Samsung bereitet 8K-Streaming vor

Einen 8K-TV im Handel zu bekommen, das ist kein Problem – vorausgesetzt man verfügt über das notwendige Kleingeld. Doch ist der Fernseher dann im Wohnzimmer aufgebaut, dann wird es schon schwieriger 8K-Content zu entdecken. In Großbritannien sieht es da mittlerweile besser aus, denn Samsung hatte sich mit dem britischen Kommunikationsanbieter BT zusammengetan, um dort die erste Sportübertragung in 8K mit HDR zu stemmen. Allerdings hat man auch schon weitere Pläne.

So verarbeitete man im Rahmen einer Kooperation das UEFA-Fußballspiel Arsenal gegen Olympiacos in 8K mit HDR… mit einem Haken. Denn so übertrug man das Material nur direkt im Emirates Stadium von Arsenal an die dort vorhandenen Demonstrations-TVs. Anwesende berichten aber von einem beeindruckenden Bild, das 4K-Sportübertagungen alt aussehen lasse. Samsung präsentierte dabei verschiedene Demos an QLED QE82Q950R und QLED 65Q950R.

So zeigte man sowohl einen unkomprimierten Feed mit 48 Gbps, der direkt per Kabel eingespeist wurde, als auch ein Signal mit 60 Mbps, das realistischere Bedingungen für den Alltag simulieren sollte. In Großbritannien will BT da bereits zur neuen Premiere-League-Saison seinen Abonnenten 8K-Streams mit 50 Hz und HDR anbieten. Die App des Anbieters soll auf Samsung-TVs dann jene Qualitätsstufe freischalten.

Zunächst werde da wohl HEVC zur Komprimierung zum Einsatz kommen, auch Experimente mit dem effizienteren AV1 laufen aber. Der Dienst von BT soll in Großbritannien dann später auch auf weiteren Geräten verfügbar sein. In Deutschland nutzt uns das so direkt natürlich nichts, doch es ist davon auszugehen, dass Samsung natürlich nicht im Vereinigten Königreich halt machen wird. Die Vorbereitungen für weitere 8K-Streaming-Inhalte bzw. -Angebote laufen – auch mit Amazon Prime Video bastelt man etwa gemeinsam.

Ich bin auf die Ergebnisse gespannt, denn für 8K-Streaming benötigt man neben höheren Bitraten auch eine effizientere Kompression, um wirklich Mehrwerte beim Bild zu bieten. Auch Microsofts und Sonys Next-Generation-Konsolen werden 8K unterstützen, seien wir also mal gespannt, was da so auf uns zukommt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. deoroller says:

    8K TV im Masseneinsatz wären ein Stresstest für das Stromnetz, weil so ein Gerät im Mittel 0,5KW/h schluckt.
    So ein Fortschritt beschleunigt den Klimawandel.

    • Die Welt hat momentan GANZ andere Probleme eines einen angeblich – nicht existenten – menschengemachten „Klima“wandel. Aber ja, vermutlich sind die Jäger und Sammler paartausend vor Christi einfach zu viel mit ihren Dieselautos auf dem Festland der heutigen Nordsee herumgefahren und darum ist es wärmer geworden, der Meeresspiegel stiegt und auch der letzte Rest von Doggerland versank in der Nordsee.

      Die Milliarden für die Klimahysterie sollte man lieber in die Krebsforschung stecken oder allgemein in die Medizin und Forschung.

      Und ein Stresstest müsste es auch nicht sein wenn man endlich wieder umweltschonende Kernkraftwerke errichtet und ans Netz nimmt. Gerne 500 Meter neben meinem Wohnort. Und nicht bei uns auf dem Land diese Vogel- und Storch-Schredder überall hinpflastern, damit sich deren Vorstände hier haufenweise Neubauten kaufen können, diesen Wohnraum leerstehen lassen und die Preise noch weiter hochtreiben – mir ist da ein Fall bekannt, eines bekannten Windkraftanlagenbauers!

      • Die Vorstände von Kernkraftwerkanlagenbauern sind natürlich viel netter und kaufen niemals Immobilien 😉
        Zum Untergang des Doggerlands halte ich mich jetzt mal lieber zurück, aber empfehle zur Korrelation zwischen Eiszeiten und menschengemachter Erwärmung den hier: https://www.nature.com/articles/nature12374 – danach müsste die Kurve der Erwärmung eigentlich abflachen. Der Rest scheint mit recht deutlich auf Menschenwerk hinzudeuten.

      • Sehr schön. Danke!

      • Du solltest noch mal über deine Argumentationskette nachdenken. Erst sagst du, dass es keinen Menschengemachten Klimawandel gibt und dann empfiehlst du Atomkraftwerke genau deswegen?

      • Klasse Satire. Oder war das ernst gemeint und Du bist die deutsche Variante der orangeblonden Powerlocke?

      • Black Mac says:

        Yup, die Abkehr von Kernkraftwerken ist der grösste ökologische Blödsinn überhaupt. Blindwütiger Aktionismus in die falsche Richtung.

      • Der Klimawandel generell ist nicht menschengemacht, da hast du ja recht, aber er existiert. Deshalb könnte die Menscheheit trotzdem einiges tun, um den Klimawandel nicht unnötig zu beschleunigen.

        Zum Thema Stromversorgung, warum muss es immer ein entweder/oder sein? Warum kann man denn keine ergebnisorintierte Mischvarinate vorantreiben? Also eine sinnvolle Kombination der effektivsten Stromerzeugungen. Meiner Ansicht nach sind Wind/Wasser und Solarenergie sehr wichtig, aber eine gewisse Grunddeckung durch Thoriumreaktoren sollte man nicht außer Acht lassen. Besonders da Ökostrom aktuell nur um die 5% des Gesamtenergiebedarfs in Deutschland deckt.

