Smarte Stirnbänder sollen entspannen, wirken aber nur im passenden Kontext

Aktuell gibt es einen immer größeren Markt für smarte Stirnbänder. Die Hersteller, wie z. B. InteraXon, die hinter der Muse-Serie stecken, versprechen Entspannung und dadurch gesteigerte Leistungsfähigkeit. Allerdings ist das so eine Sache: Laut BBC lasse sich durchaus eine positive Wirkung erzielen, die werde aber durch den Kontext stark geprägt, in dem die smarten Stirnbänder Verwendung finden.

Die Stirnbänder sollen die Gehirnwellen messen und bei Stress zur Entspannung bzw. Meditation anregen. Die ausreichenden Ruhephasen sollen dann helfen, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. So könne man sich mit der Unterstützung der Stirnbänder entspannen, was dem gesamten Körper zugutekomme – auch der Konzentrationsfähigkeit.

Ärzte, welche die BBC befragt hat, sind aber vorsichtig. So gingen die Stirnbänder bei ihren Hinweisen und Berechnungen von einem gewissen Standard aus. Wer aber mit seinem Gehirn, aus welchen Gründen auch immer, über oder unter diesem Standard liege, erreiche möglicherweise eine Über- oder Unterstimulation seines Gehirns. Das sei dann kontraproduktiv. Zudem könnten die Daten in die Irre führen. Besser sei es da, sich auf traditionelle Methoden zu besinnen, um sich zu entspannen.

So sei ja gerade der Sinn der Entspannung, sich nicht von Statistiken und Hinweisen unter Druck setzen zu lassen, sondern auf den eigenen Körper zu hören – nicht auf ein Wearable. Da jeder Mensch und jeder Körper anders empfinde, sei es wenig sinnvoll, mit standardisierten Methoden zu arbeiten, die solche smarten Stirnbändern als Basis dienen. Für Sportler könnten einige dieser Stirnbänder allerdings hilfreich sein, um zwischen Trainings abzuschalten.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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9 Kommentare

  1. Immer dieses Optimieren. Was ist dabei das Ziel? Das wir unser Gehirn in ein Roboterkleid stecken? Das Leben ist doch gerade interessant, weil wir alle unterschiedlich und eben nicht perfekt sind.
    Aber mittlerweile hat man das Gefühl, dass der Mensch ohne Technik nicht mehr überlebensfähig ist. Nicht mal mehr entspannen kann er anscheinend ohne Technik. Für mich persönlich eine traurige Entwicklung.

  2. Wtf. Ihr benötigt zum Entspannen und Meditieren die Hilfe technischer Gadgets?
    Menschen werden immer stärker dazu erzogen, kleine Kinder zu bleiben. Da unsere zukünftigen Maschinenherrscher noch eine Weile brauchen, um fähig zu sein wahrlich zu herrschen, muss man hinter der zielgerichteten Infantilisierung der Menschheit wohl auch menschliche Herrschaftsgelüste vermuten. Auf dem ersten Blick scheint es, die moderne Religiotie (Facebook etc.) erkläre der altmodischen Religiotie (abrahamitische) den Krieg. Genauer betrachtet profitieren beide voneinander. Köstlich.

    (Halb-5-Uhr-morgens-Gedanken). Einen schönen Sonntag!

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