
Die Analysten von Canalys haben sich den internationalen Smartphone-Markt im zweiten Quartal 2022 genauer angeschaut. Die sinkende Nachfrage, auch aufgrund der hohen Inflation, hat dabei zu einer Reduzierung der weltweiten Auslieferungsmengen um 9 % geführt. Dadurch wurden im Q2 2022 „nur“ rund 287 Mio. Smartphones ausgeliefert Dies entspricht der geringsten Menge seit dem Q2 2020, als die Corona-Krise begann.
Samsung bleibt Marktführer mit einem Marktanteil von 21 % und 61,8 ausgelieferten Geräten. Apple verbleibt auf Platz 2 mit 17 % Marktanteil und 49,5 Mio. ausgelieferten iPhones. Auf Rang 3 folgt dann Xiaomi mit 14 % Marktanteil und rund 39,6 Mio. ausgelieferten Geräten. Während Samsung und Apple ihre Marktanteile und Auslieferungsmengen entgegen dem Markttrend sogar erhöhen konnten, fielen sie bei Xiaomi jedoch stark ab. So sanken die Auslieferungsmengen der Chinesen um 25 %.
Die nachfolgenden Oppo und vivo mussten ebenfalls Einbußen bei den Auslieferungsmengen und Marktanteilen hinnehmen. Die weiteren Zahlen könnt ihr ja der Grafik entnehmen. Auch wenn es auf dem Papier für Samsung gut aussieht, mahnt Canalys, dass die Südkoreaner sich mit zu vollen Lagern herumärgern – vor allem bei den Mittelklassegeräten. Daher versuche der Hersteller aktuell auch seine Galaxy A durch Rabatte und Kooperationen mit Mobilfunkanbietern aggressiv an den Mann zu bringen.
Apple erging es da besser, denn die Nachfrage nach den iPhone 13 ist in Nordamerika, China und Europa sehr konstant. Xiaomi muss wiederum noch beweisen, dass der verstärkte Fokus auf High-End-Geräte sich auszahlen kann. Auch wenn es weiterhin strapazierte Lieferketten bei einigen Komponenten gibt, so spielt das bei sinkender Nachfrage eine zunehmend geringere Rolle, da die Hersteller die Lager leeren möchten. Bestellmengen bei Zulieferern seien bereits angepasst worden. Vermutlich dürfte es deswegen auch in der zweiten Jahreshälfte 2022 viele Smartphone-Deals geben.
Laut Canalys stehe der Smartphone-Markt vor erheblichen Herausforderungen, denn es trete ohnehin eine Sättigung ein und dazu komme noch die schwierige Wirtschaftslage. Das werde allen Beteiligten auch im weiteren Verlauf des Jahres 2022 noch zu schaffen machen.
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