„Sleep Smarter“: App will euch Schlafzyklen einbläuen

Habt ihr einen gesunden Schlafrhythmus? Oder geht es euch eher wie mir: Ich komme schwer ins Bett und stehe ebenso schwer früh auf. Schenkt man manchen medizinischen Studien Glauben, könnte das nicht nur an meiner nächtlichen Unruhe liegen, sondern auch an den Schlafzyklen: Jeweils 90 Minuten soll so ein Zyklus dauern und ideal sind mindestens fünf pro Nacht. Um das zu erreichen, soll die App „Sleep Smarter“ aushelfen.

Inspiriert wurde die Anwendung von Sleepyti.me. Der App könnt ihr sagen, wann ihr quasi spätestens aufstehen müsst und dann errechnet die Anwendung für euch eine Einschlaf- und Weckzeit, bei der ihr die Schlafzyklen einhalten könnt. So soll verhindert werden, dass ihr mitten in einem Zyklus aufwacht, möglicherweise z. B. aus der REM-Phase gerissen werdet, und euch unnötig gerädert fühlt. Die Grundidee ist super, allerdings gibt es für mich zumindest ein klitzekleines Manko.

So fand ich es ungünstig, dass ich zunächst eine Weckzeit einrichten konnte, aber erst die Zeit sah, zu welcher ich in die Heia gehen soll, wenn ich jene auch scharf schalte. Für Leute wie mich, die gerne lange wach sind und möglichst so knapp vor morgendlichen Terminen aufstehen wie möglich, ist das etwas hinderlich: So muss ich dann erst allerlei Weckzeiten erproben, um für mich die passende, möglichst späte Zubettgehzeit zu finden.

Das ist aber auch das einzige, kleinere Manko – für euch ebenfalls nur relevant, wenn ihr auf Anhieb wissen möchtet, wie lange ihr „aufbleiben dürft“. Dafür finde ich gut, dass ich mir selbst aussuchen kann, wie viele Schlafzyklen ich mitnehmen möchte: Ein Smiley kennzeichnet, ob das generell ausreicht oder wenig ist. Bei ein oder zwei Schlafzyklen schaut der Smiley etwa recht k.o. aus, drei sind immer noch betrüblich, vier schon mittelmäßig und ab fünf freut sich das Gesicht. Da wird man also gleich ein wenig konditioniert.

Auch die kleine Zeichnung neben dem Weckersymbol sieht niedlich aus, so dass in die optische Gestaltung mehr Aufwand geflossen ist, als man das von so einer kostenlosen App erwarten sollte – auch wenn die Bilder von Freepik stammen. Zumal es sich um die erste Anwendung des Entwicklers Smarter Life Apps handelt. Falls ihr der Meinung seid eure Schlafzyklen fallen kürzer oder länger aus als beim Durchschnitt, könnt ihr das übrigens genau so anpassen wie die benötigte Einschlafzeit – denn auch jene rechnet die App bei dem Vorschlag ein, wann ihr euch aufs Ohr legen solltet.

Hat sich bei mir denn eine Wirkung durch die Benutzung eingestellt? Ich behaupte: „Nö“. Aber das ist sicher auch erst durch längerfristige Benutzung zu sagen, denn nicht nur die Schlafzyklen, sondern auch das Wetter, die Ernährung, Sport sowie das allgemeine Wohlbefinden wirken sich schließlich stark auf die subjektiv empfundene Müdigkeit aus. Falls ihr jedoch bereits wisst, dass die Schlafzyklen bei euch ziemlich stark eure Befindlichkeit beeinflussen, dann testet die App doch einfach mal an – viel Spaß!

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

17 Kommentare

  1. Für was man heutzutage alles eine App braucht…9-12h Schlaf und gut is 🙂

  2. André Westphal says:

    9-12 Stunden sind aber schon extrem viel, finde ich. Wobei das ja auch individuell variiert. Bei mir ist ab 6 Stunden alles in Ordnung – ich kann aber auch zeitweise mit 4-5 Stunden auskommen über mehrere Wochen – dann gibts wiederum zwischendrin aber Tage, an denen ich mal 14 Stunden penne.

