Samsung Galaxy Note 7: Kommendes Software-Update begrenzt Akku auf 60 Prozent

artikel_samsungGanz fieses Ding, das sich Samsung mit dem Galaxy Note 7 da eingetreten hat. Am 1. September wurde bekannt, dass es offenbar Akku-Probleme beim Galaxy Note 7 gibt und Samsung das Gerät wohl zurückrufen werde. Samsung erklärte daraufhin, dass man das Galaxy Note 7 freiwillig umtauschen werde, eine Warnung vor der Nutzung gab es allerdings nicht. Diese folgte erst am 10. September. Noch am 7. September fehlte jegliche Warnung vor der Nutzung, obwohl Samsung zu diesem Zeitpunkt bereits die Umtausch-Seite fertig hatte. Während es gut ist, dass Samsung schnell und relativ offen reagiert hat, ist es meiner Meinung nach ein Unding, den Nutzer nicht ganz klar vor der Nutzung zu warnen. Das erfolgte viel zu spät.

Nutzer, die sich auch von der Warnung nicht abschrecken lassen und ein potentiell gefährliches Galaxy Note 7 weiterhin verwenden, erhalten – zumindest in Südkorea – ab dem 20. September ein Software-Update, welches das Smartphone weniger explosiv machen soll. Der Akku wird eingeschränkt, er lässt sich nach dem Update nur noch bis 60 Prozent laden. Offenbar ein Fix, der Samsung sicher genug erscheint.

Für den Nutzer dürfte das Update nicht so erfreulich sein, wer büßt schon gerne 40 Prozent seines Akkus ein. Allerdings ist es auch unverständlich, warum man das Galaxy Note 7 weiter nutzen sollte, wenn Samsung den Austausch anbietet und diesen auch unkompliziert ermöglicht. In Südkorea wurde das Software-Update laut AP über die Zeitung Seoul Shinmun beworben. Ob Samsung in anderen Ländern ähnlich vorgehen wird, ist nicht bekannt. Es gab ja bereits Gerüchte, Samsung könnte sich noch in Umlauf befindliche Galaxy Note 7 per Software-Update komplett lahmlegen, da ist die „Halber-Akku“-Lösung schon wahrscheinlicher.

Interessant ist ja an dem Ganzen auch, zu was Hersteller mit einem simplen Software-Update in der Lage sind. Letztendlich zeigt dies auch einmal, wie abhängig wir vom Hersteller sind, da sich per Software-Update doch grundlegende Funktionen ändern oder gar deaktivieren lassen. Da könnte man fast schon wieder froh sein, dass es bei so manchem selten bis nie Updates gibt. 😉

Ihr seid wieder einmal gefragt. Einige Besitzer eines Galaxy Note 7 kommentierten Anfang September noch, dass sie ihr bereits erhaltenes Gerät weiter nutzen werden. Ist das nun immer noch der Fall? Oder folgt Ihr der Warnung von Samsung und lasst nun die Finger von dem Gerät bis Ihr es ausgetauscht bekommt?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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23 Kommentare

  1. Warum hält sich das Gerücht, dass Samsung die Geräte lahmlegen will, so hartnäckig? Das wurde längst bestritten: http://www.androidcentral.com/samsung-refutes-note-7-remote-deactivation-reports

  2. Zwar nicht von mir… aber ein Freund wollte das Gerät bis vor der Warnung seitens Samsung einfach weiterverwenden, ohne Umtausch. Mittlerweile ist er eingeknickt und das Note 7 liegt im Schrank 🙂 und er weicht auf sein S7 Edge aus.

  3. Habe ein Note 7 und nutze es derzeit noch. Mein altes ist schon verkauft, sodass ich keine ausweichmöglichkeit habe. Der Samsung supporr hat auf meine Rückruf / Umtausch anfrage noch nicht reagiert. Ist bereits gut ne Woche her. Werde es vorläufig weiter nutzen.

  4. @Patrick: In dem von Dir angegebenen Artikel geht es um die vollständige Deaktivierung der Geräte per Fernzugriff. In diesem Artikel hier geht es um eine Firmware-Upgrade, welches die Akkuleistung auf 60% begrenzen soll.

  5. „Allerdings ist es auch unverständlich, warum man das Galaxy Note 7 weiter nutzen sollte, wenn Samsung den Austausch anbietet und diesen auch unkompliziert ermöglicht.“

    Dies bleibt erst einmal abzuwarten! Es heißt, dass der Austausch AB dem 19.09. erfolgen soll. Wie der Austausch in Deutschland stattfinden soll, das weiß bislang niemand. Daher würde ich nicht von „unkompliziert“ reden.

    Patch hin oder her. Samsung kann die betroffenen Geräte nur aus dem Verkehr ziehen, indem sie schnellstmöglich für Ersatz sorgen.

