Samsung und Harman präsentieren verbessertes digitales Cockpit für Fahrzeuge

Auf der CES 2019 haben Samsung und Harman gemeinsam ihr erweitertes Konzept eines digitalen Cockpits für Fahrzeuge vorgestellt. Die nächste Generation rückt Personalisierung, Sicherheit und Vernetzungen mit IoT-Lösungen ins Zentrum.

Das neue digitale Cockpit erhöht die Anzahl der Displays von bisher drei auf nunmehr sechs. Neu sind ein unabhängiges Display für den Beifahrer sowie zwei für die Rücksitze. Auf diesen Bildschirmen wollen Samsung und Harman aber mehr Infotainment als relevante Daten zur Autofahrt anzeigen. Das Driver Monitoring System (DMS) und das Occupant Monitoring System (OMS) erkennen dabei jeweils Fahrer und Passagiere, um die Einstellungen und Inhalte der Anzeigen entsprechend zu personalisieren. Aber auch die Sitzeinstellungen können so für den jeweiligen Mitfahrenden angepasst werden.

Drei Bildschirme stehen allein dem Fahrer zur Verfügung und zeigen ihm Informationen und Einstellungen an. Dazu zählen freilich die Geschwindigkeit, zurückgelegte  Kilometer und Benzin- sowie Ölstand. Die Modalitäten der Anzeigen sind anpassbar nach eigenem Gusto. Vorne mittig, zwischen Fahrer und Beifahrer, findet sich das zentrale Informationsdisplay, das SmartThings sowie Bixby einbindet. Auch einfache Apps für die Navigation und die Musikwiedergabe haben dort ihren Platz.

Der dritte Bildschirm bündelt Angaben zu etwa der Klimaanlage, der Lautstärke und weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Über Bixby lassen sich viele Elemente sogar hands-free steuern. Wer ein Smartphone verbindet, kann über Samsungs In-Vehicle DeX auch Dokumente und Nachrichten von seinem mobilen Endgerät abrufen, ohne abgelenkt zu werden.

Samsung hat auch die Erfassung über die nach vorne gerichtete Kamera und die Spiegel optimiert. So erkennt die Kamera Hindernisse, Fußgänger und Verkehrszeichen, um den Fahrer rechtzeitig zu alarmieren. Zudem steht auch die Sicherheit im Zentrum: Das DMS erkennt, wenn der Fahrer unkonzentriert oder schläfrig wird und warnt jenen dann mit einem Signalton.

Langfristig möchte Samsung sogar am liebsten mehrere Fahrzeuge vernetzen: Durch das Teilen untereinander könnte man die Sicherheit noch stärker erhöhen und z. B. die fahrzeuginternen Warnungen zu Hindernissen und Unfällen miteinander teilen. Das deutete man auf der CES 2019 als ideales Szenario an, nannte aber noch keine Details. Speziell in Europa dürfte das auch alles nicht so einfach sein, wenn man da an den Datenschutz denkt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Hehe, das „Driver Monitoring System (DMS)“ könnte eingedeutscht als „Fahrerüberwachungssystem“ für bestimmte Personen / Behörden interessant sein 😉 #aluhut

    Den Spaß aber mal bei Seite.
    Vernetzung schön und gut, aber die Hersteller sollten erstmal die IT-Sicherheit in den Mittelpunkt rücken, denn der lässt gerade bei IoT zu wünschen übrig. Und wenn erstmal ganze Flotten wegen mangelnder Sicherheit angegriffen werden können, wird es für andere erst recht interessant. Schauen wir mal… Zu viele Displays sehe ich kritisch.

  2. Das sind genau zwei Sachen die keiner im Auto braucht – Sprachsteuerung und Touchscreens. Ich kann mir keine schlechtere Situation vorstellen, als dass ich als Fahrer versuche, meinem Auto mit Worten zu erklären, was es tun soll – das Auto dann aber (wie oft bei Sprachsteuerung) doch was völlig anderes tut. Und als Krönung versuche ich dann, ohne hinzusehen und mich vom Verkehrsgeschehen ablenken zu lassen, Felder auf einem Touchscreen zu drücken.

