Smartphone-Markt strauchelt im ersten Quartal 2019

Die IDC (International Data Corporation) hat sich das erste Quartal 2019 im Hinblick auf die internationalen Auslieferungsmengen von Smartphones einmal genauer angesehen. Dabei vermeldet man ein Minus von 6,6 % bei den Auslieferungsmengen, wenn man mit dem gleichen Zeitraum 2018 vergleicht. Insgesamt sollen die Hersteller weltweit rund 310,8 Mio. Smartphones ausgeliefert haben.

Wie immer handelt es sich dabei um vorläufige Schätzungen. Es soll sich dabei jedenfalls um das sechste Quartal in Folge handeln, bei dem der Markt geschrumpft sei. Schon im Gesamtjahr 2018 sanken die Auslieferungsmengen gegenüber 2017 um 4,1 %. Trotzen konnte dem Trend vor allem Huawei, welche ihre Auslieferungsmengen erhöhen und Marktanteile hinzugewinnen konnten. So konnte Huawei laut der IDC seine Auslieferungsmengen um 50 % steigern. Die Chinesen schließen damit immer stärker zum aktuellen Marktführer Samsung auf.

Vor allem in den USA wird das Umfeld für die Hersteller aber schwieriger, denn dort sanken die Auslieferungsmengen auf den Gesamtmarkt bezogen wohl am stärksten. Die IDC führt das auf eine Sättigung im Segment für Premium-Geräte zurück. Viele Kunden würden aktuell auf 5G warten und bis dahin keinen Anlass sehen ihr Gerät auszutauschen. Eventuell könnte der Smartphone-Markt daher aber 2020 wieder einen Push erhalten.

Was die einzelnen Hersteller betrifft, so bleibt Samsung an der Spitze – die Auslieferungsmengen sanken aber um 8,1 %. Huawei folgt mit Wachstum auf Platz 2, während Apple der größte Verlierer ist, was wohl auch zu großen Teilen dem US-Markt geschuldet sein dürfte, wo der Hersteller besonders beliebt ist. So musste das Unternehmen aus Cupertino ein Minus von 30,2 % hinnehmen. Auch Xiaomi auf Platz 4 muss mit sinkenden Auslieferungsmengen leben. Auf Platz 5 gibt es aber eine Überraschung: Dort ruht nun vivo mit einem beachtlichen Wachstum von 24 %. Die restlichen Angaben zu den Herstellern könnt ihr ja auch oben in der Grafik sehen.

2019 wird somit sicherlich noch ein spannendes Jahr für den Smartphone-Markt, denn die Hersteller stehen unter Zugzwang, um wieder neue Kunden zu locken. 5G, Foldables und verbesserte Kameras dürften da einige Aspekte sein, welche die Unternehmen im Marketing ausspielen werden.

 

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Dabbeljou says:

    Ist doch kein Wunder, wenn man sieht, wie die Preissteigerungen jedes Jahr sind, zumindest bei den „Flagschiffen“. Smartphones weit jenseits der 1000€ und Foldables ab 2000€ sind nicht für jeden erschwinglich und nicht jeder ist bereit, solche Summe zu zahlen, auch wenn viele die Geräte über ihre Verträge finanzieren.

    • elknipso says:

      Mit den Preisen holt man die entsprechende Kundschaft ab. Ist das gleiche wie bei Alufelgen für 1.000 Euro das Stück, da fehlt auch jegliche Relation, und trotzdem gibt es Leute welche die Dinger kaufen :).

  2. Da ist noch viel Luft nach unten. Samsung dürfte sich wieder berappeln. Die Foldables generieren keine großen Stückzahlen. Aber der Rest des Geräteangebotes. Huwei ist natürlich gerade auf dem Höhenflug. Mal schauen, wie lange noch. Apple braucht sich keine Sorgen machen. Insbesondere Firmenkunden halten die Verkäufe stabil. Blackberry und Windows ist mausetot in dem Segment. Wenn Firmensmartphones gekauft werden, dann üblicherweise von Apple. Auch wegen der Administrierung.

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