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Samsung: Niederländisches Gericht stellt sich in Sachen Update-Politik auf Samsungs Seite


Samsung trifft man vor Gericht häufig wegen irgendwelcher Patentklagen an, sei es von Samsung oder anderen Firmen ausgehend. Diesmal musste sich Samsung mit Verbraucherschützern in den Niederlanden vor Gericht treffen, es ging um die Update-Politik des Herstellers. Samsung garantiert in den Niederlanden 2 Jahre lang Sicherheit-Updates – 2 Jahre nach Erstveröffentlichung eines Smartphones. Wer also erst nach einer gewissen Zeit ein Smartphone von Samsung kauft, erhält eventuell nie ein Sicherheits-Update, auch wenn das Smartphone noch verhältnismäßig aktuell ist.

Das hat den Verbraucherschützern in den Niederlanden nicht so gut gefallen, deshalb wurde dagegen geklagt. Mindestens vier Jahre Updates nach Erstveröffentlichung oder zwei Jahre nach letztem Verkauf wollten die Verbraucherschützer gesichert wissen. Auch sollten diese Updates zeitlich schneller kommen, laut Consumentenbond dauere dies zu lang und setzt die Nutzer einer Gefahr aus.

Samsung rechtfertigt sich damit, dass man den Kunden bereits vor Kauf über die Updates informiere. Auch würden Updates in einem akzeptablen Rahmen verteilt, die müssen vor der Verteilung schließlich erst getestet werden.

Das Gericht hat in diesem Fall zugunsten Samsung entschieden. Und das auch nicht unbegründet gelassen. Es handle sich bei der Forderung um zukünftige Handlungen. Das Gericht ist der Meinung, dass Samsung bei Auftreten einer schweren Lücke durchaus alle Smartphones updaten könne, aber man eben nicht festlegen könne, ob auch alle Smartphones technisch in der Lage sind, entsprechende Updates zu erhalten.

Die Verbraucherschützer sind über dieses Urteil natürlich enttäuscht, sehen aber durchaus auch etwas Positives darin. Denn immerhin hätte Samsung im Verlauf der Klage für mehr Information bezüglich der Updates gesorgt. Manchmal sind es die kleinen Dinge.

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