
So wohl auch bei Skygofree, quasi einem Super-Trojaner für Android, der von Kaspersky entlarvt wurde und als „Hollywood-Style Mobile Spy“ bezeichnet wird. Nicht grundlos, denn die Malware kann allerhand Dinge, die sie von anderer Schadsoftware abhebt.
Allerdings gehört auch in diesem Fall erst einmal ein Nutzer dazu, der die Schadsoftware installiert. Dazu soll er bewegt werden, indem ihm ein Update für schnelleres mobiles Internet versprochen wird. Eigentlich sollte man als Nutzer an dieser Stelle schon raus sein, solche Updates kommen nie einfach so, während man Webseiten aufruft.
Wie auch immer, ist Skygofree erst einmal auf dem Gerät vorhanden, bekommt der Nutzer davon nichts mehr mit. Skygofree ist dabei auch gar nicht neu, seit 2014 ist die Malware bekannt, die seither stetig weiter entwickelt wurde und mittlerweile ein Allrounder-Spionage-Tool ist. So kann die Malware zum Beispiel bestimmte Funktionen anhand des Aufenthaltsortes aktivieren, Mikrofon und Kamera aktivieren oder auch Bilder vom Nutzer des Smartphones machen.
Selbst die Deaktivierung von WLAN durch den Nutzer bringt nichts, der Trojaner kann jeglichen Traffic über ein eigenes WLAN schleusen und somit alle Informationen preisgeben. Gleichzeitig schützt sich der Trojaner vor modernen Betriebssystemfunktionen wie beispielsweise das Kappen von Verbindungen bei Inaktivität. Skygofree gibt sich einfach selbst die Berechtigung, um als Ausnahme zu gelten.
Übrigens sind auch alle Inhalte von Messengern durch Skygofree nicht mehr geheim. Die Schadsoftware nutzt die Bedienungshilfen, um solche Inhalte auslesen zu können.
Wie aber schon erwähnt, weder ist Skygofree eine neue Schadsoftware, noch kommt sie einfach so auf das Smartphone. Man sollte immer ganz genau hinschauen, was man da gerade zur Installation abnickt. Und vielleicht auch nur dann die Installation aus unbekannten Quellen erlauben, wenn man sie im Moment tatsächlich benötigt.
Apps aus offiziellen zu beziehen, der Google Play Store bietet sich hier unglaublich gut an, ist ebenfalls eine sehr gute Idee. Zwar auch kein hundertprozentiger Schutz, aber sehr viel sicherer als sich Apps aus dem Netz zusammen zu sammeln. Was ich persönlich hingegen nicht empfehlen würde: Eine zusätzliche Antiviren-Software auf dem Smartphone, egal ob von Kaspersky oder anderen.