Smart-Home-Beleuchtung: IKEA TRÅDFRI gibt es jetzt auch mit Farbwechsel

Über das smarte Beleuchtungssystem von Ikea namens TRÅDFRI haben wir in der Vergangenheit schon berichtet. Die Lampen lassen sich wie viele klassische Lösungen per Fernbedienung schalten, was teilweise für viele kein Kaufgrund wäre, aber es gibt ja noch die Geschichten wie Einbindung in Hue und bald Apple HomeKit, Amazon Alexa und Google Home. IKEA bietet diverse Lösungen an, die sich auch verknüpfen lassen. So gibt es den Bewegungsmelder, den Dimmer, die Fernbedienung und natürlich auch die App, denn die LED-Lampen verfügen über ein Gateway.

Wer ganz knallhart in Sachen Ausleuchtung unterwegs ist, kann sich zudem noch die ORMLIEN und SURTE LED-Türen und FLOALT LED-Lichtpaneele anschauen. Aber darum soll es hier gar nicht gehen, sondern um die Tatsache, dass bei IKEA mittlerweile auch „bunte“ LED-Lampen zu erwerben sind, die Farbe sich also regeln lässt. Die sind zur Stunde noch nicht auf der IKEA-Homepage gelistet, sind in den Filialen aber schon zu haben. Preislich liegt man bei Fernbedienung und Birne bei 34,99 Euro, also unter der Hue-Lösung. Unabhängig davon muss man natürlich bedenken, dass es noch weitere Anbieter solcher Lösungen gibt.

So, nun zum Plot. Ich war heute bei IKEA. Und eben da findet man TRÅDFRI, die ihre Farbe ändern können (Artikelnummer 703.389.51). Das war mir neu, denn auf der Webseite gibt es die neuen Lampen, wie eben erwähnt, noch nicht zu finden. Also mal nachgefragt: Wäre eine Neuheit, die noch nicht gelistet ist. Aha! Also mal gleich Gateway und die Birne nebst Fernbedienung gekauft. Die Birne TRÅDFRI nebst Fernbedienung kostet 34,99 Euro, natürlich kein Schnapper.
Die Birnen einzeln hatte IKEA nicht vorrätig, sondern nur das Set. Alleine dürften die einen Ticken günstiger sein und somit vielleicht für viele Einsteiger in Sachen Smart-Home-Beleuchtung eine interessante Geschichte – gerade in Hinblick auf das, was da noch kommt und bereits möglich ist. Hab mal eben mit dem iPhone quick’n’dirty ein Video gemacht und den kompletten Farbwechsel einmal durchgespielt.

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caschy

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56 Kommentare

  1. Name (erforderlich) says:

    Zu spät. Da Ikea keine farbigen anbot, habe ich die ganze Wohnung inzwischen mit Hue ausgestattet. War zwar nicht gerade „preiswert“, hat sich aber gelohnt. Besonders die Lichbänder in den Fenstern. So ist es immer hell „da draußen“ und Sonnenaufgang ist wann ich will.

  2. Mich täte eher mal interessieren, ob es den Bewegungsmelder auch einzeln gibt. Dürfte bei den Set-Preisen die ich gesehen habe konkurrenzlos sein und wäre das was mir noch fehlt (so 2-3 davon). Ansonsten bin ich schon länger mit Hue und Phillips Lux Lampen komplett ausgestattet.

    Aber das Smartphone ist halt zuhause nicht immer grad in der Hand, auf Komplettüberwachung via Google Home oder Alexa hab ich kein Bock und die Schalter sind auch nicht gerade günstig…

  3. Dafür mit 600lm ziemlich funzlig. Das mag ich an den „normalen“ Tradfri, man bekommt dank 980lm auch vernünftiges Licht. Gab es die farbigen Lampen auch als E14 Version?

  4. Was ich auf der Homepage und vorort im Laden gesehen habe, gibt es den Bewegungsmelder nur im Set mit einer LED-Birne.

  5. Ich bezweifle dass diese Teile auf Dauer so supported (Software) und weiterentwickelt werden wie die anderen Lösungen (e.g. Hue)

  6. Was mich an Ikea interessiert, wann kommt der Homekit Support?

  7. Heißt das, dass diese Lampen auch mit der hue bridge eingebunden werden können und auch die Lichtrezepte können? Dann wäre das für eine Erweiterung ganz interessant!

  8. Ich war am Freitag bei Ikea, da mich die Floalt Panels interessiert haben. Leider haben die nur drei Farbtemperaturen, man kann nicht stufenlos zwischen warm- und kaltweiß regeln. Alleine wäre mir das sogar noch relativ egal, aber ich will die im Zusammenspiel mit Hue betreiben, da hätte ich dann dauernd unterschiedliche Farben. Zudem braucht man anscheinend zwingend die Base um ein Firmware-update zu machen, damit die Ikea Leuchtmittel kompatibel mit Hue sind, nur dafür war mir das zu teuer.

  9. Das schöne ist dass man die IKEA Lampen mit der hue Bridge nutzen kann. Also Philips hie nutzen und bei Lampen deutlich sparen fetzt schon.

  10. Danke für den Hinweis!

    Meine Bitte an den Autor: Kommen sie schneller auf den Punkt. Der Artikel könnte sicher um die Hälfte gekürzt werden. Es wird so viel Drumherum erzählt, etwas klarer strukturiert wäre gut.

  11. Ich wußte gar nicht, dass IKEA auch BIRNEN verkauft.

  12. @Vasco, bei den meisten Mäusen gibt es ein Scrollrad.

  13. Mal wieder ist die Community schneller als der Konzern… Die Birnen lassen sich dank openHab Binding auch schon heute per Alexa steuern, also auch ohne die Hue Bridge

  14. Können die FLOALT-Panels eigentlich auch via App/Gateway gesteuert werden?
    Dann liesse sich da durchaus ein Setup zusammenbauen, das Sinn machen würde.

  15. @Vasco: Dann kennst du diesen Blog wohl nicht so gut. Hier gibt es keine drögen Tatsachenberichte. Caschy und seine Co-Autoren geben auch Meinungen und mal nen Schwenk ausm Leben wieder. Und uns Lesern gefällts… Also mir zumindest ^^
    #DankeCaschy

    @Donald: Made my day! XD

  16. @manuel: Die App spricht von Tür oder Panel, welches sich hinzufügen lässt.

  17. Das Wichtigste vergessen: Im Gegensatz zu Philips und Osram, hat IKEA bei dieser und den Warmweissen LEDs einen CRI von 90 statt miese CRI80 im Warmweiß Bereich.

    Wer’s nicht glaubt einfach für nen 10€ die Warmweisse IKEA LED kaufen und parallel ne Hue anschalten. Dann möchte man keine Hues Whites mehr. 10€ für ne CRI90 ZigBee LED mit 980 Lumen. Ich finde das ein Armutszeugnis für Philips und Osram.

    Die bunte Tradfri ist m.E. einen Schnapper, denn zieht man 7€ -10€ für die Fernbedienung ab, landet man bei 25€-18€ pro Stück. Oder man rechnet fairer weise die Fernbedienung bei HUE oben drauf.

  18. Leider immer noch nicht gelistet, was treiben die da nur?

  19. Ikeafilialen können erst seit dieser Woche bestellen. Liefertermin ungewiss, wahrscheinlich ab Mitte September großflächig verfügbar.

  20. Ich kann die Aussage von Gandalf bestätigen. Im System ist der Artikel gelistet. Online fehlt aber immernoch jede Spur. Auf Nachfrage in Dresden aber Ende September lieferbar.

