Smartphones & Co aus der Ferne aufladen

„Nehmt mein Geld, ich muss das haben!“ War zumindest mein Gedanke, als ich einen Beitrag in der New York Times las. Stellt euch mal vor, ihr habt ein Smartphone, ein Tablet oder sonst etwas an Technik. Ihr legt das Gerät auf den Schreibtisch und es lädt von alleine auf. Ohne Induktions-Platten oder Kabel. Klingt cool? Ja, ist es auch. Die WiTricity Corporation hat eine solche Technologie entwickelt um drahtlosen Energie-Transfer zu realisieren. Das Ganze funktioniert, extrem vereinfacht gesagt, mit Magnetspulen und zusätzlicher Elektronik – magnetischer Induktion also.

Direkt an den Verbraucher soll der Spaß nicht verkauft werden, wohl aber an Hersteller, die die notwendigen Bauteile in den eigenen Geräten nutzen können. WiTricity bastelt nicht nur daran, unsere Gadgets aufzuladen, sondern auch im Bereich Elektroautos und im Bereich der Medizin. Bislang bekommt man einen knappen Meter hin – ich denke, die Entfernung wird sich in Zukunft noch ausbauen lassen und die Größe der Bauteile verringern. Wäre ja schick: Smartphone aufladen, ohne es aus der Tasche zu nehmen. Interessant zu wissen wäre dann: wie verhält es sich bei drahtlosem Energie-Transfer mit unserem Körper in Bezug auf Strahlen? Ich such schon mal meinen Alu-Hut… (via NYT)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

34 Kommentare

  1. Viel Spaß an Leute mit Herzschrittmachern!

  2. hört sich ja echt genial an. mit der strahlung ist das wirklich n punkt, zumal das noch so wenig untersucht is, aber ich denke lieber ein magnetfeld als elektrische strahlung. n meter is ja schonmal ne strecke, dann wären kabellose LS oder PS-Controller die man nie laden muss ja kein problem mehr 😉

  3. Induktionsladestationen à la HP Touchstone gibt es doch schon relativ lange. Wo genau liegt der Unterschied?

  4. @mufarazi: Die funktionieren ohne Kontakt? 😉

  5. Ist das dann nicht ziemliche Energieverschwendung wenn die Energie einfach so in den Raum gehauen wird (in Form von Magnetwellen) und das Smartphone davon n bissl was abbekommt und der Rest einfach ungenutzt verpufft? Oder wie darf ich mir das Vorstellen?

    Cu Crono

  6. Hört sich interessant an, aber wenn ich so eine Station habe, wie sieht es mit der Identifizierung aus ? Sonst stehen alle draußen vor meiner Wohnung und laden auf meine Kosten Ihre Geräte auf 🙂

  7. Schon ne sehr geile Sache. Wäre cool, wenn die Smartphone-Hersteller das endlich mal hinbekommen würden. Vor allem Smartphones wollen ja regelmäßig geladen werden.

    Das HP TouchPad fängt übrigens ca. 1-2cm vor Berührung von TouchStone mit dem Laden an. Zumindest erscheint das Lade-Icon, ob dann wirklich auch genug Strom ankommt ist ne andere Sache.

  8. @cachy: Eine Alu-Unterhose wäre wohl passender..;-)

  9. Habe das Teil gestern auf der Cebit gesehen!

  10. Als Cafe-Betreiber würde ich meine Tische oder Stühle damit ausstatten. „Kommst du mit auf einen Kaffee und eine Ladung?“ 😀

  11. Ich brauche wirklich nicht, dass mein Gerät sich in meiner Hosentasche auflädt. Da würde ich mir viel zu viele Gedanken um die Strahlung machen. (Die Probleme beginnen ja schon bei Induktionsherden im Zusammenspiel mit Herzschrittmachern…“Sorry, Opa, aber ins Arbeitszimmer darfst du leider nicht mehr!“)

    Aber es war mit dem Palm Pre schon ein ziemlicher Luxus, das Gerät auf den TouchStone zu legen und drahtlos zu laden. Gerüchteweise hatte Palm und später HP ja noch einiges mehr vor.

    Schade, dass sich bisher kein anderer Hersteller an einer direkten Integration einer solchen Technik in die Geräte versucht hat. Wäre für mich ein absolutes Kaufargument für das neue Smartphone gewesen. Wahrscheinlich scheitert das aber ohnehin wieder an dem ein oder anderen Patent.

  12. ziehmliche Energieverschwendung in Zeiten des Energiesparens…

  13. Eigentlich alter Hut, denn diese vermeintliche „Technologie“ gibt es doch schon seit Jahren bei elektrischen Zahnbürsten. Das hätte schon vor Jahren passieren können. Aber trozdem guter Beitrag!

  14. Bei induktiver Ladung geht ne Menge an Energie flöten. Es gibt sicher Anwendungen bei denen das Ganze Sinn macht, aber für Handys nd Co finde ich es nicht okay. Die sollten sich lieber endlich mal auf ne einheitliche Kontaktleiste oder sowas einigen… etwas noch simpleres als micro-usb.

  15. Shut up and take my money!

  16. DirtyHarry says:

    Elektrosmog olé…
    Außerdem wenig energieeffizient. Und ich sehe auch den Vorteil nicht. Ob ich das Teil nun irgendwo drauflege oder einstöpsle? Wie bequem kann man sein?

