Seqr: Tap & Pay auch in Deutschland für Android-Smartphones mit NFC

artikel_seqrDas Thema Mobile Payment ist in Deutschland auch 2016 quasi nicht existent. Weder Android Pay, noch Apple Pay werden hierzulande unterstützt. Dass es technisch möglich wäre, zeigen die NFC-Karten, die mittlerweile auch bei Discountern genutzt werden können. Diese Lücke könnte nun eine App namens Seqr füllen, über sie kann man nämlich auch sein Smartphone für kontaktloses Bezahlen an Terminals nutzen. Die App wird hierfür mit dem Bankkonto verknüpft, gezahlt wird dann per Bankeinzug. Genutzt werden kann sie auch, wenn einmal keine Internetverbindung besteht, bis zu fünf Zahlungen lassen sich so durchführen.

Ich habe mir die App gestern installiert, man verknüpft sie mit der Handynummer und einer E-Mail-Adresse. Die Verknüpfung des Bankkontos erfolgt über die Eingabe der Bankdaten und man muss ein Bild seines Ausweises mit hochladen. In Deutschland steht auch nur diese Methode zur Verfügung, außerdem können hierzulande noch keine Treuekonten genutzt werden.

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Möchte man dann mit der App bezahlen, aktiviert man Tap & Pay in den Einstellungen der App. Dann kann man beim Öffnen der App Tap & Pay auswählen und einfach an das Bezahlterminal halten, bestätigt wird die Transaktion dann sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Terminal – logisch. Praktischerweise werden auch gleich die Quittungen in der App gesammelt.

Sollte das Terminal nach einer PIN fragen, kann man diese ebenso über die anzeigen lassen und diese dann eingeben. Klingt eigentlich ganz brauchbar, allerdings erfordert die App doch mehr Schritte, um eine Zahlung abzuschließen als es mit einer NFC-Karte der Fall wäre. In der Praxis ausprobieren konnte ich die App nicht, habe ich auch kein Interesse daran, da ich an schnelleren Zahlungsmethoden interessiert bin.

Wer aber keine NFC-Karte von der Bank hat oder einfach nur das Smartphone als Zahlungsmittel nutzen möchte, kann sich die Lösung ja einmal anschauen. Alle Details dazu gibt es auf der Webseite von Seqr. Verwenden kann man die App in allen Ländern, in denen die App verfügbar ist (außer USA und Rumänien). Solltet Ihr bereits Erfahrungen mit der App gemacht haben, teilt diese gerne in den Kommentaren, es ist ja ein Thema, dass mindestens so interessiert wie es gleichermaßen auch kontrovers diskutiert wird.

Mich überzeugt die Lösung nicht in dem Maße, dass ich tatsächlich mein Konto mit der App verknüpfen würde, nur um sie einmal auszuprobieren. Auf Dauer würde ich sie persönlich eh nicht nutzen. Verfügbar ist sie für Android, der Download ist logischerweise kostenlos.

Glase - mobile Zahlungen
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Entwickler: SEQR Payments AB
Preis: Kostenlos
(Danke Christian!)

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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68 Kommentare

  1. Habe ich gestern installiert und ausprobiert, hat gleich mal nicht geklappt. Spasten.

  2. S7 Edge will kein „Tappen“ anzeigen, nur scannen. Liegt´s am Root?

  3. Wer vertraut denn bitte einer App mit unaussprechlichem Namen von einem Hersteller, von dem man bisher noch nie was gehört hat die Zugangsdaten zu seinem Bankkonto an? Das ist doch noch dämlicher als auf Mails nigerianischer Bankdirektoren zu antworten.

  4. @Frank wo steht was von Zugangsdaten? IBAN reicht. Die haben so viele Unternehmen… wenn was leakt, ist es auch wurscht wo es leakt.

  5. Ich benutze die App seit letzter Woche (4 Zahlungen) und werde sie wohl auch solange benutzen bis Android Pay nach Deutschland kommt. Meinen Kommentar dazu kann man auch hier https://regnerischernachmittag.wordpress.com/2016/10/30/seqr-mein-android-pay-wallet-ohne-android-pay/ nachlesen

  6. @Patrick: keine Aktivierung von „Tap & Pay“ bei gerooteten Devices

  7. Frickel-Pit says:

    @Frank Die Angst ist albern. Deine Bankverbindung ist lediglich sowas wie Deine postalische Adresse. Wenn jemand dort etwas abbucht, muß Deine Bank Dir eine entsprechende Verfügung vorlegen können. Ohne Verfügung keine Abbuchung. Ich finde es echt albern. German Angst überall.

  8. Ich denke man könnte noch die Alternative „Boon“ erwähnen welche nun seit einem guten Jahr (?) auf dem deutschen Markt sind.