  21. Nicht nur die farbige Tradfri ist neu hinzu gekommen, sondern auch die GU10 Warmweiß. Für die Wohnbeleuchtung aus meiner Sicht noch viel interessanter, denn sie kostet nur 6,99 gegenüber 14,99 für die GU10 mit einstellbarer Farbtemperatur. Gerade in Flur, Treppe, Toilette usw. eine sehr sinvolle Sache, da man sich da ja nicht lange aufhält und diese Räume sehr preiswert ins Zigbee-Netz bringt.

    Die bunte Tradfri hat zwar nominell nur 600lm, also 25% weniger als die hue. Der Preisunterschied ist aber auch extrem. Wer nicht nur per App oder Sprache schalten möchte, kann bei Tradfri die Farbe mit der normalen Fernbedienung einstellen. Mit den Links/Rechtstastern scrollt man durch den Farbraum. Hue hat nichts den Tradfri-Fernbedinungen vergleichbares; hier gibt es nur den hue Tab für ca. 57€, die Farbsteuerung beschränkt sich auf Szenen. Der hue-Dimmer könnte per App „All4Hue“ zwar zur Farbsteuerung umprogramiert werden, kostet aber auch 23€ – wobei, wenn man weiterhin noch dimmen möchte, die Bedienung nicht wirklich bequem ist (man muss kurzen und langen Tastendruck mit unterschiedlicher Funktion belegen). Macht dann 80€ für ein „Set“ Dimmer+Lampe bei hue. Da bekommt man schon mehr als zwei Tradfri-Sets.

    Ich selber nutze Tradfri und hue zur Zeit mit dem Gateway von Dresden-Elektronik (RaspBee auf RasPi). Da dies nach außen eine Hue-Bridge mit älterer Firmware simmuliert, laufen auch All4hue und Alexa. Allerdings ist hierüber keine Szenensteuerung möglich, das geht leider nur im Webinterface des Gateways (oder indirekt, indem man eine Hausautomatisation wie fhem installiert und hier Szenen erstellt). Da beim RaspBee alle paar Tage eine neue Beta kommt, ist das aber wohl nur eine Frage der Zeit.

    Gegenüber hue hat Tradfri den Vorteil der wirklich gelungenen und günstigen Fernbedienungen. Einzeln 15€, aber eine E27 mit Farbtemperatureinstellung kostet im Set mit Fernbedienung nur 5€ mehr als einzeln. Anders als bei Hue kann man hier die Farben bzw Farbtemperaturen schalten – zwar nur in Stufen (Farbtemperatur nur 3 Stufen), aber immerhin ohne App. Per App gehts ja wie bei hue ohne Stufen.

    Das neue Firmwareupdate für die Tradfri’s ist natürlich interessant, wenn man die günstigen Tradfri-Leuchtmittel mit der Hue-Bridge nutzen möchte. Das ist natürlich schön, weil dann auch hue-Nutzer Leuchtmittel mit vernünftiger Farbtreue (CRI über 90) bekommen können.
    Nur Infos, wie die Tradfri-Fernbedienungen an der Hue-Bridge verwendet werden können, fehlen noch. Gerade die Fernbedienungen sind ein riesen Vorteil gegenüber hue.

    Zu den anderen Kommentaren:
    – Die Lampen haben nicht nur drei Farbtemperaturen; die Fernbedienungen erlauben (wenn man sie nicht mit Tricks anders belegt) nur die Auswahl dreier Einstellungen. Per App ist man da freier
    – richtig ist aber, dass bei Tradfri die Farbtemperaturen und Farben anders ausfallen als bei hue. Grund ist, dass die warmweißen LED bei Tradfri wärmer sind als bei hue. Dadurch ist die Lichtqualität bei Tradfri ja so gut. Kombiniert man hue und Tradfri in einem Raum und stellt die Farbtemperatur per Fernbedienung ein, ist das störend. Programmiert man per App Szenen, die man hinterher nur noch aufruft, ist das egal.
    – Ärgerlich ist wirklich, dass das IKEA-Gateway für das update benötigt wird. IKEA sollte die Updatedateien wirklich zum Download anbieten. Hilft Hue-Nutzern zwar nicht, weil Hue das OTA-Update bei Fremdanbietern nicht durchführt, macht aber Sinn z.B. bei RaspBee, wo das Update von Fremdprodukten ginge.
    Das IKEA-Gateway ist mit 29€ aber nicht allzu teuer. Außerdem: 365Tage Rückgaberecht bei IKEA…

    Noch am Rande: Das neue farbige Leuchtmittel hat leider (anders als z.B. das GU10er Warmweiß oder E14) eine vergossene Elektronik. Man kann also nicht so einfach das Funkmodul ausbauen. Das ist schade, weil man mit ein paar Kleinteilen für ca 5€ (4 Transistoren, 1 12V/3,3V Stepdown-Converter, 8 Widerständen und 4 Mosfets) daraus einen Controller für RGBW-Strips bauen könnte.

    Insgesamt fehlt bei Tradfri jetzt noch:
    E14+GU10 color
    RGBW-Lightstrip-Controller
    WW/CW-Lightstrip-Controller 12 oder 24V (bisher nur 30-35V in den Float Leuchten, nicht einzeln erhältlich)
    Tradfri-Funksteckdose

    Cool wären natürlich noch Tradfri UP-Schalter – wobei eigentlich Schalterwippen für verschiedene Schaltersysteme noch interessanter wären. Also vorhandene Wippe abnehmen, neue drauf (die in geschalteter Position fixiert ist und die dabei dann gerade und nicht schräg ist) und die Oberfläche der Wippe dann als Magnethalterung für die Fernbedienung ausgebildet. Könnte man zwar mit einem 3D-Drucker selber machen, professionell gefertigt wäre es aber besser.

  22. Klingt ja genial… das RaspBee Modul hab ich hier auch schon eine Weile liegen, bin aber noch nicht dazu gekommen das zu basteln. Aber schön zu hören dass das gut geht. 🙂

    Aber eine andere Frage kommt mir gerade auf, da ja neben Preis einer der Hauptvorteile von Tradfri die Farbtreue zu sein scheint: Welchen wirklichen nutzen oder Vorteil habe ich eigentlich davon als stinknormaler Mensch ohne teure Kunst an der Wand etc…?

