Smartwaches: Uhrenhersteller gehen gegen kopierte Watchfaces vor

Watchfaces, also die digitalen Zifferblätter, sind bei Smartwatches sehr beliebt. Schließlich kann man das Design der Uhr so auf einfache Weise anpassen, teilweise auch unterschiedliche Informationen anzeigen lassen. Da sich die Watchfaces auch relativ leicht erstellen lassen, dauerte es nicht lange bis es erste Nachbildungen von Zifferblättern teurer Luxusuhren verfügbar gemacht wurden. Dagegen wehren sich die Uhrenhersteller nun und lassen entsprechende Nachbildungen von Webseiten entfernen und gehen auch gegen Einzelersteller vor. Diese haben dann 24 Stunden Zeit, um die Inhalte zu entfernen.

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Dabei handelt es sich nicht um den Vorstoß eines einzelnen Herstellers, vielmehr scheinen alle bekannten Uhren-Marken auf diese Weise vorzugehen. Torrent Freak berichtet unter anderem von den Herstellern Armani, Michael Kors, Tissot, Swatch und Omega, die Watchfaces entfernen lassen. Ebenfalls ist Mondaine dabei, ein Uhrenhersteller, der bereits mit Apple aneckte, als die Firma aus Cupertino mit iOS 6 das Uhren-Design der Schweizer „auslieh“.

Verständlich ist diese Vorgehensweise natürlich schon. Die Hersteller designen diese Zifferblätter für ihre Uhren, die auch gerne einmal mehrere Tausend Euro kosten. Dass man dieses Design nicht einfach digital weggeben möchte, scheint da nur logisch. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die Nutzer eines solchen Watchfaces auf einer Smartwatch unbedingt zum Kundenkreis der Hersteller gehören und sich durch die Verfügbarkeit eines Watchface-Designs gegen den Kauf einer Luxus-Uhr entscheiden.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die Käufer einer chineschen Rolex unbedingt zum Kundenkreis der Hersteller gehören und sich durch die Verfügbarkeit von Produktpiraterie gegen den Kauf einer Luxus-Uhr entscheiden.

  2. Ich kann es schon verstehen. Wer kauf denn noch eine teure Luxus-Uhr, wenn jeder Hans mit dem Design als Watchface rumläuft. Ob nun Armani, Omega oder ein anderer Luxus-Hersteller, teil der Vermarktung ist nun mal ein gewisses Maß an Exklusivität. Und die geht nun mal verloren, wenn das Design für Lau auf etlichen Smartwatches als Watchface durch die Welt getragen wird.

    Es würde sich auch keiner einen Ferrari kaufen, wenn man seinen Renault Clio, Baujahr 1990, mittel eines „Carface“ wie ein Ferrari aussehen lassen kann. 🙂

  3. DanielJackson85 says:

    Trotzdem überwiegt der erste grund, abgesehen davon das es vielleicht die Besitzer der uhren auch stören könnte wenn jeder „sein teuer erworbenes Zifferblatt“ auf seinem Smartphone hat. Und der sinn hin oder her, einer hats entwickelt und möchte es nicht das es andere nutzen, ist völlig legitim 🙂

  4. @Klaus
    das seh ich nicht so, denn jeder, der sich einen Luxusartikel leistet und leisten kann, der ist stolz auf dieses Produkt und würde sich nicht einmal im Traum mit einer billigen optischen Kopie begnügen…denn da steht immer noch die Qualität im Raum, was bei billigen Kopien eben nicht der Fall ist…und hier geht es ja vorwiegend nur um das Ziffernblattdesign…
    ein Ferrari ist nicht nur optisch ein Ferrari und eine Rolex ist auch nicht nur optisch eine Rolex…von daher kann ich das Vorgehen der Hersteller so nicht ganz nachvollziehen…
    gibt vllt. auch Kunden einer teuren Luxusuhr, die das Design auch gern auf ihrerer Smartwatch wollen…
    naja, mir soll es egal sein, ich kann mir keine Luxusuhr leisten und ne Smartwatch benötige ich auch noch nicht…

  5. Verbote führen doch dazu dass man es erst recht macht!
    Ich seh schon illegale Watchfaces auf neuen Seidenruten ^^

    … lächerlich! Einfach lächerlich!

