Samsung soll ab 2017 in den USA und Südkorea gebrauchte High-End-Smartphones anbieten

artikel_samsungDer Samrtphone-Absatz wird – vor allem im hochpreisigen Bereich – immer mehr zum Kampf. Neue Käufer lassen in Wachstumsländern greifen eher zu günstigeren Modellen, die für die Hersteller oftmals eine niedrigere Marge bringen. Samsung möchte es 2017 nach Informationen von Reuters mit günstigeren High-End-Modellen probieren. Aber nicht generell günstiger, sondern eben günstigere, gebrauchte und aufbereitete Geräte anbieten. Vor allem in Märkten, in denen Nutzer nach einem Jahr ein Upgrade erhalten können. Die Rückläufer werden dann aufbereitet und wieder in den Verkauf gegeben. Losgehen soll es 2017, da würden sich dann die durchaus erfolgreichen Galaxy S7-Varianten als solche refurbished Varianten anbieten.

Voraussichtlich wird so ein Programm nur in den USA und Südkorea starten. In den USA heißt die große Konkurrenz Apple, in Südkorea sind es Hersteller günstiger Smartphones, die den High-End-Herstellern das Geschäft erschweren. Den Nutzer kann es in beiden Fällen freuen, erhält er so doch die Möglichkeit, zwar schon etwas ältere Hardware zu kaufen, diese dafür aber günstiger und trotzdem quasi „aus erster Hand.“ Auch für Geschäftskunden könnten diese günstigeren Geräte interessant sein.

Da Samsung aber nicht nur im High-End-Bereich verkauft, kann so ein Programm aber auch nach hinten losgehen. Nämlich dann, wenn die Kunden dafür auf Samsungs eigene, günstigere Mittelklasse-Geräte verzichtet. Fraglich ist, wie hoch die Preise der Geräte ausfallen werden. Android-Smartphones rutschen oftmals bereits wenige Monate nach der Veröffentlichung auf ein niedriges Preisniveau, wobei dies bei Samsungs High-End-Smarpthones in letzter Zeit bereits nachgelassen hat, so zumindest meine Empfindung.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Wenn Samsung ein Handy (S7) was vielleicht 250 EUR in der Herstellung kostet statt für 800 EUR an den Endkunden, dieses für 500 los wird an den Provider, das Jahr rum ist und nach einem Jahr vielleicht nochmal 30-50 EUR in das „Refurbishen“ steckt, um dasselbe Handy ein zweites mal für 500 an den Endkunden zu verkaufen, kann es Samsung doch egal sein, wenn man derren Mittelklasse links liegen lässt, oder hab ich da ein Denkfehler?! Weil in meinen konstruiertem Fall mit ausgedachten Preisen, würde Samsung doch 700 EUR Gewinn machen, während es ohne die „Refurbish“-Masche nur vielleicht 500 EUR sind. ?!?!?!

  2. Forschung und Entwicklung, Verwaltung, Lagerhaltung, Löhne, Werbung, etc kosten auch. Dieser ganze Apparat verschlingt mehr als der eigentliche Materialeinkauf. Allerdings stimmt das schon. Wenn man die Hardware teilweise zwei mal an den Mann bringt verdient man auch zwei mal dran. Samsung will aber eher vom Konkurrenten abgreifen als eigene Geräte zu kannibalisieren. In dem Sinne könnte das Vorhaben nach hinten losgehen.

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