  23. Am Besten lässt sich der Unterschied der Farbwidergabe an den Extremfällen erklären. Nimmt man beispielsweise ein aus Rot, Grün und Blau gemischtes Weiß, so enthält dies nur sehr schmale Wellenbänder. Das ist z.B. bei Fernsehern oder der Beleuchtung weißer Wände kein Problem. Farbige Objekte reflektieren allerdings nicht alle Wellenlängen gleich. Im Extremfall könnte es also passieren, dass z.B. ein grünes Kissen gerade das Grün nicht reflektiert, das die grüne LED liefert – und schwarz erscheint. Zugegebenermaßen ein extremer Fall.
    Das entscheidende ist, dass Abweichungen von dem Licht, was die Natur liefert, damit als unnatürlich wahrgenommen wird – sei es das Sonnenlicht, sei es das abendliche Lagerfeuer. „Unnatürlich“ bedeutet in der Natur aber meist „Gefahr“. Unser Gehirn ist darauf programmiert, dann besonders aufmerksam zu sein.
    Manchmal ist dieser Effekt gewünscht: Auf einer Party will man wach sein – und in eine „entrückte“ Stimmung versetzt werden. Dabei helfen nicht nur Alkohol usw., sondern auch das unnatürliche Licht. Die Wahrnehmungsänderung ist gewünscht. Hie sind RGB-Stripes also durchaus etwas feines.
    Anders ist das, wenn man nach einem Arbeitstag entspannen möchte. Man will sein Gehirn in den Entspannungsmodus bringen – und das geht nur, wenn die Umgebung natürlich wirkt. Wer hier Licht mit unnatürlicher Spektralverteilung einsetzt, tut sich nicht wirklich etwas gutes.
    Die Probleme mit der Unnatürlichkeit von Lichtquellen ist der Grund, warum viele Menschen bis heute auf Glühbirnen schwören. Dieses Licht entspricht in seinem Spektrum einer Mischung aus Sonnenlicht und gemütlichem Lagerfeuer. Es wirkt natürlich und weckt den Gegahrenmodus im Gehirn nicht.
    Was die EU im Namen des Energiesparens der Gesundheit der Bevölkerung angetan hat, steht in keinem Verhältnis. Lange Zeit waren die energiesparenden Lampen derart unnatürlich, dass das Lichtspektrum künstlich das Gehirn in den Alarmmodus versetzte.
    Endlich gibt es auch LED-Beleuchtungen, deren Spektrum dem natürlichen Licht nahe kommt – und der CRI drückt aus, wie nahe. Wo die Schwelle liegt, bei der das Gehirn unbewusst noch erhöht aufmerksam ist, ist letztlich noch nicht erforscht. Klar ist jedoch, das für Entspannung gilt: Natürlich ist besser und damit für den CRI tatsächlich mal: Mehr ist besser.

    Man muss also sehr nach dem Einsatzzweck gehen, wenn man sich für eine Beleuchtung entscheidet: Wohnbeleuchtung, Effektbeleuchtung im Wohnbereich oder Partybeleuchtung.

    Das schwedische Möbelhaus ist auf Wohnen und damit Wohnbeleuchtung ausgerichtet (O.K. nach der Werbung müsste man jetzt Lebensbeleuchtung sagen). Eine als natürlich und angenehm empfundene Beleuchtung gehört dazu.
    Eine Folge ist, dass Whitespectrum schon bei 2300K beginnt. Die verwendeten LED sind anders als bei Philips und erreichen auch dadurch einen besseren CRI. So hat das farbige LED-E27-Leuchtmittel nur bei rot und blau die klassischen LED ohne Beschichtung. Nicht nur Warmweiß, sondern auch „gelbgrün“ sind LED mit Beschichtung. Bei Ansteuerung mit All4Hue über RaspBee merkt man, dass die angezeigten Farben in der App, die denen einer angeschlossenen hue entsprächen, anders als bei der Ikea-Lampe ausfallen. Auch liefert die Ikea-Lampe noch stärker Pastelltöne. Guter CRI und das Motto „Wohnst Du noch, oder lebst Du schon“ wird hier tatsächlich ernst genommen.
    Farbeffekte ja, aber bei möglichst natürlichem Licht.

    Phillips hat ein Dilemma:
    Durch den frühen Marktstart war ein CRI von 90 technisch noch nicht drin. Würde man jetzt die Farbwidergabe verändern, passen alte und neue Leuchtmittel nicht mehr zusammen. Macht mans nicht, ist die Wohnbeleuchtung von IKEA aber von der Lichtqualität besser.
    Auch führt die Verwendung beschichter LED, bei denen die eigentliche monochromatische LED eine Leuchtschicht mit breiterem Spektrum anregt, natürlich zu einer geringeren Lichtausbeute – keine Wandlung ohne Verlust. Gute Lichtqualität gibt es halt nicht umsonst. Bei der Colour-Tradfri gibts nur 600lm gegenüber 800lm bei Hue. Trotzdem ist Tradfri im Wohnbereich besser – nimmt man eben zwei, kostet ja nicht so viel (und blendet auch weniger, wenn man dezentral beleuchtet)

    Noch hat Hue die bessere Einbindung ins Smarthome. Tradfri holt aber erheblich auf. Die Marktmacht und der Umsatz von Ikea ist nicht zu unterschätzen.

    Spannend wird sein, wann IKEA auch Tradfri Lightstrips auf den Markt bringt und hue völlig obsolent macht. In Hinblick auf die Ausrichtung auf den Wohnlebensbereich müssten diese der E27-Colour-Tradfri entsprechen, also zwei der vier Farben müssten beschichtete LED sein. Das haben normale Lightstrips nicht, hier ist Philips mit seinem Lightstrip+ mit fünf LED, davon zwei beschichtet, noch einzigartig.
    Die Produktentwicklung für Whitespektrum-Lightstrips dürfte schneller gehen – sind in Float ja schon drin.

    Hue ist kein schlechtes System. Aber Tradfri ist in den Wohnräumen einfach besser. Bis auf diejenigen, die tatsächlich schon komplett auf Hue umgerüstet haben, ist das aber weniger problematisch, als es scheint. Man hat ja meist Aufenthalts- und Funktionsräume. Flur, Waschküche, Kellertreppe, Keller, Toilette – all das wird man bei den Kosten von hue wahrscheinlich noch nicht umgerüstet haben. Rüstet man nun die Aufenthaltsräume (Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer) mit Tradfri aus, kann hue ja für die anderen Bereiche genutzt werden…

  24. Wow, Danke für diese äußerst ausführliche Antwort! 🙂

    Ich bin aber „leider“ genau so ein Fall, hab vor etwas über 2 Jahren komplett auf Hue + Phillips Lightify + Dresden Electr. FLS-PP umgerüstet. Ich lebe allerdings in ner 3 Zimmer Mietwohnung in der Stadt, von daher bin ich bereits voll ausgestattet.

    Lightify ist zwar günstiger (deswegen hab ich damit erweitert), allerdings musste ich feststellen dass es technisch doch unterlegen ist. mind. eine Lightify zirpt gedimmt hörbar (die war am bett, wurde gegen ne hue ausgetauscht) und eine andere ging vor kurzem einfach defekt. Die wurde allerdings nach Support kontaktieren und einschicken, trotz abgelaufener(!) Gewährleistungszeit, anstandslos ausgetauscht. Ich hab sogar eine zweite dazu geschenkt bekommen, als Entschädigung da ich Versand hin selber zahlen musste (kosten ja immerhin auch um die 35€ glaube – Classic A E27 RGBW)
    Mal sehen wie lange die anderen Lightify halten…

    Aber die Ikea Sachen find ich echt spannend. Ich hoffe ja wie gesagt immer noch, dass es den Bewegungssensor irgendwann einzeln geben wird. Oder die Fernbedienung. Mir mangelt es nämlich noch etwas an Schaltmöglichkeiten.

    Tja so ist das mit neuer Technik, die ist in Bewegung. in 2-3 Jahren wird’s wieder ganz andere und bessere Sachen geben…^^

  25. Meine beiden Tradfri E14 zirpen im ausgeschalteten Zustand. Hat das noch jemand, ist das normal?

  26. Kann mir hier jemand verraten, wie man das Licht farbig bekommt?! Ich habe die Leuchte mit Fernbedienung heute gekauft und sie will partout nicht farbig?! Auch in der App gibt’s gar keine Optionen Hab die Artikelnummer schön abgeglichen, die ist auf jeden Fall bunt

  27. @FrankOL Ja ist bei mir auch so

  28. Bei der mitgelieferten Fernbedienung im Set ändert man die Farbe mit den rechts-/links-Tasten. Beim RaspBee ließen sich nicht sofort nach dem Anlernen die Farben des Leuchtmittels einstellen. Erst als ich die Farbe für die Gruppe verändert habe, klappte auch die Farbänderung für das einzelne Leuchtmittel.
    Bei Betrieb am RaspBee ist die Steuerung der Farben per Fernbedienung leider nicht so einfach. Hier habe ich es bisher lediglich hin bekommen, mittels All4Hue die Tasten links und rechts auf jeweils verschiedene Farben zu belegen.