  6. Ich nutze es nicht mehr. Will es aber auch nicht mehr tauschen. Leider schafft es Samsung im Moment auch nicht eine Rückgabe über den Samsung Store abzuwickeln. Heute mit der Hotline telefoniert und man muss es erst zurücksenden und danach bekommt man irgendwann Ersatz. Irgendwann reicht es. Hab an Samsung am 17.08. mit der Bestellung das Geld per PayPal gezahlt. Dann haben Sie ihr Versprechen mit 3 Tage vorher nicht halten können. Jetzt soll ich es nicht verwenden und dann soll ich es Ihnen geben und unbestimmte Zeit warten. Geht’s noch?

  7. Ich habe mich entschieden das Ding komplett zurückzugeben. Mein erstes Android-Phone bzw. Samsung-Phone und dann sowas. Ich liebe das OLED-Display und das Design, aber ich mach mir nix vor. Das Ding wird kaum mehr einen Wiederverkaufswert haben.Das Note ist jetzt das explodierende Phone und Zweifel wird es selbst mit den Umtauschgeräten geben. Das Note 7 ist tot auf dem Markt. Deswegen gehe ich wieder zurück zu meinen iBrick 6 Plus und warte aufs nächste Jahr. Samsung hatte die Megachance das iPhone 7 alt aussehen zu lassen und hat es komplett verbockt. Echt schade. 🙁

  8. Bin sehr froh, dass mein Nachfolger zum Galaxy Note 4 nicht das Note 7 geworden ist sondern ein Huawei Mate 8. 😀

  9. Das ist nach dem bisher sehr erfolgreichem Jahr durch die s7 Reihe nun wirklich ein Desaster für Samsung. Apple freut sich 🙂

  10. mal was anderes: das update/upgrade sorgt dafür, dass der akku nur bis 60% geladen wird? das finde ich beachtlich. Überall liest man doch man solle sein fon nicht über nacht laden wegen akkuschädigung etc. warum kann man so eine steuerung/begrenzung nich allgemein verbauen damit der akku cool bleibt

  11. Das ganze Debakel hätte ein für alle Seiten viel einfachereres Ende nehmen können, wenn nicht irgendwann mal jemand die fatale Designfehlentscheidung getroffen hätte, dass der Akku in Smartphones fest verbaut sein muss. Früher hat man fehlerhafte Akkus einfach ausgetauscht. Das gab es schon zu Nokia-Zeiten immer wieder und gibt es zB auch im Notebook-Bereich manchmal. Nicht schön, wenn sowas passiert, aber immerhin schnell zu lösen. Ich frage mich, warum eigentlich im Zusammenhang mit dem Note 7-Problem dieser Aspekt so wenig diskutiert wird!

  12. Bernd Possmeier says:

    Ich benutze es weiter. Ich lade es allerdings nicht über Nacht auf, sondern ich mache ganz gezielt am Tag ein Nachladen von ca. 2 Stunden. Das reicht vollkommen. Dabei wird der Akku weder warm noch heiß, sondern verhält sich ganz normal. Ich habe mich bei Samsung wegen des Austausches auch registrieren lassen. Ich habe bereits auch 2 Bestätigungen von Samsung bekommen. Für die Übergangszeit habe ich ein Ersatz angefordert. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

  13. @LuZiffer in diesem Zusammenhang könnte man eine (abschaltbare) Grenze in Form einer Bestätigung einprogrammieren (wie z.B. beim Hörschädigungshinweis) oder eben bei einmaligem Erreichen der 100% den Ladeprozess beenden… Technisch ist solch eine Lösung ganz locker machbar, würde jedoch den Absatz von Ersatzakkus mindern bzw. würden im Fall von fest verbauten Modulen einige das Gerät länger verwenden und nicht alle paar Monate ein neues kaufen. Große Industriekonzerne arbeiten allesamt mit den banalsten und winzigsten Methoden – für den Einzelnen meist nicht einmal als bewusste Strategie erkennbar – um aus dem Massenmarkt heraus Milliarden zu scheffeln.

  14. Bin froh, dass mein Note 7 nicht versandt wurde und ich widerrufen konnte. Habe mir jetzt ein Oneplus One 3 gekauft. Ist auch sehr schön und deutlich preiswerter.

  15. Haha Sascha, dein Kommentar mit – „Interessant ist ja an dem Ganzen auch, zu was Hersteller mit einem simplen Software-Update in der Lage sind. Letztendlich zeigt dies auch einmal, wie abhängig wir vom Hersteller sind, da sich per Software-Update doch grundlegende Funktionen ändern oder gar deaktivieren lassen.“ amüsiert mich wirklich.