    Einfach nein. In ein Auto gehören Drehregler, Schieber, Schalter, Knöpfe – alles was man auch ohne hinzusehen bedienen kann und was einem ein reales haitisches Feedback liefert.
    In meinem Auto kann ich blind die Heizung regeln. Versucht das mal mit einem Touchscreen.

    • Vielleicht bin ich da jetzt zu jung mit meinen 28 Jahren, aber ich kann auch nen Touchscreen sogut wie blind bedienen, weiß ja wo was ist… Vll mal kurz nen peripherer Blick in welchem Menü ich gerade bin…Aber ansonsten geht das schon.
      Aber das ganze macht halt nur Sinn mit so Dingen wie Spurhalteassist, Abstandsassistent etc. – gerade da kann man auf der Autobahn ja auch mal nen Blick riskieren. Im Zweifelsfall übernimmt das Auto eh schneller das Anbremsen im Notfall als man selbst… Da hat man selbst dann genügend Zeit (Solang man kein raser ist).

      Und für den Rest gibt es bei mir zumindest eine nahezu perfekt Funktionierende sprachsteuerung für alles kompliziertes… Und das kann sowohl Google als auch meine „Alte“ aus 2015 von VW.

      • „… gerade da kann man auf der Autobahn ja auch mal nen Blick riskieren. Im Zweifelsfall übernimmt das Auto eh schneller das Anbremsen im Notfall als man selbst…“

        Schon klar! Man, man, man… Ja, du bist definitiv zu jung!

    • „Ich kann mir keine schlechtere Situation vorstellen, als dass ich als Fahrer versuche, meinem Auto mit Worten zu erklären, was es tun soll – das Auto dann aber (wie oft bei Sprachsteuerung) doch was völlig anderes tut.“

      So ein Satz zeigt mir immer wieder, dass jemand entweder gar keine Sprachsteuerung nutzt und deswegen nur vom „hören sagen“ solche Sachen nachplappert, oder dem direkt und sowieso negativ gegenüber steht.
      Denn ich nutze Sprachsteuerung im smarthome schon seit Jahren, für die typischen Sachen, wie Licht-, Rollo-, Szenen- oder Heizungssteuerung. Auch zur Steuerung des Fire Stick zum abspielen/suchen von (Englische Titel) Serien/Filmen, zur Steuerung der Sonos Lautsprecher für Podcasts / Musik etc…
      Früher gab’s Probleme, das stimmt. Aber diese gibt’s schon seit Ewigkeiten nicht mehr…
      Und vor allem solche simplen Befehle wie Heizung einstellen, Musik steuern usw sollte in nem Auto null Probleme machen.

      • Die Smarthome-Sprachlösungen funktionieren alle aber nur online! Auf einem Online-Server wird mit viel Rechenaufwand das gesagte analysiert.
        Im Auto sollte die Spracherkennung aber offline und bei starken Störgeräuschen funktionieren und da haben selbst moderne Systeme ihre Probleme.

      • So ein Kommentar zeigt mir wiederrum, dass man nicht sofort auf die Fähigkeiten des Gegenüber schließen sollte, wenn die Meinung nicht der eigenen entspricht. Ich arbeite in einem großen Autohaus eines deutschen Automobilherstellers und habe jeden Tag mit den Infotainmentsystemen der neuesten Generationen zu tun. Ich maße mir an zu wissen, wovon ich rede. Und wenn nicht, können wir gerne einen Versuch starten, du setzt dich in einen unser Vorführwagen und versuchst, was am Auto einzustellen, während ich von hinten „SIND WIR BALD DAAAAAA“ rufe.

        Das Auto ist ein ganz anderes Umfeld als das Smart-Home. Im Smart-Home mag die Steuerung vielleicht gut funktionieren (ich nutze Sprachassistenten selbst jeden Tag), merke aber an vielen Punkten, dass es eben doch nicht so gut funktioniert wie eine simple Knopfdruck-Steuerung.
        Beispiel gefällig? Versuche im Auto durch Sprachsteuerung Herrn [beliebigen südosteuropäisch-orientalisch klingenden Namen] anzurufen, während ich dir von hinten reinfunke, oder andere nicht vorhersehbare Geräuschquellen die Spracheingabe zusätzlich zum fremdländischen Namen erschweren.