  29. In dem IKEA Unternehmensblog (http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/beleuchtung-per-sprache-steuern) wurde am 25.09.2017 von einem IKEA Moderator auf die Frage „Wann kommt das angekündigte TRÄDFRI Update für die Sprachsteuerung über Alexa?“ geschrieben:
    „Hej BiPu, es dauert nicht mehr lange, das Update wird in wenigen Tagen verfügbar sein. Leider können wir aber aktuell noch kein fixes Datum nennen. Viele Grüße vom IKEA Blog-Team“

    Wenige Tage sollte ja dann wohl noch diese Woche heißen… Sonst hätte man mMn eher von Wochen/Monaten oder „bald“ gesprochen.

  30. @Ahl Stört das sonst niemanden? Ich habe das sonst noch nirgends gelesen.
    Mit der Hue habe ich ein Wecklicht eingerichtet im Schlafzimmer. Das würde mit einer Tradfri so nicht gehen, wer will die ganze Nacht auf ein zirpen hören?

  31. E14er habe ich nicht, bei meinen E27 und GU10 habe ich aber kein Zirpen gehört.

    Für die im Artikel vorgestellten E27-Colour sollte ein Zirpen allerdings technich unmöglich sein, da die Elektronik voll vergossen ist, sich also nichts hochfrequent bewegen kann. Also sollten zumindest diese auf jeden Fall schlafzimmerkompatibel sein.

  32. Ich habe zwei E14er, keine zirpt. Eine ist aktuell im Schlafzimmer und Beanstandung auch von Nr. 1.

  33. Ist etwas von rgb e14 bekannt?

  34. Mal eine Frage in die Runde, was ist denn mittlerweile empfehlenswert wenn man komplett bei null anfängt und gerne die Räume mit smarten Lampen ausrüsten möchte?

    Ist es heute noch sinnvoll auf eine Philips Hue Bridge zu setzen und daran die Ikea Lampen zu nutzen (mit dem entsprechenden Aufwand den das mit sich bringt) oder ist es besser gleich komplett auf das Ikea System zu setzen?

  35. Das Problem bei der hue-Bridge ist, dass sich die Tradfri-Fernbedienungen nicht daran nutzen lassen. Grade die sind aber besonders günstig, vor allem in den Sets, bzw. man erwirbt sie zwangsweise bei Float-Panels,Leuchttürmen und den bunten E27ern.
    Philips Funkdimmer kosten ab ca. 24€, ohne die Möglichkeit, hierüber die Farbtemperatur zu regeln. Auch die Bewegungsmelder von Ikea kosten deutlich weniger als die aus dem hue System und lassen sich nicht an der hue-Bridge nutzen. Allerdings: Für die hue Bridge gibt es sehr viele Apps, z.B. All4hue. Damit kann man die hue-Dimmer so umprogramieren, dass z.B. durch doppelten Tastendruck Szenen aufgerufen werden – man spart sich einen extra Szenenswitch.

    Das Tradfri-Gateway hat ein großes Manko: Leuchtmittel lassen sich nur von einer Fernbedienung schalten. Da Zigbee nur ca. 10m Reichweite hat, aber alle Leuchtmittel, solange sie Strom bekommen, als Repeater arbeiten, muss man die normalen Lichtschalter auf „an“ lassen, will man das Netzwerk nicht stören. Am besten normalen Lichtschalter ausbauen, Kabel fest mit Wago-Klemmenbrücken und Dosenabdeckung drauf.
    Man möchte allerdings normalerweise wohl weiter an den Stellen, wo die Lichtschalter waren, händisch schalten können. Also klebt man auf die Dosenabdeckung eine Fernbedienung (bzw. die Magnethalterung der Fernbedienung). In einem Flur, dessen Licht vorher mit drei Schaltern schaltbar war, braucht man nun also drei Fernbedienungen, welche die gleiche Gruppe an Leuchtmitteln steuern. Das IKEA-System kann dies nicht; nach meiner Rückfrage an den Support ist dies auch nicht in Planung.

    Aus meiner Sicht ist das IKEA-Gateway damit leider unbrauchbar; einzig für Firmwareupdates macht es Sinn.
    Wenn Du damit leben kannst, die teureren hue-Fernbedienungen anzuschaffen, oder Szenen per umbelegter ist das hue-gateway die bessere Wahl.

    Wenn Du allerdings auch die günstigen Fernbedienungen und Bewegungsmelder verwenden möchtest, gibt es momentan einzig das RaspBee-Gateway mit aktueller beta-Rest-API. Aus meiner Sicht das beste System; allerdings nicht wirklich für Einsteiger.

    Aus jetziger Sicht gilt also Hue-Gateway + hue Dimmer&Bewegungsmelder + Tradfri-Leuchtmittel ist für Anfänger optimal (sofern sie nicht Apples Homekit nutzen wollen). Die zwangsweise erworbenen Tradfri-Fernbedienungen kann man ja verkaufen. Ich selbst brauche noch ca. 10 Stk… Üblicher Preis für ungenutzte Fernbedienungen aus Sets sind ungefähr 10€.

  36. @Ole
    Als erstes mal danke für deine sehr ausführliche Antwort.
    Dass man nicht zwei Fernbedienungen gleichzeitig koppeln kann mit einer Lampe ist in der Tat ein großer Nachteil. Ginge denn der Dimmschalter plus die große Fernbedienung mit einer Lampe oder ist das wirklich nicht drin?

    Alternativ was passiert denn wenn man die Lampen hart über einen klassischen Schalter an aus schaltet? Sprich klassisch an der Wand an aus und dann bei Bedarf am Bett mit der Fernbedienung ausschalten oder umschalten. Geht das oder spricht da was dagegen?

  37. Es gibt mit dem Tradfri-Gateway wirklich keine Möglichkeit, mehrere Steuergeräte (Dimmer, Fernbedienung, Bewegungsmelder) mit dem gleichen Leuchtmittel zu koppeln. Jedes Steuergerät ist eine „Gruppe“ in der Tradfri-App – und jedes Leuchtmittel kann dort nur in einer Gruppe sein. Man kann ein Leuchtmittel nur aus einer Gruppe in eine andere verschieben, nicht aber kopieren.

    Für das reine An-/Ausschalten gibt es einen Workaround mit der iHaus-App: Man kann Aktionen definieren, z.B. geht ein Leuchtmittel an, wird eine andere Gruppe auch angeschaltet. dazu muss die iHaus-App laufen.
    Braucht man also in einem Flur z.B. zwei Fernbedienungen und hat 3 Leuchtmittel, so packt man Leuchtmittel 1+2 in die Gruppe der Fernbedienung 1 und Leuchtmittel 3 in Gruppe 2.
    Dann legt man 4 Regeln an:
    Bei Einschalten von Leuchtmittel 1 schalte Gruppe 2 an
    Bei Ausschalten von Leuchtmittel 1 schalte Gruppe 2 aus
    Bei Einschalten von Leuchtmittel 3 schalte Gruppe 1 an
    Bei Ausschalten von Leuchtmittel 3 schalte Gruppe 1 aus

    Dimmen wird so nicht übertragen, auch Farbtemperatur nicht. Im Flur kann man ggf damit leben. Aber irgendwie ist der Ansatz rektal durch den Dünndarm ins Auge.

