Samsung will Kunststoffverpackungsmaterialien ersetzen

Samsung Electronics gab bekannt, dass das Unternehmen in diesem Jahr damit beginnen wird, Maßnahmen zu ergreifen, um Kunststoffverpackungsmaterialien durch Papier und andere umweltfreundliche Elemente zu ersetzen.

Wahrscheinlich ein ganz pfiffiger Schachzug von Samsung, kommt diese Nachricht doch direkt nach den Klima-Appellen, die uns aus Davos erreichen.

Ab dem ersten Halbjahr 2019 werden die Verpackungen, die derzeit für die Produkte und Zubehörteile von Samsung verwendet werden – von Mobiltelefonen über Tablets bis hin zu Haushaltsgeräten – durch umweltfreundliche Materialien wie recycelte/biobasierte Kunststoffe und Papier ersetzt.

Für Mobiltelefone, Tablets und tragbare Produkte ersetzt Samsung den Kunststoff für Halterungsplatten durch Zellstoffformen und Zubehör für die Verpackung von Taschen durch umweltfreundliche Materialien.

Samsung wird auch das Design des Telefonladegeräts ändern, indem es die glänzende Oberfläche durch eine matte Oberfläche ersetzt (yeah!) und auf Kunststoffschutzfolien verzichtet, wodurch der Einsatz von Kunststoffen reduziert wird.

Auch in Sachen Papier will sich das Unternehmen ändern. Im Bereich Papier wird Samsung bis 2020 nur Fasermaterialien verwenden, die von globalen Umweltorganisationen wie dem „Forest Stewardship Council“, dem „Programme for the Endorsement of Forest Certification Scheme“ und der „Sustainable Forestry Initiative für Verpackungen und Handbücher“ zertifiziert wurden.

Das Problem ist oft: Menschen verlangen immer, dass etwas für die Umwelt getan wird und auf diese geachtet wird, sollte dann ein Produkt durch irgendwelche Umwelt-Bemühungen von Unternehmen teurer werden, dann werden die Menschen das nicht gerne zahlen. Dann vergisst man den Umwelt-Aspekt und behauptet vielleicht, dass das Unternehmen den Hals nicht voll bekommt. Unternehmen sollten noch mehr für die Umwelt tun und gerne auch noch transparenter darüber aufklären. Und das gilt eh: Jeder kann etwas für die Umwelt tun und auf sich achten. Es ist immer leicht, etwas von anderen zu verlangen, man sollte bei sich selber anfangen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Peter Michels says:

    Guter Schritt von Samsung, hoffen wir mal das ALLE Hersteller das mit machen.
    Die Gründe sind dabei egal, solange es für die Umwelt besser ist.

  2. „ganz pfiffiger Schachzug“ – nö, Samsung profiliert sich mit Maßnahmen, die ohnehin zukünftig vorgeschrieben sein werden.
    Das ist eine reine Marketing-Aktion. Nebenbei wird man auch Kosten einsparen können – man schafft sich also einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern und eine Win-Win-Situation für das eigene Unternehmen.
    Seit den 90er-Jahren haben die Firmen die Chance aufzuwachen – manche sind weiterhin im Tiefschlaf und meinen, sie könnten ihr Geld „im Schlaf verdienen“… Das aber schaffen nur die Banken und Versicherungen!

    • Die Firmen verdienen ihr Geld im Schlaf und zwar Milliarden. Geld spielt doch keine Rolle mehr in Zeiten, wo schlechte Technik 1600€ kostet und die Fans das noch verteidigen, warum sie denn fünf Jahre zum Mindestlohn malochen um sich das Gerümpel zu kaufen um dem Tim/Jeff/Bill die 10. Jacht und das 20. Flugzeug zu bezahlen.

  3. Vor etlichen Jahren besaß ich einen Sony Trinitron im 16:9-Format. War noch mit konventioneller Röhre und entsprechend schwer (und für die damalige Zeit außerordentlich teuer).

    In dem riesigen Karton, in dem das Teil bei mir ankam, war kein Styropor. Stattdessen wurde ein Material aus geschäumter Stärke verwendet. Erfüllte ganz genau den gleichen Zweck wie Styropor, war aber zu 100% biologisch abbaubar.

    Habe ich seither nicht mehr gesehen (auch nicht bei Sony-Produkten). Ich fand das damals bemerkenswert und denke, das bei einem Luxusprodukt im Hochpreissegment (und so etwas war der Sony TV zu dieser Zeit) auch ein paar Cent mehr für eine ökologische Verpackung drin sein sollten.

  4. Ne, nichts wegen Umweltschutz.
    Samsung müsste für die Kunststoffverpackkungen jetzt einfach mehr Entsorgungsgebühren fürs Recycling („Grüner Punkt“) ausgeben wie für die Pappeverpackungen, die jetzt kommen sollen. Das ist der Grund.

  5. Hin und wieder findet sich schon seit einiger Zeit solches Verpackungsmaterial bei ein paar kleinen Elektronikgeräten. Ist auch beim auspacken angenehmer zu handeln als der ganze Plastik-Kram, welcher meist sehr nervt.

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