Samsung spricht über Sensoren mit 600 Megapixeln

Das südkoreanische Unternehmen Samsung hat angekündigt, dass man sich bei Bildsensoren nicht vom Wettbewerb abhängen lassen wolle. Die Bildsensoren, durch die wir selbst die Welt wahrnehmen – unsere Augen – sollen eine Auflösung von etwa 500 Megapixeln haben. Im Vergleich zu den meisten heutigen DSLR-Kameras, die eine Auflösung von 40 Megapixeln bieten, habe man als Branche noch einen weiten Weg vor sich, um die menschlichen Wahrnehmungsfähigkeiten erreichen zu können.

Allerdings ist es eben nicht so einfach, viele Pixel zu einem Sensor zu pressen, wenn dieser auch noch entsprechend kompakt sein muss. Deshalb schrumpfen Pixel manchmal, was wiederum dafür sorgen kann, dass die Bilder schlechter sind. Im Artikel verweist Samsung auf die letzten Erfolge, zum Beispiel den 108 Megapixel leistenden ISOCELL Bright HM1. Mit diesem habe man das obere Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, man selbst hat höhere Ansprüche.

Hierbei hat man aber nicht nur Smartphones im Fokus. Bislang liegen die Hauptanwendungen für Bildsensoren im Bereich der Smartphones, aber es wird erwartet, dass sich dies bald auf andere, rasch aufkommende Bereiche wie autonome Fahrzeuge, IoT und Drohnen ausweiten wird. Auch hier will man Sensoren entwickeln. 600 Megapixel stehen da als Aussage im Raum.

Da Samsung natürlich Geräte außerhalb der Smartphones erwähnt, dürfte klar sein, dass man vermutlich erst diese hohe Megapixel-Zahl auf größeren Sensoren erreichen wird – bei IoT und autonomen Fahrzeugen dürfe da mehr Platz sein als im Smartphone. Auch an anderen Sensoren forsche man – diese sollen Gerüche oder Geschmäcker erkennen.

Einen Zeitrahmen nennt Samsung natürlich nicht – von mir gibt es den Tipp: Wenn ihr Samsung in Zusammenhang mit 600 Megapixeln hört, denkt nicht gleich als erstes an Smartphones.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Alles klar. 600Mpix auf einem 1/2 – 3/4 Zoll Chip? Und was soll da raukommen? Dann wird doch eh wieder mit Pixelbinning gearbeitet, weil mit einzelnen Pixeln nur Schei… rauskommt. Man kann die Physik einfach nicht überlisten. Ich würde mich über eine sehr gute 16-24Mpix Kamera in meinem Telefon freuen.

  2. tomasioBLITZ says:

    Smasung ist so ein geiles Unternehmen – ich würde nie wieder was von Samsung kaufen:
    – Features sind nicht ausgereift
    – Technik von Samsung birgt Lebensgefahr (Note 7)
    – End-User ist immer Alpha/Beta Tester

    Samsung? Nein Danke!
    600mpix? hahahhahahah – wahrscheinlich kriegen die sogar 600mpix hin, aber die sehen dann wahrscheinlich aus wie die aktuelle Zoomstufe beim S20 (welches, ÜBERASCHUNG, auch wieder voll verbugt ist)

    • – Welche Features sind nicht ausgereift? Welches Unternehmen bringt ausschließlich ausgereifte Features auf den Markt (You are holding it wrong iPhone 4)?
      – Wie viele Menschen sind durch das Note 7 gestorben?

  3. Will ich wirklich soviel Details sehen? Erinnert mich mal an eine Forumsdiskussion unter Fotografen- was man den mit den Flimmerhäarchen bei Frauengesichter macht. Rausarbeiten oder drinlassen. Beste Antwort: Niedrigere Auflösung nehmen.

    • Kommt immer auf die Anwendung an: bei medizin-Sensoren möchte man sicher auch die flimmerhärchen wo auch immer sehen können und braucht dann eine durchgehende signalverarbeitung auf diesem Niveau, also nicht nur beim sensor , sondern auch der signalübertragung , evtl. Speicherung , wenn nicht echttzeit-Verarbeitung und der wiedergabe. z. b. elektronische OP-Mikroskope. Oder Sensoren in der Feinstmechanik / -elektronik. Aber fürs Poposie-Album – lachhaft! Auch zu zeiten analogen Films gab es Möglichkeiten mit Empfindlichkeiten und Körnung „zu spielen“ um dem Objekt angepaßte Qualitäten zu erreichen. Das ist heute nicht anders. Solche Sensoren zu produzieren macht also sinn. Sie in eine Smartphon- oder hobby-Knipse einzubauen, sicher nicht .

  4. „Samsung spricht über Sensoren mit 600 Megapixeln“ was für ein Quatschartikel. Das sagt sowas von NULL aus ohne sich auf eine Größe zu beziehen. Es gibt Cams mit weitaus mahr Pixeln, 150 MP waren schon vor Jahren der Standard bei US Dronen, mittlerweile ist man glaub bei über 1,5 Mio.
    Wie? Ganz einfach, mehrere Sensoren nebeneinander… geht ganz einfach nur die Verarbeitung der Daten braucht entsprechende Verarbeitung… Frühere Dronen konnten nur 1 Ziel anfixieren und verfolgen dann waren da mehrere, mittlerweile ist man da weiter und kann teils weit von einander Entfernte Ziele unabhängig von einander anpeilen und verfolgen, da ist selbst Hollywood noch nicht ganz so weit…

    Also wenn dann sollte man sich in Zukunft solche Berichte sparen oder genauere Daten abfragen sonst lohnt eine Veröffentlichung nicht wirlich, reines Klickbait. Achso ja ihr bekommt ja Geld durchs Klicken, UPS vergessen…

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