  17. All diejenigen, die sich über „Strahlung“ Sorgen machen: Ein Magnetfeld hat nichts mit Strahlung zu tun. Die Erde verfügt über ein eigenes Magnetfeld, in einem Magnetresonanztomographen ist man einem extrem starken Magnetfeld ausgesetzt, usw…
    Menschen mit Herzschrittmachern ist sowas natürlich nicht zu empfehlen.
    Und auch der Wirkungsgrad dürfte noch zu denken geben. Aber hey, über einen Meter Entfernung Geräte zu laden ist doch schon mal ganz cool.

  18. Dann nenne es Magnetfeld und nicht Strahlung. Zumindest meine Aussage bleibt die gleiche. 😉

  19. Eigentlich eine tolle Sache, wie so mancher schon schreibt, Herzschrittmacher und verpuffte Energie, dass werden die Probleme sein. Bin auch dafür dass erstmal alle gleiche Anschlüsse brauchen und ich bin immer noch dafür per Induktionmatte zu laden, das halte ich für die beste Methode.

  20. ich frag mich gerade, wie „WLAN-Freundlich“ das ganze ist. was bringts mir, mein Phone im gesamten Raum laden zu können, wenn ich dann nix damit anfangen kann weils keinen Empfang hat?

    Mir würde Induktion schon reichen. Einfach ein Feld aufm Schreibtisch, dass sich optisch ein wenig abhebt wo ich dann mein Phone etc. drauflege zum laden. Sitze ich nicht am Tisch, kann ich halt nich laden. Who cares.

  21. Wie kommts, dass hier lauter technikaffine Leute lesen und schreiben, aber dann niemand die physikalischen Grundlagen kennt und weiß, was Strahlung ist und wie sie definiert ist? Peinlich, Leute!

  22. Würde sich gut auf der unteren Ablage meines Couchtisch machen. Handy und Tablet könnte man dann auch auf den Couchtisch legen zum Laden.

  23. Es gibt für den Samsung Galaxy S eine Mod die das jetzt schon erlaubt. http://tblt.de/2011/10/kabelloses-laden-mit-dem-samsung-galaxy-s/
    Eine PalmPre Schale und Ladestation werden dafür leicht modifiziert 🙂
    Funktioniert auch mit SGS+ (kann ich aus eigener Erfahrung sagen)

  24. Das wär ja mal was! Wobei ich auch die Strahlung ziemlich gruselig finde…

  25. Ich stimme „EinLeser“ zu: Die Qualität des Artikels ist untypisch laienhaft, und die Reaktionen untypisch uninformiert-panisch.

    Das Ganze funktioniert natürlich nicht „ohne Induktions-Platten“. Das Außergewöhnliche an der (übrigens am MIT entwickelten) WiTricity-Technik ist nicht, dass sie berührungslos funktioniert. Das tun andere Lösungen bisher auch. Der Unterschied ist, dass sie es durch geschickte Abstimmung der Spulen geschafft haben, die Distanz zwischen den Spulen wesentlich zu erhöhen. Das heißt, dass der „Empfänger“ vom „Sender“ im Unterschied zu den derzeit üblichen Geräten mehr ein paar Millimeter entfernt sein kann. Der Wirkungsgrad ist sagenhaft grauenhaft und geht zeitweise bis auf 40% runter.

    Und was die Kommentare betrifft: Geht doch gleich den ganzen Weg: Schmeißt alles, was euch Angst macht in einen Topf, vergleicht die Technik mit Fukushima und teilt Atemschutzmasken aus. Ist ja echt nicht zu fassen.

  26. Danke Zosh endlich einer der es auf den Punkt bringt!

  27. @Zosh: Geräte müssen NICHT auf Platten, sind aber „Sender“ 😉 – zeigt ja auch das Bild. Zur Entfernung steht auch was drin. Panik-Kommentare überliest man 🙂

  28. Hatte gestern mit meiner Frau ein Gespräch, da sie was anschließen wollte, was halt technisch gesehen nicht ging.
    Ich höre noch meine Worte, dass es kein Wireless-Strom gebe und heute les ich den Artikel 😉
    Stehe der ganzen Sache aus gesundheitlichen Gründen auch sehr skeptisch gegenüber.
    Der Himmel ist blau, das Wasser ist nass, Strom braucht ein Kabel… (Filmzitat aus „The Last Boy Scout“ entsprechend geändert ;))

    Danke für den Link @DirtyHarry!

  29. Strom bzw el. Energie braucht nicht unbedingt ein Kabel. Es lässt sich durchaus über elektromagnetische Wellen übertragen und auch mit großen Leistungen. Nur ist hier das Problem, dass bei effizieten Leistungen und wenn die Reichweite groß sein soll keiner zwischen Sender und Empfänger stehen möchte bzw sollte. Die Technik an sich dazu ist weder neu noch was besonderes…

  30. Keine gute Aussichten für die Besitzer von Kupferminen und Kabelfabrikanten. Aber es wird wohl tatsächlich die Strahlung das Problem sein. So lange Elektroautos in Steckdosennähe geparkt werden müssen, eignen sie sich zumindest nicht für Innenstadt-Bewohner.

  31. Hi,
    Ich finde es gut,wenn man dann sowas in der wand oder so verbaut hätte, müsste man zum Aufladen nicht mehr sein Ladekabel suchen 😉 .

    Mfg waschy

  32. Man muss sich gar nicht die neuste Technik anschauen, wenn es um drahtlose Energieübertragung geht. Vor 15 Jahren haben wir uns in der Schule schon kleine Radios gebaut, die ihre Energie aus den Funkwellen (sind auch elektrische Wellen) des Radiosender erhalten haben. Der Funkturm war dabei etwas weiter weg. Es wird halt nur seit Ewigkeiten versucht das zu verbessern.