Samsung RAM Plus: Virtueller Arbeitsspeicher per Update

Vivo macht es, Oppo macht es. „Mehr RAM“ – kostenlos durch ein Software-Update. Was genau macht die Funktion? Nun, man kennt das im Grunde schon lange von PCs: Ein Teil des Speicherplatzes dient quasi als verlängerter Arm des Arbeitsspeichers. Ihr erhaltet also virtuellen RAM, eine mittlerweile generell durch Android zur Verfügung gestellte Funktion.  Bei Samsung heißt diese Funktion RAM Plus und wird jetzt im Rahmen eines Updates für das Galaxy A52s 5G freigeschaltet. In den Speichereinstellungen könnte man, wenn man denn wollte, auch Apps aus dem Arbeitsspeicher werfen, damit wieder „echter“ RAM frei wird. Tja – eigentlich nichts, worüber man sich Ende 2021 noch Gedanken machen sollte, oder?

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. Es wird bei Android immer peinlicher. Nicht nur haben Smartphones dort schon lange absurd viel RAM, jetzt kommt auch noch mehr dazu. Bald braucht man bei Android 20+ GB RAM für das, wo bei iOS 4GB reichen…
    Optimierungen sind wohl echt zu teuer – lieber so ein Billigzeug.

    • Richard Rosner says:

      Ne. Man hat offenbar kein Interesse daran, Entwickler zu gewissen Qualitätsstandards zu verpflichten. Man will halt nicht so restriktiv wirken, wie Apple.

      Aber Google macht die RAM-Verschwendung ja vor. Als damals Android Go vorgestellt wurde, hat man sehr eindrücklich gezeigt, dass die eigenen Apps auch mit deutlich weniger RAM auskommen und man dabei kaum auf Funktionen verzichten muss.

      Aber den Entwicklern stärkere Ketten anzulegen oder selbst Optimierungen zu finden, da man sich Apps ja vermehrt als Appbundle einreichen lässt, ist zu einfach. Damit kann man ja keine Verkaufszahlen treiben

    • Es sind bisher max 16. GB und Apple hat auch 6GB im Angebot.

      Und so wie es andere Kommentare darstellen würde manchem iPhone auch etwas mehr RAM gut tun…..

      • Ja, dass iOS und die Apps dort signifikant weniger RAM brauchen ist ein Märchen, von Apple in die Welt gesetzt, damit sie noch ein paar € mehr einsparen können. Naja und damit sich Dampfplauderer wie unser Tim hier einreden können, dass sein Krempel irgendwie toller ist, obwohl er weniger für’s Geld bekommt.

        Hatte letztes Jahr selbst ein iPad Air mit 3GB und man brauchte es nur schief anzuschauen, schon wurden Apps weggeswappt und geschlossen, ein PDF im Hintergrund auflassen ging praktisch nicht und browsen mit mehreren Tabs war grausam. Habe jetzt ein Tab S7 mit 6GB und damit funktioniert Multitasking so viel besser. Nichts ersetzt mehr Speicher, auch Apples Magie nicht.

        • Richard Rosner says:

          Apple zwingt zumindest Apps deutlich stärker, weniger RAM zu verbrauchen. Deswegen musste man ja auch das Limit für die M1 iPads anheben, was eine App beanspruchen darf. Denn wenn sie sowas wie Adobe Illustrator auf dem iPad benutzbar haben wollen, braucht man da ein bisschen mehr.

          Was aber auch im Umkehrschluss heißt, dass der Plan, Apps zu mehr Effizienz zu zwingen nicht aufgegangen ist, was nicht gerade für die Entwickler spricht.

    • Welchen Vorteil hat es, dass das iPhone mit weniger RAM auskommt? Der Preis kann es ja nicht sein…

      • Richard Rosner says:

        Effizienz. Wenn der Ressourcenverbrauch ständig stark steigt, sehen auch einige gezwungen, früher neue Geräte zu kaufen, weil das alte nicht ausreicht

  2. Bugzilla Müller says:

    Und demnächst feiern dann wohl 90er Jahre Windows-„Killerapps“ wie SoftRAM, RAMDouble oder MagnaRAM ihr Comback im Playstore…

  3. Für alte Geräte bestimmt vom Vorteil, so kann man sie länger nutzen.

    Vor ca. 10 Jahren war der Swap sehr nützlich mit Jailbreak, als das iPhone nur sehr wenig RAM hatte, und Safari alles neuladen musste, wenn man zum Home-Screen und dann zurück wechselte.
    Jetzt mit neuen Geräten wie z.B. meinem iPhone 12 Pro und 6 GB RAM kann ich sogar Videos editieren und der Browser wird nicht geschlossen.

    • Ja, es hat sich in der Hinsicht einiges verbessert, aber leider kommt es auf iPhones und iPads immer noch viel zu häufig vor, dass Seiten nach einem App oder gar Tabwechsel neu geladen werden. Da ist Surfen auf einem „richtigen“ PC schon sehr angenehm.

      • Haha, da fällt mir gerade ein, Google Chrome macht nun das gleiche, wie das iPhone 3G damals: Seiten werden neugeladen, wenn man nach einer Weile zurück zu Chrome wechselt.
        Ich benutze Chrome für eine einzige Web-Anwendung, die nur in Chrome läuft, und diese wird jedes Mal neugestartet, wenn ich sie brauche.

  4. Warum denn auf ein Softwareupdate warten?

    https://downloadmoreram.com/

  5. Meint der Autor eigentlich, dass die SWAP im Kernel eingeschaltet haben? Das wäre traurig, weil Notbehelf vom 386er.

    Meint das hier ZRAM? Das ist wirklich interessant. RAM wird komprimiert, statt raus geswappt.

    Und ja. Bei Apple ist alles per Zwang effizienter, Apple zwingt Unternehmen mehr Geld in Entwickler zu stecken, statt den RAM der Kunden „kostenlos“ zu verwenden. Allerdings spart damit Apple selbst Geld bei Akku und RAM. Die iPhone benötigen viel weniger, ohne das Apple viel tun muss, also mehr Gewinn. Ist aber auch gut so. Leider auch schlecht so, so wie Apple erzwingt mehr in die Entwicklung zu stecken, so schränkt es auch ein. Dann synchronisiert der Fitnesstracker halt nicht mit Garmin Connect, bis man die App manuell öffnet.

    Mit Linux wäre das nicht passiert? Da wollen Entwickler das Optimum, ohne das Manager die Entwicklungszeit bestimmen (funktioniert nicht, erstes Opfer ist die Qualität) oder restriktive Regeln alles einschränken.

    So läuft mein iPhone SE noch gut, ob der Fitnesstracker synchronisiert hängt aber von iOS Tageslaune ab.

  6. Durch die Auslagerung auf den Flash gewinnen alle. Der Nutzer, der mehr Apps offen lassen kann und Samsung, die wegen abgenutzter Flashzellen mehr Smartphones verkaufen.

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