    Hartes Ausschalten kann ein Problem sein, wenn das Zigbee-Netz dadurch unterbrochen wird. Ich habe z.B. Lehmwände verputzt auf Streckmetall. Mein Gateway steht im Schlafzimmer. Waren die Lampen im Schlafzimmer hart ausgeschaltet, arbeiten sie nicht als Verstärker, die Verbindung reichte nicht mehr ins Treppenhaus. Inzwischen habe ich auch im Flur die GU10er – damit reicht das Netz auch bei hart ausgeschaltetem Schlafzimmerlicht.
    Ein weiteres Problem: Im Sommer ist es abends ggf. noch hell, wenn man sich hinlegt. Man liest noch etwas – dann wirds dunkler und man will das Licht anmachen. Aufstehen und den Lichtschalter betätigen…

    Was natürlich neben einem Steuergerät geht: Schalten per App oder per Alexa. Also vor dem Einschlafen „Alexa, Schlafzimmer aus“ statt Schalterdruck. Bei mir allerdings wegen Schlafapnoe nicht: Wenn ich die Atemmaske auf habe, versteht mich Alexa nicht mehr…

  38. Die neuen Tradfris gibts jetzt auch im Onlineshop!

    Noch eine Ergänzung zum Thema Fernbedienungen: Ich habe mir per ebay eine RGBW E27 aus China geordert (noch bevor die RGBW bei Ikea rauskam), sehr günstig für 24€ mit Zigbee Fernbedienung. Sind leider nicht mehr verfügbar; allerdings die Fernbedienungen gibt für ca. 17€ von anderen Anbietern. Die sind ganz interessant. Angemeldet an meinen RaspBee werden die bei deConz als Knoten angezeigt, allerdings scheinbar ohne jede Funktion – im Webinterface auch nicht zu sehen. Die Fernbedienung hat an/aus, das sofort nach der Anmeldung direkt auf alle Leuchtmittel des ganzen Zigbee-Netzes wirkt – auch bei ausgeschaltetem Gateway. Leider wirken auch die Dimmertasten aufs ganze Netz und die Farbtemperaturtasten gar nicht bei mir. Spannend sind aber die vier Gruppentasten, die man die Leuchtmittel anlernen kann (richtig gelesen: hier wird anders als bei Tradfri Fernbedienungen die Fernbedienung an das Leuchtmittel angelernt). Man kann so Schaltgruppen aufbauen, die unabhängig vom Gateway funktieren – vorausgesetzt, die Tradfri Leuchtmittel haben aktuelle Firmware.

    Das sollte also auch mit dem IKEA-Gateway funktionieren, ich kann das allerdings momentan nicht testen. So ließe sich zumindest das Schalterproblem in Fluren lösen. In meinem Fall viel interessanter: Ich werde die erste Gruppentaste für das Außenlicht, die zweite für das Treppenhaus, die dritte mit dem Flur im EG und die vierte mit dem Flur im OG belegen. Die Alles-Aus-Taste drücke ich beim Verlassen des Hauses. Das ganze noch in ein anderes Gehäuse eingebaut und ich habe den idealen Schalterblock innen neben der Eingangstür. Eine Fernbedienung für ca. 18€ ersetzt dann 4 andere Fernbedienungen.

  39. Ich habe jetzt meinen ersten ‚Tradfri‘-DoItYourself-Lightstrip fertig. War absolut simple:

    1. GU10 Warmweiß zerlegt und Zigbee-Modul ausgebaut
    2. 3 Drähte angelötet (3,3V, Masse, PWM)
    3. Masse und 3,3V an den Ausgang eines 12v auf 3,3V Stepdownwandlers (1€ mit Versand aus China)
    4. PWM an Gate eines IRLB8721 (10 Stk 4,70 aus China)
    5. Source des IRLB8721 an Masse des Netzteils
    6. Masse des Stepdownwandlers an Masse des Netzteils
    7. Lightstrip Masse an Drain des IRLB8721
    8. 12V des Netzteils an den Eingang des Stepdownwandlers und an den Lightstrip.

    Lief auf Anhieb. Für ca. 8,50€ habe ich so einen warmweißen Lightstrip auf Zigbee umgerüstet.

    Entsprechend sollte es mit farbigen und farbtemperaturregelbaren Strips gehen, wenn man die entsprechenden Leuchtmittel zerlegt (beim RGBW schwierig, da vergossen) und für jeden Kanal einen IRLB8721 LogicLevel MosFET nimmt.
    Aus meiner Sicht sind 1- und 2channelcontroller aber wichtiger als RGBW für die Wohnbeleuchtung; sie gibt es in größerer LED-Dichte und ermöglichen es, günstige Leuchtpanele umzurüsten. Bei billigen China Panels, die mit 90V arbeiten, tauscht man den verbauten Lightstrip gegen einen mit 12 oder 24 V und zahlt unterm Strich immer noch weniger als ein Drittel des Preises eines 60*60 Float.

    Da man Strips gut trennen und zusammen setzen kann, lassen sich auch Leuchten umbauen, die für Leuchtstoffröhren gedacht waren – wenn einem die bisherige Lampe gefällt, einfach Elektronik ausbauen und das bisherige Leuchtmittel mit Stripabschnitten bekleben.

  40. @ Ole Urgast
    Kannst du vielleicht ein paar Fotos deines Projekts online stellen?
    Habe die Bauteile bei Conrad und ebay gefunden. Bin mir nur nicht sicher, welches die ZigBee-Platine ist.

  41. RGBW-Testaufbau:
    (Modul aus Tradfri E27 Colour)

    https://picload.org/view/dgplddla/img_20171015_223152.jpg.html

    Warmweiß-Testaufbau:
    (Modul aus Tradfri GU10 Warmweiß)

    https://picload.org/view/dgpcdpla/img_20171018_012621.jpg.html

    Hier ist noch ein Dual-Spannungsregler im Einsatz, weil ich beim Test so viel wie möglich stecken wollte. Ich suche in meinem Lager noch passendes Gehäuse und Stecker/Buchsen, dann wird das alles ordentlich eingebaut und verlötet.

  42. Habe eben die Bilder vertauscht. Das erste ist natürlich das warmeiße, das zweite RGBW

  43. Beim RGBW-Lightstripcontroller gibts ein Problem: Blau schaltet nicht richtig ab, sondern leuchtet ganz schwach weiter. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das ein Firmwarebug; die Lampen verwenden das xy-Farbmodell und erhalten beim Ausschalten den ungültigen Wert 0/0. Warum das bei der Birne nicht auffällt, weis ich nicht – vieleicht sind die MosFETs etwas träger als meine. Ist jedenfalls ärgerlich.
    Ich werde wohl als Workaround noch einen Arduino nano pro 3,3v integrieren und die Impulslänge des blauen Kanals messen lassen – ist sie sehr klein, lasse ich dann den Arduino den Kanal abschalten. Ist zwar eine übertrieben aufwändige Lösung, kostet aber weniger als 2€ – und wer weiß, wann das Problem durch Firmwareupdate gelöst wird.

    Ein weißspectrum-Controller und ein warmweiß-Controller sind bei mir inzwischen erfolgreich im Produktiveinsatz. Hier gibts keine Probleme. Ich habe mich für einen 3.6bis 36v zu 3,3v Stepdownwandler entschieden, meine Controller arbeiten daher jetzt alle mit 5, 12 und 24v-Lightstrips.

