Signal für Android: Zwei neue Features mit Version 5.42 verfügbar

Jüngst wurde bekannt, dass das Team hinter dem Messenger Signal die geplante Interoperabilität mit kommerziellen Messengern als Gefahr für die eigenen Datenschutz-Standards zurückweist. „Das Ziel von Signal ist es, private und sichere Kommunikation für alle und jeden bereitzustellen. Die Zusammenarbeit mit iMessage und WhatsApp würde letztendlich die Privatsphäre von Signal und seinen Benutzern verschlechtern. Andere Apps, die nicht die gleichen Datenschutzstandards wie Signal haben, hätten Zugriff auf große Mengen von Benutzerdaten. Diese Daten könnten dann auf eine Weise verwendet oder verkauft werden, die nicht mit der Mission und den Werten von Signal übereinstimmt.“ heißt es da. Doch es gibt auch gute Neuigkeiten für Nutzer der App, zumindest unter Android. Denn mit dem Update auf Version 5.42 erreichen euch gleich zwei Verbesserungen.

Zum einen gibt es nun eine neue Anzeige für Antworten, damit es vor allem in großen Chatgruppen nicht zu unübersichtlich wird. Demnach soll eine neue Funktion dafür sorgen, dass neben den eigenen Nachrichten ein Symbol angezeigt wird, wenn es Antworten zu dieser Nachricht gibt. Da tippt ihr dann einfach drauf und bekommt alle Antworten gesammelt angezeigt und könnt darauf reagieren.

Neu ist aber auch ein neuer Chat-Kanal, wie man ihn beispielsweise von Telegram kennt. Darin werden nach einem App-Update direkt alle neuen Verbesserungen und Funktionen zusammengefasst, sodass ihr jene auf Wunsch hier schnell noch einmal nachlesen könnt. Der Kanal ist von Haus aus stumm geschaltet und kann natürlich auch gelöscht werden, sofern er nicht weiter benötigt wird.

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19 Kommentare

  1. Nach deren Aussage habe ich Signal gelöscht. Was soll ich damit noch, wenn ich später nicht allen damit schreiben kann? Ich bin froh um die neuen Gesetze in der EU.

    • Nach deren Aussage habe ich die EU gelöscht. Was soll ich damit noch, wenn sie ihre Aufgabe nicht erfüllt? Ich bin froh um Unternehmen, die sich noch um Datenschutz kümmern.

    • Dann hast das Problem nicht verstanden.

      • Weshalb? Nur weil er eine andere Meinung vertritt.
        Ich halte die Reaktion von Signal ebenfalls für falsch. Man hätte auch sagen können, wir sind dabei, soweit max. Datenschutz und Sicherheit technisch gewährleistet wird, oder?
        Es sofort abzulehnen, halte ich für unprofessionell.

        • Signal hat ihre Argumente ganz gut dargelegt. Was ist wenn irgendeine Organisation einen Messenger baut der keine Verschlüsselung hat und alle Daten abzieht?

          Danach sieht es aktuell aus

          • Aber das wissen wir doch noch gar nicht, wie die technische Umsetzung ist. Und Signal kennt die Bedingungen auch nicht, lehnt es aber schonmal ab.
            Was wäre wenn die EU max. Datenschutz/ Sicherheit in den Regeln festschreibt und nur derjenige darf mitmachen, der die Regeln einhält. Dann ist es doch eine tolle Idee, wenn Messenger untereinander kommunizieren können (siehe E-Mail).

            • Bedingungen und Umsetzung ist dabei auch völlig irrelevant. Denn selbst bei der besten Umsetzung, hapert es am schwächsten Glied (Wenn man nur Whatsapp mit Signal vergleicht, wäre das dann Whatsapp). Denn dort werden aus meiner Laiensicht MINDESTENS folgende Sachen Datenschutztechnisch aufgebrochen:

              – Sämtliche Daten, die der Whatsappnutzer über den Signalnutzer gespeichert hat (mindestens Name, evlt noch Anschrift, Geburtstag, Festnetznummer usw)
              – Den Chatinhalt
              – Metadaten, wie Ort und Zeit der Nachrichten des Signal Users, IP Adresse, usw usf

              Ergo kann denen die technische Umsetzung völlig egal sein. Sobald da ein Messenger in der Suppe ist, der nicht mindestens deren Datenschutzstandard entspricht, ists kacke für sie.

    • Wo war die EU als wir per Gruppenzwang zu WhatsApp genötigt wurden? Wo war die EU als Apple Gerät mit Flashschutz und App-Store mit Lock-in verkauft hat? Als Google die XMPP-Federation in Android abgeschaltet hat, um es Hangouts zu nennen?

      Jetzt wo einige in der EU die Chatnachrichten mitlesen wollen und Signal und Matrix (inklusive Föderation, eigene Server und mehrere Implementierungen!) wollen wir wieder einen Standard? Grundsätzlich finde ich die Intention gut, aber die Umstände finde ich komisch.

      WhatsApp kann libsignal-c gerne verwenden, wenn sie sich an alle Bedingungen der GPLv3 halten. Alle Bedingungen!

      Und im dem Sinne. Warum zwingt die EU nicht alle kommerziellen Ambieter den Quellcode ihrer Clients und Server offen zu legen? Und warum müssen nicht alle kommerziellen Anbietet Föderation (ja da hat Signal gegenüber Matrix einen Nachteil) ermöglichen? Und warum müssen kommerzielle Anbieter nicht Clients dritter Parteien erlauben? WhatsApp war ja da immer schnell mit den Anwälten.

      Die muss den Bürgern dienen, nicht dem Freihandel.

  2. muss wissen says:

    Kann man Signal mittlerweile ohne Telefonnummer nutzen? Hatten sie vor einer gefühlten Ewigkeit mal zugesagt… Gehts?

  3. Alexander says:

    Selbst das gefällt mir an Signal wie sie den Neuigkeiten Chat einführen. Von Haus aus auf stumm geschaltet und man kann diesen auch komplett löschen wenn man die Infos nicht haben möchte. Top

  4. Mir fehlt da noch das ich einen „Status“ hochladen kann. Danach lösche ich WA und Telegram

    • Also ich bin froh dass Signal kein Status hat. Denn es ist ein Messenger und soll einer bleiben meiner Meinung nach und nicht zu einem Abkömmling von Instagram werden.

      • Finde es ganz praktisch um nicht jedem einzelnen Bilder senden zu müssen. Auch ist es ein einfaches Feature.

        Auch spare ich mir die Installation und Anmeldung bei Instagram

    • Laut einem Interview ist das in Arbeit – weil viele Anwender das gerne hätten.

      Allerdings zwingt uns keiner rein zu schauen und zur Not könnte man es im Quellcode ausbauen.

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