  9. Das ist doch mal die app, auf die ich gewartet habe. Danke Sascha Vodafone wird nämlich im Dezember smartpass einstellen und dann hätte ich keine Alternative mehr zum bezahlen mit handy. Direkt mal legitimiert und Dienstag mal on ruhe an der Kasse testen ☺️

  10. @thomas. Aber wenn SmartPass eingestellt wird, dann kann man in die Wallet PayPal oder Ähnliches hinzufügen.

  11. @martinL bisher ist das aber nicht möglich.. Und ich muss zugeben, dass ich kein Paypal nutzen möchte. Hatte vor vielen Jahren mal schlechte Erfahrungen mit denen.. Und eine Kreditkarte.. Also die richtige von der Bank nutze ich auch nicht. Also scheint dies hier eine gute Lösung zu sein?

  12. Gebührenfrei? Wäre klasse, ich nutzewo es nur geht an der Kassen die kontaktlose Zahlung per visa (Aldi und Kaiser zB), mich nervt jedes mal der Griff ins Portmonee. Das Smartphone lässt sich schneller zücken.

  13. @thomas Jupp, das wird erst möglich, wenn SmartPass eingestellt wird. Hab mich erkundigt. Es sollen au hier andere Möglichkeiten kommen. Wir werden sehen. Ich warte halt ab und hab diese App auf die Wunschliste getan.

  14. Als Alternative zum Zahlen per Smartphone bietet sich das LeuPay-Wallet an. Dahinter steckt eine „richtige“ Bank mit einem richtigen Konto, aber ohne Schufa-Abfrage und Eintrag, da auf Malta ansässig. Das Wallet ist im Gegensatz zu Boon kostenlos. Nur wer eine eine „richtige“ Prepaid-MasterCard haben möchte, zahlt dafür 5€ im Jahr. Aufgeladen wird kostenlos per IBANÜberweisung. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.eu.leupost Auf meinem Moto X Play läuft es problemlos. Die Zahlung dauert gefühlt etwas länger als mit einer NFC-Karte, aber immer noch schneller als bar oder Zahlung per Unterschrift. Dafür gibt es aber auch bei einigen Händlern sogar das Firmenlogo in der Umsatzübersicht, z, B. McDo 😉

    Wer lieber mit einer kostenlosen NFC-fähigen Prepaid-Karte zahlt, sollte sich einmal die kostenlose MasterCard von Revolut angucken. Keine Jahresgebühren, Abhebungen am Automaten weltweit bis 650 € kostenlos, keine Aufschläge für Fremdwährungen. Aufladen per Überweisung. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.revolut.revolut

    Die Deluxe-Variante ist zur Zeit leider nur für Selbständige und nur für iOS erhältlich: https://www.imaginecurve.com/

    @Thomas Hansen: was spricht gegen die Nutzung einer Karte?

    @Fly: wenn Du nur eine NFC-Karte im Portemonnaie hast, kannst Du es direkt auf das Lesegerät legen. Das Gesicht der Kassierin ist „unbezahlbar“ 😉

  15. Kennt einer die Limits? Bei mir wurde angezeigt, dass mein Limit 75 Euro seien und nach 5 Sepa-Lastschriften dann auf {2} erhöht wird. Und dieser Textbaustein „{2}“ wäre mal interessant.

  16. @martinL soweit hab ich das nun auch in Erfahrung gebracht. Die Mitarbeiter bei Vodafone konnten mir dazu nämlich bisher nix neues sagen.. Traurig, wenn der Kunde mehr weiß als die cc Agenten
    Ich lasse mich überraschen. Hier ist es halt so genial, dass es normal von der debitkarte abgebucht wird.

    Wie funktioniert das bezahlen den ich überhaupt? Muss ich aktiv sagen, dass ich mit handy zahlen will? Oder was muss ich an der Kasse sagen? Bezahlen mit handy?

  17. Achso und laut deren FAQ steigert sich die Summe nach 3 Zahlungen von 75 auf 750 Euro

  18. @thomas meiner Erfahrung nach muss man halt sagen, das man mit karte bezahlen will bzw nicht Cash. Und dann hält man es ans Gerät. In Zukunft muss man bestimmt nichts mehr sagen.

  19. NFC-Karten und Chip-Karten sind wohl praktischer. Apps müssen erst gestartet + gesteuert werden.

  20. hört sich interessant an.
    schade ich habe von dieser APP noch nicht vor Boon Registrierung erfahren.
    Denn dieses Aufladen des Boon Kontos ist schon blöd. Werde aber in knapp nen Monat ehh ne neue EC Karte mit Kontaktlos NFC Chip bekommen dann ist das für mich nicht mehr so interessat,

    Aber die Verknüpfung vom eigenen Konto und Lastschrift ist nicht schlecht.

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