    Aufgrund des Problems bei der RGBW ist mir da noch die Idee einer „Lichtsäule“ statt Dimmen gekommen. Man nehme einen 1-Kanal Zigbee-Controller und schließe einen Arduino an, der die Impulslänge misst. In Abhängigkeit von der Impulslänge schaltet man digitale Ausgänge des Arduinos, die via MosFETs ihrerseits Abschnitte eines Lightstrips schalten – volle „Helligkeit“ bedeutet dann ganzer Lightstrip an, halbe Helligkeit ist halber Lightstrip. Quasi wie die Aussteuerungsanzeige am Mischpult. Mit einer Disco-App für hue (z.B. All4Hue) ein cooler Effekt. Man könnte den Arduino natürlich auch einen digitalen (adressierbaren) Strip ansteuern lassen (würde viel Verkabelung sparen), leider finde ich die nur als RGB, nicht einfarbig.

  44. @Ole Urgast
    Kannst Du mir vielleicht einen Produktlink zu dem Step Down Wandler schicken? Ich finde keinen mit Niedervolt-Steckverbinder, wie auf Deinen Fotos.
    Wäre auch ein Mini DC Buck möglich, anstelle eines LM2596? Ich hab von Messelektronik nicht so sehr viel Ahnung, kann das aber handwerklich gesehen problemlos zusammenlöten. 😉 Mir ginge es um die Größe und die damit einhergehende Ampere-Zahl. Dürfte doch mit 1A für den Zigbee-Controller ausreichen, oder?

    Was ich auch noch wissen möchte, wenn Du so freundlich wärst, die GU10 gibt es in zwei Arten. Ich habe überwiegend günstige Lightstripes von Pearl, die zuverlässig schon seit einigen Jahren funktionieren und auch dimmbar sind, allerdings manuell. Da wird nur ein Regler zwischen Netzteil und Stripe gesteckt.
    Wenn ich die umbauen will, lassen die sich dann ebenfalls, wie die günstigen GU10 auch dimmen? Welche GU10 benötige ich dafür?

    Wenn das hier erlaubt ist, wäre mir auch mit einem Link zu den günstigen Leuchtpanelen aus China geholfen. Auch da finde ich leider keine, die auf den Preis kämen, den Du vorrechnest. 😉

    Vielen lieben Dank für eine mögliche Antwort.
    Das würde mir sehr helfen.

    Gruß
    David

  45. Die bisherigen Bilder waren noch freifliegende Testaufbauten – der abgebildete Spannungswandler ist quasi ein Universalmodell für Experimentierboards, das die 12V Eingangsspannung, 5V und 3,3V liefert. Zum Ausprobieren ideal, für die Endversion etwas überdimensioniert.

    Für die Endversion habe ich einen Stepdownwandler 3,6-36V zu 3,3V eingesetzt. Ich wollte nämlich, dass sowohl 12V, als auch 24V Lightstrips verwendet werden können. 12V auf 3,3V reichte mir also nicht. Auch hier ist der Stepdownwandler ziemlich überdimensioniert (2A), das Zigbee-Modul braucht 100-150 mA maximal. Die Produktbezeichnung bei eBay ist „DC-DC 3.6~40V 24V 36V to 3.3V 5V 12V 2A Buck Step-down Voltage Converter Module“ (man muss dann natürlich 3,3V auswählen). 1,61€ einschl. Versand aus China sind ganz O.K.
    Es ist allerdings definitiv das größte Bauteil auf der Platine.

    Ein Bild des produktiv eingesetzten Controllers in dualwhite: https://picload.org/view/drgogcor/img_20171025_150032.jpg.html

    Hier kommen die 12V (bzw. 24V) über ein Kabel, an das ich eine Hohlkupplung gelötet habe. Man könnte natürlich auch Klemmen nehmen oder eine Buchse auf die Platine löten.

    Ausgang ist hier +12/24V und die zwei pulsweitenmodulierten Masseausgänge.

    Das Zigbee-Modul hier stammt aus einer Tradfri E27 whitespectrum (Set mit Fernbedienung 25€), da ich momentan noch einige Fernbedienungen brauche. Es ist das gleiche wie in einer Tradfri GU10 Weißspektrum (14,99).

    Das Zigbee-Modul in einer Tradfri GU10 warmweiß (6,99) steuert nur einen Kanal – denke Dir bei dem Bild den einen MosFET und das Kabel dahin weg. Zusammen mit einem warmweißen LED-Strip ideal z.B. für die Arbeisplattenbeleuchtung in der Küche.

    Zum Weißspektrum noch eine Anmerkung: Es werden maximal 50% der maximal möglichen Helligkeit erreicht. Bei warmweiß sind die warmweißen LED an, die kaltweißen aus. Bei kaltweiß entsprechend umgekehrt. Bei normalweiß je 50%. Am hellsten wäre jedoch je 100%, was das Zigbee-Modul nicht unterstützt.
    Das halbiert nicht nur die theoretische maximale Helligkeit, sondern natürlich auch den Strombedarf. Wenn ein 5m Stripe nominell ein Netzteil mit 72W bräuchte, benötigt man mit dem Controller nur 36W (die beiden Farbtöne werden abwechselnd aktiv).

    Der Grund für dies Verhalten ist relativ einfach:
    1. Die Helligkeit soll sich ja beim Ändern der Farbtemperatur gar nicht ändern.
    2. LED und Netzteil in einem Leuchtmittel erzeugen eine gewisse Abwärme. Je nach Bauform und LED-Typ kann ohne Überhitzung nur eine bestimmte Wärmemenge abgeführt werden. Bei den üblichen LED-Typen kann bei E27 ca. die Wärmemenge abgeführt werden, die bei der Produktion von ca. 1000 Lumen entstehen; bei GU10 ca. 400 lm.
    Es konnen zwar mehr LED im Leuchtmittel sein – sie dürfen dann aber eben nicht voll leuchten.
    Das ist auch der Grund, warum die warmweißen LED-Leuchtmittel ungefähr die gleiche Helligkeit haben, wie die Weißspektrum – letztere aber doppelt soviele LED enthalten.

    Bei einem Lightstrip ist das anders: aufgrund der Länge ist das Wärmemanagement kein Thema. Auch das Netzteil kann man für volle Helligkeit dimensionieren. Insofern könnte man hier schlicht zwei weitere MosFETs parallel schalten und über ein zweites, einkanaliges Zigbee-Modul oder eine per WLAN angesteuerte NodeMCU mit Fauximo zum Einschalten eines „Superhell Normalweiß“ steuern. Oder man nimmt einen Schalter zum Überbrücken der MosFETs. Das macht Sinn, wenn der Streifen normalerweise von der Helligkeit reicht und man nur beim Aufräumen und Putzen mehr Helligkeit braucht (z.B. bei mir im Flur).

    Das betrifft wie gesagt nur Whitespectrum-Strips.

    Was Leuchtpanele angeht, so finde ich das Angebot im Moment auch nicht mehr. Das waren zwei Stück 60*60 (oder 62*62) für zusammen 23,95€ inkl. Versand.

    Die Umrüstung solcher Panels ist nicht ganz trivial, denn sie arbeiten mit Konstandstromquellen und dürfen sekundärseitig nicht per Pulsweitenmodulation gedimmt werden. Man muss das Dimmen in der Konstantstromquelle selbst vornehmen – oder die LEDs und das Netzteil gegen Konstantspannung tauschen (also Lightstrip und passendes Netzteil).

