Samsung Galaxy Core Zubehör: Hülle mit Ultraschall, Scan Stand und NFC Labels

Samsung hat neues Zubehör für das Galaxy Core Advance vorgestellt, welches sich an Menschen mit Behinderung und ältere Personen richtet. Das Zubehör soll es ermöglichen, die Umwelt leichter wahrnehmen zu können. Das Galaxy Core Advance ist zwar nicht das best ausgestattete Gerät von Samsung, dafür ist es für kleines Geld zu haben. Mit dem Zubehör ist es zudem optimal für Menschen, die auf gewisse Hilfen angewiesen sind, zumindest wenn es sich um Sehbehinderungen handelt.

GalaxyCore_Accessoires

Ultraschall-Cover: Das Cover tastet im Fledermaus-Stil die Umgebung ab. Kommt ein Hindernis, vibriert es oder spricht mit dem Nutzer. Hindernisse werden in einem Abstand von bis zu zwei Meter vor der Hülle erkannt. So können sich sehbehinderte Menschen auch an unbekannten Orten gezielt fortbewegen.

Optical Scan Stand: Der Optical Scan Stand positioniert das Galaxy Core Advance in einem gewissen Abstand zur Oberfläche, auf die man Dokumente legen kann. Kennt man von diversen Mobile-Scannern. Der Clou hier ist jedoch, das nicht nur Dokumente gescannt werden, sondern die entsprechende App automatisch startet und erkannten Text vorliest, sobald das Smartphone in Position liegt.

Voice Label: Die Voice Label sind nichts anderes als NFC-Tags. Diese können mit Sprachnotizen versehen werden, beispielsweise um verschiedene Gegenstände zu unterscheiden oder auch kurze Anleitungen aufzusprechen, die dann bei Nutzung direkt wieder abgerufen werden können.

Einerseits finde ich es absolut richtig und auch wichtig, dass auch Menschen mit Behinderung von Technik profitieren. Auf der anderen Seite frage ich mich jedoch, warum dies 2014 immer noch eine Besonderheit ist. Normalerweise sollte man Technik grundsätzlich dahingehend entwickeln, dass zuerst die davon profitieren, die es am nötigsten haben, nicht irgendwie als Zubehörprodukt für bereits seit Ewigkeiten erhältliche Geräte.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Problem ist halt, die Technik und R&D für sowas ist ziemlich teuer, die potentielle Zielgruppe relativ überschaubar und entsprechend müssen die Produkte gepreist werden. Der Preis liegt dann oft so hoch, dass sich die angesprochene Klientel das Produkt nicht leisten kann, weil viele mit Behinderungen/Einschränkungen oft keine gut bezahlten Jobs haben bzw. machen können und die Krankenkassen halt leider nicht so viel zahlen, erst recht nicht bei neuem und nicht entsprechend getestetem Gerät.

    Diesen Menschen zu helfen ist natürlich extremst wichtig, allerdings ist der direkte Weg über die Industrie imho falsch. Besser wäre es, wenn sich Krankenkassen mit Ärzten und Patienten zusammensetzen, Probleme analysieren und Konzepte finden und mit diesem Konzept dann bei einem Hersteller vorstellig werden bzw. eine Ausschreibung machen. Dann kann man gleich zu $Herstellern gehen und sagen, guten Tag, wir brauchen dies und das Gerät für X Millionen Leute mit Behinderung XYZ und wir bezahlen dass, als dass sich jeder einzelne Betroffene das Geld vom Mund absparen muss, nur um dann ein Produkt zu erhalten, was nicht funktioniert. Idealerweise macht man das natürlich im Verbund mit anderen Verbänden/Kassen anderer Länder.

    Aber dafür müßt sich natürlich erstmal jemand interessieren und das organisieren/verwalten, das wäre ja aber Arbeit und das will ja keiner 🙁

  2. @ Sascha:
    Wie stellst du es dir denn vor, dass technische Geräte zuallererst so entwickelt werden, dass Menschen mit physischen Einschränkungen diese problemlos benutzen können? Sorry, aber das halte ich für etwas weltfremd.
    (Was nicht heißt, dass technische Hilfsmittel zu einem angemessenen(!) Preis für diese Menschen nicht selbstverständlich sein sollten.)

  3. Nachtrag:
    Geräte wie den „Optical Scan Stand“ könnte man ja auch herstellerunabhängig anbieten. Dazu eine passende App, fertig ist die Laube. Klar, dass die Handy-Hersteller das eher nicht so gerne möchten, aber prinzipiell sollte so etwas doch ohne riesigen Aufwand machbar sein.

    Selbiges gilt für die NFC-Tags, auch die könnte man doch sicher herstellerunabhängig anbieten.

    Bestimmt gibt es noch mehr Lösungen, die mit vergleichbar geringem Aufwand eine HIlfe für die betroffenen Menschen bieten könnten. Es muss nur einer machen …

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