Hübsch häßlich: So könnte man wohl das neue Konzept für ein E-Bike beschreiben, das Skoda vorgestellt hat. Macht in meinen Augen optisch in den Design-Entwürfen zwar wenig her, siehe Artikelbild, soll aber smarte Funktionen mit Nachhaltigkeit und erhöhter Mobilität verbinden. Das E-Bike trägt den Namen Klement und soll einen 4-kW-Radnabenmotor mit Rekuperation verwenden.
Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 45 km/h soll Klement erreichen. Gas sowie Bremse sind über schwenkbare Pedale steuerbar. Angedacht ist eine hydraulische Bremse vorne mit ABS-Funktion. Ein wenig blickt Skoda damit offenbar auch in die eigene Vergangenheit, denn bevor man sich der Herstellung von Automobilen widmete, stellte Skoda tatsächlich Fahrräder her. Klement soll Skoda nun bei der „jungen, aktiven Zielgruppe mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein“ ins Zentrum rücken.
Ob man aus dem Konzept aber am Ende tatsächlich ein Produkt formt, das ist noch offen. Skoda glaubt, dass E-Bikes wie Klement in Großstädten immer wichtiger werden und etwa für die tägliche Fahrt zur Arbeit eine Alternative Autos sind, da letztere die Umwelt wesentlich stärker belasten. Als Vorteil gegenüber klassischen Fahrrädern sind moderne E-Bikes deutlich schneller und bequemer – da man nicht in die Pedale hauen muss.
Klement soll einen Aluminiumrahmen und einarmige Radaufhängungen verwenden. Sichtbare Hebel und Kabel spart man sich bewusst. Die Beschleunigung löst man über das Neigen der Fußpedale aus: Ein Schwenken nach vorne beschleunigt, während die Verlagerung des Gewichts nach hinten dazu führt, dass vorne die hydraulischen Scheibenbremsen mit ABS aktiviert werden und sich am Hinterrad eine Rekuperationsbremse einschaltet.
Die beiden im Konzept vorgesehenen Lithium-Ionen-Batterien mit je 52 Zellen haben eine Kapazität von insgesamt 1.250 Wh – reiche laut Skoda für bis zu 62 Kilometer Reichweite. Zum Laden können sie entnommen werden, während der Fahrt laden sie auch über die bereits erwähnte Rekuperation. Das anvisierte Gewicht für Klement beträgt 25 kg. Auf der Mittelstange sitzt ein Smartphone-Halter mit induktiver Ladefunktion.
So visiert man über eine dedizierte App Vernetzungsmöglichkeiten an – etwa einen automatischen Notruf, eine Coming-Home-Funktion sowie Features für Ferndiagnose und die Wartung des E-Bikes. Auch ein begrenzter Einsatzbereich soll sich per Geofencing festlegen lassen.
Sollte man Klement in Serie gehen lassen, könnten laut Skoda auch noch weitere Ideen umgesetzt werden. Als Beispiel nennt man Fahrerassistenzsysteme, Function on Demand oder spezielle Schaumreifen. Jene könnte man mit Dämmmaterial umsetzen, das sonst auch für Laufschuhe zum Einsatz kommt. Ziel wäre es, dadurch ein besonders bequemes aber auch geräuscharmes Fahrerlebnis zu fabrizieren.
Einen Erscheinungszeitraum oder Preis gibt es für Skodas Klement noch nicht. Wie mehrfach erwähnt, handelt es sich erst einmal nur um ein Konzept. Ob und was man daraus macht, will Skoda noch prüfen.