    Imageuhren trägt man wegen dem Preis und dem Prestige. Jedem depp fällt doch auf das ein WV einer Wearable nur die Watchfaces hat, die dem Nutzer optisch gefallen. Für das rein visuelle hat man keine Markenuhr! Das ist so als würde man ein Handywallpaper von einem Leinwandgemälde als Fälschung verklagen!

    @Klaus: Auf Autos bezogen ist es eher damit vergleichbar mit den VW Bussen die als Polizeibus angemalt sind: Ist nur illegal wenn POLIZEI drauf steht 😉
    Oder noch besser: wenn du über einen Volvo in der Garage eine Schutzdecke mit Ferrariaufdruck legst…

  6. „Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die Nutzer eines solchen Watchfaces auf einer Smartwatch unbedingt zum Kundenkreis der Hersteller gehören und sich durch die Verfügbarkeit eines Watchface-Designs gegen den Kauf einer Luxus-Uhr entscheiden.“

    Sorry, aber mir erschließt sich nicht ganz, wofür oder wogegen das ein Argument sein soll. Bitte erläutern.

  7. Lächerlich? Nur weil die eventuellen Nutzer dieser Watchfaces nicht zum Kundenkreis der Originale zählen, hat das dem das dem Besitzer des Originaldesigns nicht egal zu sein. Keiner wird was sagen, wenn du dir das Watchface selber machst – sobald es bereitgestellt und verteilt wird, ist das was anderes.
    Wenn auf einer Wallpaperseite ein Bild mit fremden Rechten auftaucht, und der Rechteinhaber drauf kommt, was passiert wohl… ?

  8. „Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die Nutzer eines solchen Watchfaces auf einer Smartwatch unbedingt zum Kundenkreis der Hersteller gehören und sich durch die Verfügbarkeit eines Watchface-Designs gegen den Kauf einer Luxus-Uhr entscheiden.“

    Da sollte man schon ein bisschen weiter denken. Es geht um Marken- und Imageschutz.
    Man könnte so auf die Idee kommen, dass diese Watchfaces „offiziell“ sind und dass Hersteller von Luxusuhren ihr Design für solchen Ramsch hergeben und das ist aus deren Sicht natürlich peinlich. Verständlich

  9. * originalkommentar gefressen – kurzfassung*
    Wenn ein Bild auf einer Wallpaperseite auftaucht und der Rechteinhaber merkt’s, was passiert wohl… ? Wo ist da der Unterschied?

  10. Ich bin jetzt ein ganz Böser, ich drucke mir die Uhr in Orginalgröße aus und Wickel sie mir um die Hand. 😉

  11. Jup, größere Zitate aus dem Artikel scheint der Kommentarfilter nicht zu mögen. Also nochmal:

    „Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die Nutzer eines solchen Watchfaces dass die Nutzer eines solchen Watchfaces auf einer Smartwatch unbedingt zum Kundenkreis der Hersteller gehören“

    Wofür oder wogegen ist das ein Argument? Urheberrecht entsteht ja nicht erst, wenn dem Rechteinhaber ein Schaden entsteht.

  12. War klar, dass sowas passiert. Genauso klar ist, dass ein nachempfundenes Design nicht klagbar wäre. Was bei Instrumenten und Verstärkern schon lange gang und gäbe ist.

  13. Wenn Apple (nur als Beispiel) alle verklagt was ein Rechteck mit abgerundeten Ecken, oder einen Apfel. Dann sollte ein so spezifisches Design ja nun verständlicher weise geschützt sein.

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