  3. Naja, im Durchschnitt sind es bei mir 6h30m, ohne Wecker! Bei mir bringt diese Art App nicht wirklich etwas. Ein wenig Sorgen wegen des geringen Schlafbedürfnis machte ich mir schon, weshalb ich mir einen Tracker zulegte. Darüber dann unter anderem mit Sleep as Android in Berührung gekommen. Muss sagen, wenn wirklich einmal ein Wecker nötig ist dann funktioniert das mit dem Schlafphasen Wecker top.

  4. Wie misst denn die App die Schlafzyklen? Handy neben das Kopfkissen, oder wird, wie bei Sleep as Android, Android Wear und Sonar unterstützt?

  5. André Westphal says:

    Die App an sich misst nichts, die orientiert sich an den Vorgaben, die innerhalb der App gesetzt sind bzw. an der allgemeinen Richtlinie „ca. 90 Min.“ pro Zyklus.

  6. Nutz lieber die „analoge Version“:
    Trink ein paar Bier, dann klappts auch mit dem Schlaf.
    😛

  7. Hab mir neulich auch Sleep as Android zugelegt – und bin damit ganz zufrieden.
    offTopic: finde jetzt aber den Kauf der Unlock Version nirgends – ist aber installiert und der Playstore würde jetzt auch wieder Geld von mir haben wollen??

  8. So so, 5 zyklen a 90 Minuten Schlaf sind also ideal …… lol

    Wann soll man daß denn machen? Unterwegs im Auto oder vielleicht in der Arbeit?
    Wenn ich zu Hause 4 Stunden schaffe bin ich schon froh …. wenn nicht, muß es halt auch gehn.

  9. Ich nutze schon länger einen Wachphasenwecker, der mit Handy im Flugzeugmodus auf der Matratze funktioniert. Ich nutze ihn dabei aber nur, um möglichst in einer Wachphase geweckt zu werden. Die Schlafkurven oder die ausgerechnete Schlafqualität sind mir dabei ziemlich egal, weil Schlaf einfach Schlaf ist… und nicht optimiert werden muss.

  10. Da bleib ich lieber bei Sleep as Android, die App kann das alles – und vieles mehr – schon lange

  11. Wieviel Bullshit als App braucht ein Android-User eigentlich noch?

  12. @JoDo
    Wahrscheinlich hast du einen Account aktiv mit Anfangsbuchstaben vor dem den du es gekauft hast. Es gibt diverse Apps die die Shoppingergebnisse auflisten die man bisher erworben hat. Damit listet es alles auf

  13. @fakeram
    So viele Apps als man für nötig erachtet. Geschmack und Vorlieben sind höchst subjektiv, Da war doch noch irgendetwas mit Affe und Seife. 😉

    Toleranz heißt, nicht mit Einstellungen anderer einverstanden zu sein, aber sie trotzdem ihr Ding durchziehen zu lassen.

  14. Man sollte aber die User warnen, die mit Podcast im Ohr einschlafen.
    Die App weckt nämlich bei eingestecktem Kopfhörer über genau Diesen anstatt über den Lautsprecher.
    Nicht wirklich durchdacht.
    Timely macht einen besseren Job.

  15. Noctus: Ich benötige genau diese Funktion, um abends im Zug nicht zu weit zu fahren 😉 Aber Ich gebe Dir Recht, eine Option zum einstellen wäre sicherlich sinnvoll.

  16. So ein Schwachsinn. Als wenn man vorab Schlafphasen planen (und beeinflussen) könnte. Wann man einschläft und wie lange die Phasen dauern, ist nämlich viel zu unterschiedlich. Diese unsinnige App braucht niemand.

    Es gibt genug guter Apps, die die Schlafphasen auch wirklich messen und einen nicht versehentlich in einer Tiefschlafphase wecken, sondern den Wachrhytmus abwarten. Das macht wirklich Sinn, denn das ist anhand der eigenen Bewegungen messbar und ermöglicht ein sanftes relativ natürliches Gewecktwerden.

  17. NanoPolymer says:

    Früher habe ich mich mit solchen Apps auch gerne beschädigt und ein paar sind auch noch auf dem Phone. Seit Freundin und Kind habe die aber alle nicht mehr geöffnet.

    Sind aus meiner Sicht alles Apps für Singles und Kinderlose :>

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