. und erste Scheinerfolge blendeten die Leute … bis dann alles kurz und klein war anstatt groß. Wer mal ein Geschichtsbuch in die hand nimmt erkennt erschreckende parallelen – leider auch im Verhalten der Staatsbürger…

    • Konstantin says:

      Was für internationale Verträge sollen das sein? Amerikanische Unternehmen dürfen Geschäfte machen mit denen sie wollen. Warum Honk? China verbietet ausländischen IT Firmen den zugang zum chinesischen Markt. Auch dürfen ausländische Firmen nicht ohne einen chinesischen Partner Geschäfte in China machen. Warum soll das Vorgehen von Trump dann so schlimm sein?

  3. …schon irgendwie bedenklich wie Abhängig die Technik bzw. wir mittlerweile von solch doch so trivialen Dingen sind…

  4. Ein Grund mehr, für offene Software, wie auch Hardware zu sorgen. Wenn wenigstens Europa diesen Weg gehen würde, aber mit der auch hier sich ausbreitenden Seuche des Nationalismus wird das nichts…

    • Ich bin auch geschockt, wie abhängig wir überall sind. Noch ein Grund mehr, möglichst unabhängig zu bleiben.

      Aber ich sehe die Gefahr, dass das nicht pro Open-Source umschwenkt sondern die Not-Invented-Here-Armee stärkt.

  5. Huawei-Handies sind mir relativ schnuppe. Ich frage mich, wie die Telekom das überstehen will, deren Speedports vielfach Huawei-Geräte sind und in deren Rechenzentren (aka Deutschland-Cloud) massenweise Huawei Server und Storage-Systeme laufen. Nachdem man auch Fujitsu letztlich in chinesische Arme (Lenovo, denen schon seit einiger Zeit die IBM- und Motorola-Hardware gehört) ) getrieben hat, bleibt ja fast nur noch HP, wobei deren tschechische Fertigung auch von einem Chinesen, nämlich Foxconn, betrieben wird.

  6. Ich bin gespannt, ob die 90 Tage Frist ähnlich wie der Brexit immer weiter verlängert wird oder ob es Unternehmen schaffen werden, die erforderlichen Lizenzen zu beantragen.
    Sollte Trump Huawei und den anderen Unternehmen tatsächlich so einen Schlag versetzen, wird das nicht unbeantwortet bleiben. Das wahrscheinlichste ist, dass China die Produktion für amerikanische Unternehmen einstellt, also für Apple und wahrscheinlich jeden anderen Tech Konzern. Die iPhone Produktion dürfte davon massiv beeinflusst werden.

    Dann wird Trump wieder rum heulen, wie gemein China ist und wahrscheinlich wird dann alles unter einem Vorwand zurück gedreht…

    • Genau das befürchte ich auch, also die Konsequenzen. Eventuell werden sie Intel und AMD erstmal nicht betreffen, da China PCs braucht und es passender klingt, wenn man im gleichen Zug nur Gegenmaßnahmen in der gleichen Sparte ergreift.
      Aber wie auch immer, die Gefahr der Skalation ist groß, mittlerweile habe ich sogar Sorge, daß der kalte Krieg im Vergleich zu dee Zukunft sogar noch stabil war.

      • Intel und AMD müssen sich genauso an Trumps Dekret halten. Android und die Smartphones von Huawei sind aktuell lediglich im Fokus, da das der Kassenschlager ist. Huwaei produziert aber auch Laptops etc. Die werden dann auch nicht mehr möglich sein. Microsoft hat ja auch schon die Zusammenarbeit eingestellt.

        Allerdings hat China mittlerweile auch eigene Prozessor Hersteller, die gar nicht mal sooo weit von Intel und AMD weg sind, was Performance angeht. Die x86 Lizenz dürfte zwar problematisch sein, weil die auch aus den USA kommt, aber ich denke, da pfeift China zur Not drauf. Wäre ja nicht das erste Mal, dass sie Technik kopieren.

        • Ja, d.h. sie dürfen nicht mit Huawei verhandeln. Aber es gibt noch andere Firmen, mit denen sie verhandeln dürfen. Um das nicht zu gefährden, könnte China oben genannte Antwort liefern. Sollte dann Trump auch eine Verhandlung gegenüber allen chineischen Unternehmen mit AMD/Intel verbieten, würde auch diese Produktion gestoppt. Und das wäre auch zum Schaden von USA.
          Die Notkopie halte ich auch für eine Option, allerdings würde sich China damit wieder ungläubiger gegenüber anderen Ländern machen.

  7. Einfach den Amis mal die seltenen Erden aus China verweigern – Lieferengpass – dann wird es in Amiland schnell ziemlich ruhig

  8. Spannend wird es, wenn es in nächster Zeit um 5G-Patente geht, über welche Huawei und andere chinesische Firmen verfügen. Das kann insofern auch ziemlich bitter bzw. teuer für us-amerikanische und europäische Firmen werden.

  9. Kein Bluetooth, kein Wifi, keine SD Karten, kein RAM, keine Chips … langsam siehts aus, als würden die USA mal zeigen wollen, wo der ganze Kram eigentlich her kommt.

    • Vielleicht meinst Du, wo der ganze Kram erfunden wurde. Her kommt er inzwischen in der Regel aus China.