        Und unvorhersehbare Geräuschquellen gibt es im Auto genug. Da reicht nur der nervige BMW-Gong wenn mal wieder irgendwas mit dem Auto ist, hin zu quäkenden Kindern, Lkws die an einem vorbeifahren und vielleicht aus Spaß hupen.

        Nachdem ich es eine Zeit lang mit Siri, dem Google Assistant und dem sehr guten Spracheingabesystem meines Brötchengebers versucht habe, bin ich mittlerweile wieder zur guten alten manuellen Eingabe zurückgekehrt.

        Edit: Ich finde es auch gefährlich, sich zu sehr auf Assistenzsysteme zu verlassen. Auch die besten Fahrerassistenzsysteme können sich mal irren. Das können Menschen zwar auch, vielleicht sogar eher als elektronische Helfer. Aber die Verantwortung liegt in beiden (Aus)-Fällen beim Menschen.

        Hat übrigens nichts mit dem Alter zu tun, ist eine Einstellungssache, ich bin auch nur zwei Jahre älter als du.

        • Jeder hat seine Erfahrungen gemacht. Ich mag auch gerne Knöpfe für Standard-Funktionen. Aber die Vielfalt, die mit Sprache möglich ist, finde ich schon sehr beeindruckend.

          Und beim Anrufen von Personen möchte ich mal sehen, wie das ohne Touchscreen oder Sprache leichter sein soll. Auch bei der Navigation bin ich mehr als glücklich, dass es inzwischen gute Spracheingaben gibt.

          Aber natürlich braucht man das alles nicht, wenn man bei zum Supermarkt fährt. Und die Lautstärke der Musik stelle ich auch lieber per Drehrad ein.

          Aber so muss jede Technologie ihren Platz finden und die negativen Aspekte möglichst ausgemerzt bekommen.

          • Beispielsweise kannst du einen Kontakt, den du öfter anrufst, bei BMW auf eine der acht frei belegbaren Tasten legen. Ein Knopfdruck, schon wird die Nummer gewählt. Gleiches gilt für Adressen, Radiostationen und jedem Menüpunkt, der bis zwei Ebenen tiefer als das Hauptmenü liegt.

            Für Nummern die nicht auf einer Kurzwahltaste gespeichert sind, drücke ich auf COM/TEL am Controller (findet man blind) scrolle auf Kontakte, scrolle zum Kontakt den ich wählen will – fertig.
            Und genau da liegt der Unterschied: Statt mich bis zum Touchscreen strecken zu müssen, kann ich alles aus einer gemütlichen Sitzposition mit einer Hand machen.
            Je mehr ich mich strecken muss, und vielleicht noch äußere Einflüsse (holprige Straße, Bodenloch etc.), desto ungenauer wird die Eingabe beim Touchscreen, oder ich muss genauer zielen. Da steckt die Gefahr dieses Systems.

            Das mögen jetzt zwar vielleicht sehr herbeigeführte Beispiele sein, aber ein Auto, dass sich mit 120 km/h vorwärts bewegt ist eine tödliche Waffe, und da muss jeder Handgriff sitzen und jede Eventualität bedacht werden. Es bringt mir nichts, wenn man dann sagt „unter normalen Bedigungen klappt das“. Es muss unter allen Bedingungen klappen. Ich will bei 120 km/h und lauter Musik (ohne dass meine Musik dauernd unterbrochen wird) mein Auto genauso bedienen können wie bei 30 km/h nach einer Wurzelbehandlung und einer bandagierten Hand.

        • Das ich sage, dass Sprachsteuerung mittlerweile super funktioniert, schließt noch längst nicht aus, dass die anderen Sachen ganz „klassisch“ per Knopf alle rausgeschmissen werden sollen. Wieso denken so viele, dass wenn etwas neues dazu kommt, alles andere entfernt wird?
          Ich will auch eine Alternative haben zur Sprachsteuerung, heißt aber nicht, dass ich die Sprachsteuerung nicht haben will.

