Sidewalk Labs: Google stampft Unternehmen für besseres Leben in Städten aus dem Boden

Google möchte die Welt verbessern. Bisher hat man dafür auf Projekte zurückgegriffen, die direkt bei Google entstanden sind (zum Beispiel bei Google X), geht man jetzt einen Schritt weiter. Mit Sidewalk Labs wurde ein Unternehmen gegründet, das unabhängig von Google arbeitet, als eigenständiges Unternehmen die Lebenssituation in Ballungszentren und Städten für eine bessere Lebenssituation sorgen will. Die Bevölkerung wächst, in Städten konzentrieren sich immer mehr Menschen auf engem Raum. Hier setzt Sidewalk Labs an.

SidewalkLabs

Ziel von Sidewalk Labs wird es sein, für bessere Lebensbedingungen in Städten zu sorgen. Lebenshaltungskosten senken, öffentliche Verkehrsmittel und den Energieverbrauch in Städten effizienter gestalten, das ist der Fokus. Erreicht werden soll dies über den Einsatz verschiedener Technologien, die in das Gesamtbild passen. Konkrete Pläne kann man natürlich noch nicht nennen. Die physische und die digitale Welt sollen durch neu entwickelte Technologien verbunden werden.

Die Leitung von Sidewalk Labs, das Unternehmen wird sich in New York befinden, ist Dan Doctoroff. Als ehemaliger CEO von Bloomberg ist er kein Unbekannter und New York lernte er als „Deputy Mayor of Economic Development and Rebuilding for the City of New York“ ebenfalls bereits gut kennen. Rückendeckung für das Projekt, das auf eine längere Zeit angelegt ist, gibt es von Google. Für Google ist so ein Investment nicht viel, die Veränderung, die dadurch entstehen könnte, aber groß.

Ich bin der Meinung, dass Google hier richtig gehandelt hat und das Projekt eigenständig leben lässt anstatt in den X-Labs oder direkt bei Google. Das nimmt Datenkraken-Google-Gegnern erst einmal den Wind aus den Segeln. Spannend wird es sein, ob so ein frisch aus dem Boden gestampftes Unternehmen tatsächlich die Ausdauer hat und auch Lösungen bieten kann, die das Leben der Menschen verändert.

Auf der Webseite von Sidewalk Labs gibt es außer der Pressemitteilung noch nicht viel zu sehen, das ändert sich hoffentlich in der nächsten Zeit, spannend ist das Thema auf jeden Fall. Eure Meinung zu dem Thema interessiert mich natürlich auch. Kann es einem Unternehmen gelingen, die Welt unter direkter Einflussnahme zu verbessern, oder ist hier eher die Politik gefragt?

(Quelle: +Larry Page)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Och, wenn die Wirtschaft die Innovationen schafft, wird die Politik schon mitziehen, sofern es da was zu verdienen gibt.
    Dass die Innovation aus der Politik kommt, halte ich erfahrungsgemäß eher für sehr unwahrscheinlich. Zumindest hier bei uns.

  2. Was wirklich toll wäre, wenn man die Lärmbelastung oder Hitzeentwicklung (z.B Begrünung von Dächern und Hauswänden, bestimmte thermo-Lacke für PKWs, Wasserstraßen, in Städten zu reduzieren.

    Habe hier gerade ein Projekt, welches die Geräuschkulisse (LKW, Hupen, Verkehr, …) von draußen bei geöffneten Fenster durch Schallwellen so stark reduziert, das man nur noch Sirenen von Polizei & Feuerwehr minimalst wahrnimmt.

    http://www.colt-info.de/system/html/buecherie-dusslingen-lichteffekte-e0d600ef.jpg
    Unglaublich wieviel ein Lammellen-Lärm & Sonnenschutz bringt. Bei dem Neuen Brandhorst-Museum hat der Architekt unglaubliches für die Bewohner in der Innenstadt von MÜnchen geleistet . Obwohl es ein schwerer Verkehrsknotenpunkt ist, belastet der Verkehr kaum noch so stark wie bisher.

  3. Es gibt ja eine Reihe kleiner Bewegungen, die sich mit den Themen besseres Leben in den Städten, Nachhaltigkeit Klimawandelproblematik, Ölfördermaximierung, etc. pp. beschäftigen. Z.B. die Transition Town Initiative – dann gibt es die Urban Gardening, Repaircafés, Fablabs. Alles mal unsortiert in einen Topf geworfen. Alles irgendwie von unten her organisiert. Von daher finde ich es gut, wenn ein großes Unternehmen im weiteren Sinn in dieser Richtung mitmischt. Von mir Daumen hoch, denn die von der Politik bekommen eh nicht ihren Hintern hoch.

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