SMS in Deutschland: 2013 wurden 21,9 Milliarden weniger verschickt als 2012

Der Branchenverband BITKOM versorgt uns einmal wieder mit Zahlen. Es geht um die Nutzung von SMS, die 2013 erstmals rückläufig war. Seit 22 Jahren gibt es die SMS bereits, zu ihrem 20. Geburtstag hatte sie mit 59,8 Milliarden verschickten SMS in Deutschland ihren Höhepunkt. Bereits ein Jahr später wird der deutliche Abfall der Nutzung deutlich, der wohl vor allem durch WhatsApp, Facebook Messenger, Hangouts (und all die anderen Messenger) und dem mobilen Mailversand begründet ist.

Bitkom_SMS

2013 kam dann der massive Einbruch der SMS. Statt die 59,8 Milliarden des Vorjahres zu toppen, wurden lediglich 37,9 Milliarden SMS verschickt. Trotz SMS-Flatrates, die man praktisch zu jedem Vertrag aufgeschwatzt bekommt. Zeiten ändern sich und so scheint sich auch die SMS langsam von ihrem Lebenszyklus zu verabschieden. Es ist unwahrscheinlich, dass sie noch einmal boomen wird, dazu ist sie zu unflexibel und vor allem auch zu teuer.

Das heißt allerdings auch nicht, dass die SMS nun sofort aussterben wird. Bis jeder ein Smartphone hat dauert es noch eine ganze Weile, die beliebten Messenger stehen für normale Handys nicht zur Verfügung, maximal auf diesen unsäglichen Feature-Phone-Smartphone-Hybriden sind sie anzutreffen. Die SMS ist dagegen mit jedem Handy, das die letzten 20 Jahre gefertigt wurde, nutzbar. Außerdem benötigt sie keine Internetverbindung, eine weitere Hürde, die es zu überwinden gilt, wenn man diese einfache Kommunikationsform gänzlich verbannen möchte.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

11 Kommentare

  1. Die SMS wird sicher nicht aussterben, aber die Zahlen oben verschweigen eine Wahrheit: die Zahl der verschickten SMS ist doch nur deshalb noch so hoch, weil z.B. Banken mTAN verschicken. Oder T-Mobile SMS Zugangscodes für ihre Hotspots. Wenn das nicht wäre, wäre die Zahl noch weiter eingebrochen.

  2. wenn mal das mobile internet zusammen bricht, ist man über die SMS sehr glücklich.

  3. @marcus
    Wo bitteschön gibt’s zwar genug Signal für SMS, aber keins für mobiles Internet?

    @Rainer Battefeld
    Die von Providerseite verschickten SMS für Roamingpreise/Klingeltöne/Tarife/etc nicht vergessen.

    Zu mir persönlich:
    Featurephones hab‘ ich schon ’ne ganze Weile nicht mehr gesehen. Leute mit Windows Phone oder Android mit ARMv5 laufen ’n paar rum, die sind halt auf die Untermenge an Messengern beschränkt die auch darauf laufen.
    Die Benutzer von Uralthandys ohne jegliche Appfähigkeiten gibt’s zwar auch noch, die können allerdings mit SMS meist sowieso nix anfangen.

  4. @shx
    also ich kenne noch genügend Ortschaften in meiner Heimat (tiefstes bayrisches Schaben) in denen man zumindest nicht in allen Netzen Internetempfang hat und auch daher ist die SMS immer noch mein bevorzugtes Kommunikationsmittel

  5. Das war absehbar, dass dies passieren wird.
    Genau so wie schon zum Marktstart von Joyn klar war, dass die Netzbetreiber mit dieser absoluten Lachnummer keine Chance gegen Whatsapp und Co haben werden. Da müssen die Projektverantwortlichen damals schon mehr als naiv gewesen sein, auch nur in Betracht zu ziehen, dass das etwas werden könnte bei derart lächerlichen Rahmenbedingungen.

  6. das es einbricht war klar. die leute schicken alles über messenger wie WA und co. oft auch email. aber ich glaube es wird sich auf einem stabilen niveau halten. viele verträge haben SMS-flatrates dabei.

  7. @gast
    Mein Paket auch. Trotzdem hab‘ ich’s im letzten Jahr kein einziges Mal gebraucht.
    @Conne_92
    Oberbayrische Provinz. Mobilfunkempfang nichtmal Edge, und nur draußen/unterm Dach – gilt aber sowohl für SMS als auch für GPRS. Mag sein, dass ich da als Vodafone/Magentakunde verwöhnt bin, aber ein Ort der mir zwar GSM aber kein GPRS bietet ist mir bisher noch nicht untergekommen (wenn ich genau nachdenke: Pjöngjang – wobei SMS dort für Ausländer auch nicht so der Hit ist).

  8. habs noch sehr oft, dass ich auf die sms angewiesen bin, wenn mal das mobile internet streikt oder auch direkt whatsapp… und da bin ich dann über die sms flatrate sehr froh

  9. @Kami
    Wenn das häufiger bei Dir vor kommt solltest Du eher über einen Netzwechsel nachdenken. Normal ist das sicherlich nicht.

  10. 99% der sms die ich empfange sind mobiletans oder sonstige auth-codes für paypal und anderes. 1% wahrscheinlich meine oma oder so. senden tu ich keine.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.