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Sennheiser kündigt Stellenabbau an

Stellenabbau bei Sennheiser. Auch dort ist das Coronavirus ein Thema. Das Familienunternehmen erzielte 2019  insgesamt einen Umsatz von 756,7 Millionen Euro; der Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb mit 18,5 Millionen Euro leicht hinter dem Vorjahresergebnis zurück. 2020 soll es aber schlechter aussehen, man erwarte einen signifikanten Umsatz- und Ertragsrückgang, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Grund dafür sind die eben erwähnte Corona-Krise, aber auch die „generelle Dynamik“ auf dem Kopfhörermarkt. Der weltweite Kopfhörermarkt sei in den vergangenen Monaten um 30 bis 40 Prozent geschrumpft, insbesondere, weil der Verkauf im stationären Handel in vielen Ländern gar nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt möglich war. Im gleichen Umfang ging auch der Umsatz von Sennheiser-Kopfhörern zurück. Um die negativen Effekte abzumildern, hatte Sennheiser bereits im März Maßnahmen ergriffen und neben umfassenden Kostenreduzierungen in Deutschland Kurzarbeit eingeführt. An den ausländischen Sennheiser-Standorten wurden im gleichen Umfang Maßnahmen zur Einsparung von Lohn- und Sachkosten umgesetzt. Dennoch sollen bis Ende 2022 650 Stellen abgebaut werden – 350 davon in Deutschland.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Teilzeitutopist says:

    Als Anregung: Das PR-Sprech „Familienunternehmen“ aus den PK der Konzerne würde ich ersetzen gegen ehrlichere Bezeichnungen. Dein Blog und das Handwerkerunternehmen vor Ort ist ein Familienunternehmen, aber bei ner Dreiviertelmilliarde Umsatz und weltweiten Standorten ist das einfach nicht angebracht, dass die sich selbst so bezeichnen…

    • Als Anregung: Vielleicht einmal kurz die Definition von Familienunternehmen anschauen, bevor man mal wieder Blödsinn schreibt.

      • Teilzeitutopst says:

        Das Problem ist leider, dass es keine sehr einheitliche Definition gibt bzw. diese sehr häufig aus dem Dunstkreis der von diesen Konzernen gegründeten „Stiftung Familienunternehmen“ kommen.
        Ich finde nur problematisch, dass der Begriff so nach Mittelstand daherkommt (was manche Definitionen übrigens sogar explizit gleichsetzen) und damit suggerieren, dass diese Konzerne besser, schützenswerter sind als andere Unternehmen. Nach den meisten Definitionen wäre Facebook auch ein Familienunternehmen – das scheint mir keine sinnvolle Definition, den Handwerker nebenan und Facebook in die gleiche Kategorie von Unternehmen zu stecken.

  2. Das dürfte erst der Anfang einer großen Welle sein. Wenn man überlegt das hinter jeder Person häufig noch eine Familie steckt… und wo sollen diese Leute nun Arbeit bekommen? Werden nun alle IT-Fachkräfte? Wo soll das hinführen?!

    • mir wurde da schon von anfang an angst und bange. AT chef kurz sagte neulich bezgl. der kultur und kulturschaffenden dass man dort wohl alle umschulen müsse – da war auch mein erster gedanken „ja zu was denn? was wird denn überhaupt gebraucht, wer stellt denn überhaupt noch ein“? und das betrifft viele andere sektoren ja auch nach und nach.

  3. Corona ist ja im Moment für alle Pleiten eine gute „Ausrede“. Vielleicht passt bei Sennheiser einfach das Geschäftsmodell nicht mehr… siehe Karstadt/ Kaufhof.

    • Ja stimmt. Heutzutage kauft niemand mehr Lautsprecher und Kopfhörer, schon gar nicht mit diesem „Bluetooth“

      • Ich würde jederzeit für den doppelten Preis ein Sennheiser-Produkt kaufen, wenn ich den Mehrwert, also im Bestfall deutsche Ingenieurskunst, zurück erhalte. Wenn die aber auch nur China machen, dann warum?

        • Es würden sich auch weitaus mehr Kunden auch hochpreisige Produkte kaufen, wenn man einen entsprechenden Mehrwert erhält. Aber das ist nicht abhängig von einer Pandemie, sondern ist schon lange ein Problem, wenn man es denn so nennen mag, denn man bekommt einfach schon seit vielen Jahren im Grunde keinen entsprechenden Mehrwert mehr. Nur mal als Rechenbeispiel: Wenn so ein Kopfhörer z.B. 300 Euro kostet, ein halbwegs vergleichbares Modell eines anderen Herstellers aber nur 100 Euro, erwarte ich als Kunde auch einfach, dass das teure Modell auch deutlich besser ist. Und genau daran scheitert es in aller Regel, denn der Sennheiser-Kopfhörer ist sicherlich besser, aber letztlich auch nicht so viel besser, dass der dreifache Preis gerechtfertigt wäre.

      • Offensichtlich keine hochpreisigen Sennheiser Produkte.

        • Ja klar. Würdest du einen hochpreisigen Lautsprecher kaufen, wenn du ihn a) aufgrund der Corona-Situation nicht probehören kannst, weil die Geschäfte geschlossen sind oder du b) aufgrund der Corona-Situation in ungewissen finanziellen Umständen lebst (beides nicht exklusiv auf Deutschland bezogen)? Ich jedenfalls nicht.

    • ich denke eher dass viele firmen auf lange sicht kaum eine chance haben, je mehr leute arbeitslos werden, desto weniger kaufkraft gbt es, wer soll die ganzen (zT hochpreisigen produkte) dann noch nachfragen? somit gehen weitere firmen den bach runter und die spirale könnte immer weiter gehen. abschwung, rezession… und hoffentlich irgendwann ein neues wirtschaftswunder, aufschwung und irgendwann glauben wir wieder an den weihnachtsmann

  4. Momentan bekommt man Office Headsets entweder gar nicht oder teurer. Die könnten verkaufen wie blöd. Warum passiert das nicht … schlechter Vertrieb? Man weiß es nicht.

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