Von Apple ist dies hinlänglich bekannt, Zubehör für iPhone und Co muss zertifiziert sein, damit es problemlos funktioniert und nicht mit dem nächsten OS Update seinen Geist aufgibt. Bereits vor Monaten war bekannt, dass Samsung den gleichen Weg gehen will. Bisher nicht umgesetzt, wohl aber sind die Authentifizierungs-Chips bereits in Zubehörprodukten implementiert. Mit dem gerade in der Verteilung befindlichen Android 4.4 Update für das Galaxy Note 3 wird dies nun umgesetzt. Zubehör, das nicht über den Samsung-Chip verfügt, funktioniert nach dem Update nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr.
Mehrere Nutzer berichten davon, dass beispielsweise das Spigen S-View Flip Cover nach dem Update nicht mehr funktioniert. Einen Workaround gibt es auch, dieser erfordert jedoch, dass man ein Original Case von Samsung hat und den Chip dementsprechend in das andere Case bringt. Also keine wirkliche Option für den Endverbraucher.
Sicher, Samsungs Vorgehen kann man kaum ankreiden, es ist schließlich verständlich, dass man die eigenen Produkte verkaufen möchte oder wenigstens Einnahmen aus der Lizenzierung erhält. Das Problem ist hier allerdings, dass das Fremd-Zubehör vor dem Update funktionierte und Hersteller wie Spigen eben nun nicht funktionales Zubehör verkaufen. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass man sich nicht nur auf Akkus und Ladegeräte beschränkt, sondern auch etwas wie Cases per Chip schützt.
Könnte man bei Akkus noch mit dem Sicherheitsaspekt argumentieren, ist es im Fall von Cases wohl doch eher Profitmaximierung. Meiner Meinung nach ein großer Patzer, der sich direkt nach der Geschichte mit den Regional Locks platziert.