    Der Hintergrund:
    LED haben eine Durchlassspannung, eine Grenzspannung und einen zulässigen Maximalstrom. Eine typische 5050 warmweiße LED hat z.B. 3,2V Durchlasspannung, 3,3V Grenzspannung und 60mA (genauer:3*20mA, es sind drei LED in einem Gehäuse) Maximalstrom.
    Die Spannungsangaben sind nicht fix, sondern sinken mit steigender Temperatur.
    Die LEDs können also nicht einfach an eine Spannung gelegt werden – unterhalb der Durchlassspannung blieben sie dunkel, oberhalb würde (spatestens durch die Erwärmung) schnell die Grenzspannung erreicht und dadurch die maximale Stromstärke überschritten – es wird sehr kurz sehr hell und dann dauerhaft dunkel…

    Die Lösung besteht darin, den Strom zu begrenzen:
    a) durch Vorwiderstand
    Hat man 12V Spannungsquelle, würden an drei in Reihe geschalteten warmweißen 5050 3*3,2 V abfallen. Verbleiben 2,4V, die an einem Vorwiderstand abfallen müssten. 0,06 A sollen fließen. Der Widerstand müsste also 2,4/0,06=40 Ohm haben. Es würden 2,4*0,06=0,144W in Wärme umgesetzt.

    Dummerweise haben alle Bauteile Toleranzen, so dass man den Widerstand größer wählen muss. Dadurch ist es durchaus normal, wenn tatsächlich nicht 60mA fließen, sondern eher 45.

    b) Kontantstromquelle

    Eine elektronische Regelschaltung regelt den Ausgangsstrom konstant auf das, was LEDs brauchen – hier z.B. 60mA. Das produziert weniger Abwärme und erlaubt es, die zulässige Stromstärke besser auszunutzen.
    Würde man die LED vom Netzteil nehmen, wäre der Regelkreis unterbrochen. Eine PWM-Dimmung sekundärseitig macht aber genau das, stört also die Stromregelung. Im besten Fall funktioniert es einfach nicht. Im schlimmsten Fall brennt es.

    Nicht zu verwechseln mit sekundärseitiger PWM sind Konstantstromquellen mit PWM-Eingang. Hier wird das PWM-Signal von der Regelschaltung ausgewertet und entsprechend der Ausgangsstrom gesenkt.
    Solche Konstantstromquellen sind nicht billig.

    Erste Wahl ist bezüglich erreichbarer Helligkeit und Energieeffizienz also die Konstantstromquelle, deren Ausgangsstrom immer dem entsprechen muss, was die Last abnehmen darf (oder weniger, nie mehr!). Due KSQ muss also zum Leuchtmittel passen. Das bedeutet auch, dass das Leuchtmittel „unveränderlich“ sein muss – ein loser Lightstrip, den man kürzen kann (und der damit seine Stromaufnahme ändert) ist, anders als z.B. Panele mit fest verbautem Strip, nicht für KSQ geeignet.

    Der Selbstbau eines dimmbaren Lightpanels ist also ein spannendes Projekt; die Energieeffizienz ist aber schlechter (ca.20% – kann ich mit leben) und die erreichbare Helligkeit wird durchaus geringer sein (ich schätze weniger als halb so hell gegenüber Ikea Float). Letzteres ist bei mir ausnahmsweise positiv: Meine Decke ist relativ uneben und ein normales Panel hat wegen der hohen Decke immer noch zu spothaftes Licht. Daher will ich 1,30m x 1,30m oder gar 1,30* 2,00 aus 60*60 Panels mit Stegen (für Kabel und Elektronik) bauen. Da dürfen die Panels gerne dunkler sein.

    Zu den Lightstrips von Pearl:
    Wenn sie mit einer Konstantspannung (z.B.12V) versorgt werden, müsste es funktionieren. Auf jedem Fall, wenn sie kürzbar sind. Wird die manuelle Dimmung zwischen Netzteil und Lightstrip gesteckt, ist sie nichts anderes, als ein PWM-Dimmer. Die benötigten Teile für so einen PWM-Dimmer sind spottbillig; in meiner Schaltung benutze ich schon übertrieben dimensionierte MosFETs, weil ich die bequem lötbare TO220-Bauform nutzen möchte. Im Pearl-Regler braucht es weder LogicLevel, noch 100V/35A, da ist sicherlich ein SMD-Mosfet im Centbereich verbaut…

    • marc_is_curious says:

      Vielen Dank für die sehr interessanten Ausführungen zu den Zigbee Verschaltungen –
      für mich als „Newbee“ eine grossartige Hilfe!

      Ich habe mit „Fritzing“ probiert die beschriebenen/fotografierten Konfigurationen nachzubauen:
      – Liege ich mit dem Bildern* richtig?
      – reicht es für jeden Kanal ein Mosfet zu ergänzen?

      *
      https://picload.org/view/ddwrdwga/zigbee-warmwhite-to-stripe.jpg.html
      https://picload.org/view/ddwrdwda/zigbee-dualwhite-to-stripe.jpg.html

      • Die rote Verbindung vom Stepdownwandler zum Lightstrip irritiert etwas. Wenn an DC_in_out die 12V vom Eingang des Stepdownwandlers anliegen, wäre es richtig. Übersichtlicher wäre es aber wohl die Linie vom Netzteil oder vom +12V-Eingang des Stepdownwandlers zum Lightstrip zu ziehen.

        Eine bebilderte Anleitung (aber ohne Schaltpläne) habe ich inzwischen unter http://www.urban.tk online gestellt.

        Bei RGBW gibt es bei direktem Anschluss von Mosfets bei der blauen Farbe ein Flackern; das Tradfri-Modul ist da gestört. Diese Störungen reichen direkt angeschlossene Mosfets zu schalten. Die Stromstärke ist aber so gering, dass schon ein Optokoppler sie nicht überträgt. da ein vierfach MosFET-Modul aus China so einen Optokoppler verbaut hat, drängt es sich als Lösung auf.
        Bei RGBW reicht es also nicht nur zwei MosFETs mehr auf gleiche Weise einzuzeichnen (auch ist das Tradfri-Modul ganz anders vom Anschluss)

  46. Wow. Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    Da hab ich noch Lektüre für heute Abend. 🙂
    Also ich möchte eigentlich nur meine Lightstripes in meinen Rolladenkästen, die nach unten hin Milchglas-Scheiben haben, mit den restlichen Tradfri, erstmal ansprechen und später mit ioBroker und letztlich mit Alexa steuern.

    Die Stripes haben ein Steckernetzteil mit Niedervolt-Anschluss und es sind konstant 12V.
    Haben auch nur ein Farbton (kaltweiß). Dürfte also die GU10 für 6,99 ausreichen, richtig?

    Hier ist der Stepdownwandler, den ich bestellt habe bei Amazon:
    „Washati® Mini DC Buck Step-Down Modul (von 4.75V-23V auf 1.0-17V) – Spannungswandler, Konverter“

    Den kann ich doch sicherlich auch verwenden, wenn ich nur 12V Stripes habe.

    Hab aber auch den aus Deinem Link mit dem LM2596 vorsichtshalber geordert.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, müsste ich für warmweiß/kaltweiß Streifen dann das Zigbee-Modul aus einer GU10 oder E27 mit dem Weißspektrum nehmen, da dieses dann zwei Kanäle ansteuert.

    Ich hab allerdings noch nicht ganz den Unterschied bei den Modulen zwischen RGB und RGBW verstanden. Weißspektrum bedeutet eine warmweiße und eine kaltweiße LED leuchten abwechselnd (jeweils ein Farbton) oder gleichzeitig (dritter Farbton), daher auch nur 2 Kanäle. RGB hat 3 Kanäle, richtig? Rot, Grün, Blau. RGBW hat dazu noch eine weiße LED und damit 4 Kanäle? Was ist denn die farbige Tradfri? RGBW?

    Was hatte denn Dein Testaufbau weiter oben? Da waren doch auch nur 3 MosFETs verbaut.