          Ich glaube dir, dass wenn ich mich in eines eurer Vorführwagen setze und etwas per Sprache steuern will, nichts vernünftiges zu Stande kommt. Und zwar, weil ausnahmslos KEIN Autohersteller aktuell überhaupt ein vernünftiges Infotainment hinbekommt.
          Das fängt schon damit an, dass wenn ich mir heute ein Auto kaufe, ich keine neuen features bekomme, bis ich mir ein neues Auto kaufe – Updates? – Fehlanzeige.

          Bzgl Touchscreens: Ich hatte ein paar Monate einen Tiguan mit Touchscreen. Ich bevorzuge seitdem auch eher Tasten, aber das ist nichts, an das man sich nicht auch gewöhnen könnte. Also es war OK für die Zeit, ich denke, wenn ich den länger hatte, wäre ich damit aber auch klar gekommen.

          Zu deinen unvorhersehbaren Geräuschquellen: ich weiß ja nicht, wo du Auto fährst, aber mir fällt auf, dass es im Auto ziemlich ruhig ist. Dein Beispiel mit einen hupenden Auto/Lkw kommt doch sehr selten vor, vor allem in Deutschland. Und genau in dem Moment müsstest du ja auch noch einen Befehl geben. Abgesehen davon werden solche Sachen von guten Mikrofonen rausgefiltert. Die quäckenden Kinder auf der Rückbank stören beim Autofahren ja generell 😉 aber zum Glück musst du ja keine Sprachsteuerung nutzen, sondern die manuelle Bedienung ist ja nicht weg.

          Bzgl des Anrufes des komplizierten Freundes: wie gesagt, Sprachsteuerung ist nicht die einzige Eingabemöglichkeit. Und mir ist auch aufgefallen, dass sowas auch immer besser wird.

          Alles in allem will ich sagen, dass ich nicht verstehe, warum Leute direkt sinngemäß sagen: nee, sowas brauche ich nicht, sowas soll nicht eingebaut werden, was ein Quatsch.
          Du musst es nicht nutzen. Es ist eine weitere Möglichkeit zur Eingabe.

          • Wenn es einen dicken Like Button geben würde Daniel, ich hätte ihn für diesen fantastischen Kommentar (sachlich und perfekt) mehrmals gedruckt 😀

    • Da hast du vollkommen recht! Ich brauch im Auto auch kein Schnickschnack! Hab bei mir schon alle möglichen Automatisch-bla-bla, Assistenten, etc. deaktiviert. Nur den f***** Regensensor kann man nicht abschalten! Freue mich jedes mal auf mein Motorrad, da sind nur die Knöpfe dran die man wirklich zum fahren braucht und alle so umgesetzt, dass man bei der Bedienung nie hinsehen muss. Einfach herrlich! Aber die meisten Autofahrer wissen eh nicht wovon ich spreche…

      PS: Das haitische Feedback hätte ich auch gern, besser hawaiisches… 😉

  3. Zum Thema, dass Samsung Fahrzeuge vernetzen möchte und Informationen zwischen diesen teilen: das Thema steht seit Jahren bei jedem Autohersteller und Zulieferer weit oben auf der Taskliste, überall gibt’s auch öffentliche Forschungsprojekte, da wird Samsung sicher nichts eigenes entwickeln :-).

  4. Bartenwetzer says:

    Ob analog, digital öderen Bildschirm. Überall erhalte ich zu viel Informationen.

    Währender Fahrt reicht doch die Anzeige der Geschwindigkeit.
    Ansonsten werden nur sicherheitsrelevante Informationen eingeblendet wenn sie erforderlich sind. Z. B. Ausfall einer Leuchte, Öldruck, Wassertemperatur …
    Sprachsteuerung ist immer noch besser wie die Vielzahl von Tasten und Knöpfen für Komfortfunktionen.

  5. Das Problem bei der Sprachsteuerung sind immer noch die Dialekte in den jeweiligen Sprachen

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