    Und das in einem Tech-Blog! In wenigen Jahren ist das Internet eine Ressource wie Strom und Wasser. Ich hätte in deinem Kommentar – zumal das ein Techblog ist – die Sache weniger naiv erwartet. Ist halt so und dankt der mittelmäßigen Menschenmasse dafür.

  16. @LuZiffer und Hammi2912

    Ist schon erster April oder verstehe ich Eure Satire nicht? Natürlich steuert die Software auch beim Laden über Nacht den Ladestrom und sorgt dafür, dass der Akku keinen Schaden nimmt. Genauso, wie das Handy abschaltet, bevor der Akku wegen zu geringer Spannung Schaden nimmt.

  17. @Sascha
    „Unkompliziert“ ist da wenig. Das Wort würde ich in den Mund nehmen wenn Samsung bei einem derart groben Fehler zum Beispiel einem Vorab Austausch anbietet, heute angerufen, morgen neues Handy da inkl. Verpackung für den Rücktransport. DAS wäre ein „unkomplizierter“ Austausch, aber den Service kriegt meines Wissens nach im Samrtphone Bereich leider nur Apple hin.

    @JB_Kingsman
    Das ist in der Tat ein wichtiger Punkt, der Wiederverkaufswert dürfte unter dieser Geschichte ganz erheblich leiden.

  18. Normalerweise muss man Firmware/OS-Updates zustimmen…….

  19. Bernd Possmeier says:

    Mein Galaxy Note 7 ist ab heute morgen nicht mehr nutzbar. Selbst beim Betätigen der Power + Lautsprechertaste fährt das Gerät nur bis zur Meldung „Samsung Galaxy Note 7 Powered by Android“ hoch und bleibt dort stehen. Ich hab es mehrfach versucht. Ist das Zufall oder hat Samsung übernacht schon eingegriffen?????

  20. @Joe: nein,mann. the pain is real. hab ich inna coupe gelesen. handys über nacht laden und das teil fliecht dir umme ohren. an Hammi2912s these is bestimmt was dran.

  21. An alle die meinen das es bei Samsung unkompliziert ist wenn das Akku nicht fest verbaut ist.
    Ich habe ein S4 und dort wurde der Akku fett. Im Internet hatte ich wo auch sonst den Hinweis gefunden das Samsung die fetten Akkus kostenlos tauscht weil Produktionsfehler.

    Ich hatte dann den Samsung Support angeschrieben und denen mein Problem mit dem Fetten Akku geschildert.
    Die Antwort war, das ich mein komplettes Handy inkl. Zubehör an Samsung schicken muss.
    Auf die Diskusion, das ja nur das Akku fett ist und das Handy sonst 100% OK ist, lies man sich gar nicht ein.
    Ich bekam dann eine Email mit den Versandunterlagen und dem Hinweis dass das Handy bei Samsung immer in den Werkszustand versetzt wird.

    Ich habe mir dann einfach ein neuen Akku gekauft und den Quatsch mit dem Versenden gelassen.
    1. Min. eine Woche ohne Handy, wohl eher länger.
    2. Handy wieder komplett neu einrichten.

    Kundenfreundlichkeit sieht für mich anders aus.

    Und was die Update Politik der Hersteller angeht. Meine Erfahrung ist das ich bisher mit jedem Android Gerät was ich besessen habe, nach einem Softwareupdate Probleme hatte und mein Handy schlechter funktioniert hat als vorher (z.b. update von Jellybean auf Kitkat SD Karte etc.).
    Jetzt schalte ich die automatische Updatefunktion immer sofort ab.

  22. Also im Moment nutze ich (notgedrungen) auch noch mein Note 7 – gerade jetzt hier in diesem Moment. Auf einen Austausch ohne Gerät lasse ich mich allerdings nicht ein. Die sollen froh sein, dass ich das Ding wieder haben will. Die Kommunikationpolitik finde ich ehrlich gesagt unter aller Sau.

  23. Ich nutze es auch weiter, da ich auch beruflich darauf angewiesen bin. Ich bin für das Austauschprogramm registriert und habe nun gelesen, dass Samsung mittlerweile wohl Rücksendekartons verschickt, in denen man das „alte“ Note 7 einschicken soll. Das kommt für mich nicht in Frage, solange ich nicht das Neugerät habe. Wie stellen die sich das vor? Man bezahlt 850 EUR für ein Smartphone und schickt es dann ob des bloßen Verdachts zurück, in der Hoffnung, dann irgendwann ein neues Gerät zu erhalten? Warum sollte ich als Kunde für den Fehler haften, den der Hersteller gemacht hat? Ein Austausch Zug-um-Zug ist kein Problem. aber ich trete als Käufer nicht in Vorleistung.

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