      Zum Glück zum Teil noch aus Korea und Taiwan, (wenn man Mal vorrausetzt, dass das nicht China ist) aber ob das reicht, um den Bedarf zu decken?
      Wie oben schon geschrieben wurde. Huawei Komponenten sind durchaus systemrelevant. Wenn die nicht mehr verwendet werden können, weil es zum Beispiel keine Updates mehr gibt, kann man das nur durch neue Komponenten ausgleichen. Und wo werden die hergestellt?

      Aber vielleicht hat das alles auch was positives und nach der jetzt entstehenden Aufregung erkennt auch der Letzte, dass unsere globalisierte Welt kaum noch große Kriege oder auch nur Konflikte verträgt, weil sonst unverzüglich auch das eigene System zusammenbrechen würde uns man gar keinen Krieg mehr gewinnen kann.

      • Ich hoffe, daß Dene Hoffnung sich bestätigt. Bisher dachte ich immer, der Mensch braucht immer einen äußeren Feind für den Zusammenhalt, zu Stammeszeiten war es z.B. der Nachbarstamm, bei x Stämmen das Nachbarvolk etc. und bei der Menschheit würde es ein Alien benötigen. Aber vielleicht kommt es ja so, wie Du schreibst.

    • Gordon Spencer says:

      Seit wann kommt „bluetooth“ aus den USA ?
      Und woher hatte die USA die Idee mit der Rune als Markenzeichen ?

      Kommt jetzt nicht mit „Haben die Wikinger im Jahr 999 mitgebracht !“

  10. Im Grunde schadet Trump doch der eigenen Wirtschaft. Die Unternehmen die Huawei bisher belieferten und dies jetzt nicht mehr dürfen, dürften große wirtschaftliche Verluste erleiden. Huawei war ja kein Kleinkunde.

  11. Solange die EU und Deutschland den Amerikanern hinter her hecheln, wird sich an dem Verhalten der USA nichts ändern. Diejenigen, die uns und europäische Unternehmen bisher im großen Stil ausspioniert haben, sind die USA und GB (NSA-Skandal). Das Einzige was von den Politikern kam war, ihr seid aber pöse, pöse pöse, das tut man nicht. Die USA sind genauso schlimm wie uns das immer von den Russen oder Chinesen erzählt wird. Wahrscheinlich sogar schlimmer. Wenn man die Geschichte betrachtet, lief es immer so ab. Die US-Amerikaner entschieden sich für eine Seite, verliehen dahin Geld. Wenn es nicht so gut lief, ging man aktiv gegen den „Freund“ vor oder unterstützte ihn im Krieg, damit das eigene Investment nicht gefährdet wurde. War die Schlacht gewonnen, musste der Freund für Kredite und Kosten aufkommen, auch wenn die USA nur die eigenen Interessen verteidigten.
    1. WK, 2. WK (vor dem Eintritt der USA wurden die Alliierten mit Geld und Waffen umfangreich bedient; dann lief es schief und die USA traten in den Krieg ein; nachher mussten die Alliierten die Schulden bei den USA gut bezahlen; unter anderem deshalb wollte de Gaulle auch nciht in die NATO); Kuba vor Castro; Afghanistan vor und insbesondere nach der Besetzung durch die UdSSR (bin Laden war zunächst einer der besten Freunde der USA; zur Finanzierung der Taliban gegen die UdSSR überflutete die CIA den Drogenmarkt mit Marihuana aus Afghanistan); Irak (1. und 2. Irak-Krieg, der beste Freund der USA war jahrelang Saddam Hussein. Die Liste kann man endlos weiter führen. Und meist begann es mit Lügen z.B. beide Irak-Kriege.
    Und jetzt läuft die Schlacht ums Internet und was damit zusammen hängt.

    • Yep, Volker Pispers hat es mal wunderbar beschrieben. Gerade z.B. auch wie Kräfte im Iran früher gestützt wurden, dann Saddam gegen den Iran. So ungefähr so: sobald eine Radikale Kraft von den Amis gestützt wird, sollte diese daran denken zu fliehen, da die Uhr beginnt zu ticken.

  12. @Fraggle
    Ich kannte mal einen Fraggle aus einer Ruhrgebiets-Band.

    Was macht Pispers eigentlich jetzt. Man hört nichts mehr von ihm.

  13. Da sieht man mal was closed source anrichtet. Ich hoffe, dass jedem nun klar wird, dass nur ooensource die Lösung ist.

  14. phrasemongerism says:

    Globalisierung funktioniert halt auch nur wenn alle mitmachen zu den gleichen Bedingungen, und nicht manche gleicher sind als andere.

  15. Trump ist ein Ehrenmann. Die schleimigen Europäer kriechen den menschrechtsverletzenden Rotchinesen in den Popo, damit sie mit ihnen Geschäfte machen dürfen. Ob Rotchina oder Iran, Europa macht mit jedem Schurkenstaat Geschäfte. Trump ist da ein andres Kaliber, der hat Eier in der Hose und zeigt den Pseudo-Kommunisten wo der Hammer hängt. Uns fehlt ein Kanzler wie Trump.

    • Cyberkasper says:

      @OnkelWu
      Setz Mal die RayBan wieder ab, das ist nicht gut für dich.
      Europa macht mit Schurkenstaaten Geschäfte, Trump aber nicht?
      Was sind dann die Waffengeschäfte mit den Saudis? Achnee die Saudis sind die guten, weil sie der Gegenpol zum Iran sind und die Menschenrechte über alles stellen.
      Da handelt er sogar gegen seinen eigenen Kongreß.
      Das war nur mal ein Beispiel.
      Und zu den Eiern die er hat: er sollte die Dinger vielleicht nicht zum Denken benutzen.

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