Snapchat erklärt, warum man besser keine Drittanbieter-Dienste nutzen sollte

Nachdem über die Drittanbieter-Seite Snapsaved zahlreiche Bilder von Snapchat-Nutzern abgegriffen wurden, erklärt Snapchat nun noch einmal, wie es dazu kommen kann. Gleichzeitig warnt man auch davor, seine Login-Daten nicht bei Drittanbietern anzugeben, da diese dann mit den Accounts machen können, was sie wollen. Snapchat selbst kann man in diesem Fall keinen Vorwurf machen. Genutzt wird von Snapsaved eine private API, eine offene gibt es von Snapchat nicht. Das heißt gleichzeitig, dass alle Dienste, die irgendetwas mit Snapchat anstellen, dies auf einem nicht erwünschten Umweg tun.

snapchat-snappening-leak

Die Gefahr, die von solchen Drittanbieter-Diensten ausgeht, ist im Fall von Snapchat offensichtlich. Anstatt Bilder nur einmal anzusehen, werden diese gespeichert, also das genaue Gegenteil von dem, wofür Snapchat eigentlich steht. Snapchat erklärt, dass es viel zeit und auch gewisse Ressourcen benötigt, um offene Schnittstellen für Drittanbieter zu schaffen.

Das soll nicht heißen, dass Snapchat nicht an Drittanbieter-Apps interessiert ist, man will sich aber die benötigte Zeit lassen, um das komplexe Thema auch korrekt zu gestalten. Bis es so weit ist, verstößt jede App oder jeder Dienst, der für Snapchat auftaucht, gegen die Geschäftsbedingungen des Dienstes. Sollte man als Nutzer vielleicht im Hinterkopf haben, wenn man sich eine andere App als das Snapchat-Original auf das Smartphone holt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Hm So ganz kann man dieser Gefahr mit dem Speichern der Bilder auch nicht entgehen. Für gerootete Android-Smartphones zum Beispiel gibt es diverse Module, mit denen man die Bilder bei der Anzeige abspeichern kann.

  2. Bspw. durch einen Screenshot. Deswegen verstehe ich das Anwendungsszenario nicht.

  3. Bilder können sogar wiederhergestellt werden, nach dem sie abgelaufen sind: https://github.com/programa-stic/snapchat-decrypt

  4. „Gleichzeitig warnt man auch davor, seine Login-Daten nicht bei Drittanbietern anzugeben,…“

    Ähm, also sollte man es doch tun?! Das Wörtchen „nicht“ ist hier vollkommen fehl am Platz 😉

  5. Wer Snapchat nutzt und sich dann anschließend wundert, ist selber schuld.

  6. Der Denkfehler ist ja:
    Snapchat wird für Nacktfotos dort verwendet wo man denkt man macht selber was illegales wenn man seine Nacktfotos verschickt. Das man als verschickende Person die original app nutzt… dagegen spricht nix. aber niemand weiß was der empfangende nutzt und da wird ja geleakt…

    … oder versteh ichs falsch?

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