    Ich meine, dass ist nicht ganz so wichtig, weil mir die RGBW-Streifen insgesamt noch zu teuer sind für die Längen, die ich brauche und dazu müsste ich dann auch noch die Lampe aus einem 34,-€ Set von Ikea zerstören. Da ist der Eigenbau eigentlich nur noch ein „will-do“ anstelle einer wirklich günstigen Lösung. Und das leichte blaue Glimmen war ja auch noch dabei.

    Da baue ich lieber ein paar Leuchttüren mit warmweißen LEDs (1Kanal) für meine Kallax im Esszimmer als Dekobeleuchtung. 😉

    Am Wochenende kommen die Sachen und dann setze ich mich mal dran, einen Stripe umzubauen und berichte dann.

    Und dann kommt die Implementierung aller meiner Einzelteile in ioBroker. Das wird glaube ich auch noch ein Spaß.

    Vielen lieben Dank für Deine Erklärungen.

  47. Dein Stepdownwandler geht natürlich auch – er ist aber einstellbar, Du musst also ein Meßgerät anschließen und das Modul erstmal auf 3,3V justieren. Ich habe solche Module auch liegen, nutze aber lieber welche, die fest 3,3V liefern. Spart einen Arbeitsschritt und damit eine Fehlerquelle.

    Die Sache mit den Kanälen hast Du richtig verstanden. Auf meinem Bild mit dem RGBW-Prototypen sind 4 MosFETs: drei hängen unten rum und eins schwebt halb sichtbar hinter der Tradfri-Platine. Dreidimensionale Freiverdrahtungen machen zwar Spaß, sind aber nicht immer übersichtlich.

    Die farbige Tradfri ist also eine RGBW. Das macht für Wohnbeleuchtung viel Sinn, denn RGB hat nur dünne Spektralbereiche und das Weiß aus der Mischung verfälscht damit die Farben beleuchteter Objekte ziemlich stark. Die weiße LED hingegen gibt ein weites Spektrum ab und liefert natürliche Farbwiedergabe. Für Wohnbeleuchtung, die normalerweise angenehm weiß und allenfalls für etwas Stimmung leicht eingefärbt sein sollte, genau richtig.

    Ich verwende als Gateway den RaspBee, der auch mehrere Fernbedienungen je Leuchtmittel zulässt. (fast) Alle Lichtschalter im Haus werden also durch Tradfri-Fernbedienungen ersetzt. Da ich viele GU10er und lange Flure mit 3-4 Schaltern habe, brauche ich mehr Fernbedienungen, als ich E27er-warmweiß-Sets gebrauchen kann (deshalb habe ich die Module für Weißspektrum ja aus den E27ern gewonnen). Also müsste ich Fernbedienungen einzeln kaufen – 15€ im Ikea, 10€ mit Glück bei eBay Kleinanzeigen.
    Für mich hat die RGBW-Birne also praktisch nur 20-25€ gekostet, weil da ja eine Fernbedienung bei war, die ich sonst hätte einzeln kaufen müssen. Das war mir der Spaß am Basteln wert (zumal sie durch Runterfallen eh einen Riß im Diffusor hatte… Blöde Blisterverpackung). Schade nur mit dem Blaufehler.

    Wenn Du eh in ioBroker einbinden möchtest und überwiegend mit Sprache oder App schaltest, musst Du natürlich nicht zwingend Zigbee nutzen. Ein Wemos D1 oder eine NodeMCU kosten um die 3€, Skatches zur Lightstrip-Steuerung finden sich im Netz. Die Schaltung ist quasi die gleiche, nur dass man die MosFETs eben an die NodeMCU hängt. Dabei ist es egal, ob man 1 (einfarbig), 2(weißspektrum), 3(RGB), 4(RGBW) oder 5(RGB+ww+cw) Kanäle ansteuern möchte, jeder Kanal kostet ca. 50 Cent für den MosFET; der Controller muss nur mit anderer Software bestückt werden.

    Dass ich unbedingt die Zigbee-Module nutze, liegt nur daran, dass ich halt die direkte Steuerung mit den Tradfri- Fernbedienungen bevorzuge (was aber auch nur beim RaspBee Sinn macht). Bei allem mit mehr als einem Kanal würde ich sonst auf Wlan-Steuerung gehen.

    Lichttüren sind natürlich was cooles (ne, heißes, Du willst ja warmweiße Stripes einsetzen). Ich finde es auch schade, dass Ikea da nur so wenig Modelle hat.

  48. Ergänzend zu den RGBW-Selbstbau-Controllern aus einer Tradfri-E27:
    Die Huckepackplatine verursacht eine Störung, nicht die Firmware. Die Störung selbst bekommt man wohl ohne vollständiges Auslöten der eigentlichen Zigbee-Platine nicht weg, allerdings die Folgen. Mit einem Osziloskop habe ich den Pegel der Störung auf um die 2,1V eingrenzen können. Das reicht, um den Mosfet zu schalten, wenn auch nur kurz und unregelmäßig. Das Tradfri-Modul schaltet mit 3,3V.
    Statt den Mosfet direkt an den Blau-Ausgang zu legen, habe ich den Blau-Ausgang an ein 20kOhm-Poti gelegt, das andere Ende des Postis auf Masse. Den Schleifer habe ich mit dem Mosfet verbunden. So habe ich einen Spannungsteiler. Bei ca. 2/3-Einstellung verschwindet das Problem – das Nutzsignal ist dann statt 3,2 nur noch 2,2V, schaltet den Mosfet also noch. Die Störung ist bei 1,4V – was nicht zum Schalten des MosFets reicht.
    Man kann natürlich den Spannungsteiler auch mit zwei Widerständen statt des Potis bauen – aber je niedriger die Spannung, desto länger die Schaltzeit für Blau. Blau wird also schwächer in der Helligkeit. Mit einem Posti kann man genau einstellen, dass die Störung ohne Auswirkung bleibt und der Verlust an Helligkeit bei Blau quasi nicht zu sehen ist.

    Ich habe inzwischen auch RGBW-Birnen von Gearbest (für 15,50€ inkl. Versand) getestet. Sowohl n Ikea-Bridge, als auch an hue-Bridge funktionieren sie einwandfrei. Ich finde sie noch besser als die bunten Tradfri.
    Um Einfuhr- und Umsatzsteuerfrei zu bestellen, ordert man am besten immer einzelne Birnen – bekommt man die Versandbestätigung, bestellt man die nächste. So freut man sich 5-6 Wochen später jeden Tag wieder über eine zollfrei gelieferte Birne.
    Mit 750 lumen heller als die Tradfri, von der Form ähnlich der Hue. Satte Farben, angenehmes Weiß.

  49. Hier scheinen nur experten unterwegs zu sein.
    Was schalten die Tradfri, wenn ich sie manuell per klassischen Lichtschalter einschalte?.
    Den letzten eingestellten Wert oder immer einen default Wert?
    Danke und Gruß

  50. Den letzten eingestellten Wert.
    Anders als Hue, dort wird auf Default gestellt.

  51. Ich möchte nach den Feiertagen auch auf Smartbeleuchtung umsteigen und habe eine Verständnisfrage: Hinter den TV soll ein lightstripe von Philips Hue und die restlichen Lampen sich sollen mit den TRÅDFRI aufgefüllt werden. Steuern möchte ich das am liebsten über Szenen, welche ich in meinem Google Home bzw. In der Hue Bridge abgelegt habe. Kann ich für mein Szenario etwa drei Szenen anlegen, mit verschiedenen Lichtstimmungen und die Lampen synchron umschalten? Meine Frau nervt es total das die Fernsehbeleuchtung sich vom restlichen Licht total unterscheidet und wir hätten wenn dann gerne alles synchron. Geht das schon oder doch lieber alles von Hue?

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