    • 0,5kW/h…
      Ja über welchen Zeitraum?
      Die Angabe macht so überhaupt keinen Sinn…

  2. Samsung soll lieber mal das Knacken seiner Fernseher, insbesondere ber QLEDs in den Griff bekommen.

  3. BigBlue007 says:

    Komischerweise findet in der ganzen 8k-Diskussion das eigentlich relevanteste Argument inzwischen gar nicht mehr statt: Damit ich zu Hause von 8k irgendwas Sichtbares habe, brauche ich eine Relation von Sitzabstand und Bildschirmdiagonale, die in üblichen Wohnzimmern derzeit nicht einmal ansattweise realistisch sind. Ich sitze mit 2,7m schon überdurchschnittlich nah am TV, und habe mit 65″ einen überdurchschnittlich großen TV. Aber selbst für 4k ist das schon die untere Grenze dessen, was noch einen sichtbaren Unterschied zu Full-HD ermöglicht. Und dass auf Sky ein Fussballspiel in Full-HD trotzdem deutlich sichtbar schlechter aussieht als dasselbe Spiel in 4k, liegt nicht an 4k, sondern daran, dass die die Full-HD-Übertragungen inzw. zu Tode komprimieren.

    Insofern steht zu befürchten, dass man 8k auf dieselbe Weise zu etablieren versucht…

    • Da kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.

      Anstatt die Auflösung immer mehr zu vergrößern, wäre die Steigerung der Bitrate ein deutlich besseres Vorgehen. Wenn ich mir so teilweise dunkle Stellen auf Netflix (und co.) oder im TV anschaue wirds mir oft schlecht.

    • DANKE BigBlue007!
      Alle sprechen hier davon, wie zeitgemäß 4k ist usw. sitzen aber alle so weit weg vom TV, wo das Ganze nicht mehr zum tragen kommt.
      Ich kann diesen ganzen Unsinn nicht mehr lesen -.-

    • Komprimierung muss es weiter geben, siehe mein Post drunter was die Datenmengenuntscheide ausmacht bei dem im Artikel genannten Beispiele.
      Aber ganz unrecht hast natürlich nicht, man kann etwas total kaputt komprimieren. Aber der Sitzabstand mit der Diagonale des TVs usw spiel alles mit eine Rolle, also immer gut überlgen wie groß der TV sein muss für den Sitzabstand, je größer desto teuerer das Gerät. Leider wollen die Leute aber ein großes Wohnzimmer und nicht in der Mitte Sitzgelegenheiten sondern Freiraum, eben ein Wohnzimmer kein TV/Kinozimmer, selbst schuld… dann müssen diese eben damit leben…

    • André Westphal says:

      Mit 2,7 m Sitzabstand bei 65 Zoll sitzt du streng genommen selbst für 1080p auch schon zu weit weg, um es voll auszukosten und für 4K natürlich dann erst recht. Gebe dir aber auch recht, dass die meisten Leute noch weiter weg sitzen. Deswegen finde ich es immer relativ amüsant, wenn jemand (übertrieben) meint, er sähe bei 4 m Sitzabstand auf nem 55-Zoller den Unterschied zwischen 1080p und 4K :-D.

      Der ideale Abstand bei 65 Zoll für 1080p wären ca. 2,3 m. Aber der eigentliche Vorteil bei UHD ist auch weniger die Auflösung an sich und mehr HDR. Carlton Bale hatte dazu mal ganz gut Diagramme, die von der vollen Sehkraft ausgehen:

      http://s3.carltonbale.com/resolution_chart.html

      Das Ergebnis ist aber auch, dass abseits der Auflösung viele andere Faktoren eine Rolle spielen für den Bildeindruck – Kontrast etwa. Wichtiger als nur die Auflösung ist auch der Zustand des Masters. Das sind aber natürlich alles auch so Sachen, sie komplizierter sind und sich daher schwererer vermarkten lassen. Deswegen wirbt man eben mit 4K und nicht mit den Detailverbesserungen beim Erstellen eines neuen Masters.

  4. 48 Gbit/s entspricht 6.000 MB/s, das ist ne Menge Datenverkehr, in D vielleicht in 20-50 Jahren denn aktuell wird gerade maximal mit „bis zu“ 1000 Mbit/s (125 MB/s) beworben und das an nur wenigen Standorten.

    Jedoch 60 Mbit/s was 7,5 MB/s entspricht ist Heutzutage doch machbar, nicht überall denn dafür braucht es für LIVE doch ne 100er Leitung wo noch nicht mal 50er in der Masse existent ist.
    Für Streamingdienste wo man diese ja vorab herunterladen kann wäre dies keine Hürde auch mit weniger Bandbreite, dauert eben nur länder das runterladen. Ein wenig Intelligenter bei Netflix, quasi eine Warteschlange und automatische nächste herunterladen die in dieser eingefügten Filme/Serien und man hat über Nacht schon den Inhalt für die nächsten Tage herunter 😉 das noch in hoher Auflösung… einzig der Monatspreisabo könnte noch ne Hürde sein bei so vielen anbieter, aktuell artet das in einer Katastrophe aus…

  5. Wenn die Leute dort mal nen unkomprimierten 4K-Stream zu Gesicht bekommen hätten würden die genau so staunen… Der totkomprimierte 4K-Schrott bei Netflix und Co. ist damit freilich nicht zu vergleichen.

  6. Satellit!
    Über einen Transponder bekommt man den Stream locker drüber und muss nicht das Netz verstopfen. Aber lineares Fernsehen ist ja sowas von üüüüübel.

    • Weil ich eben nicht darauf angewiesen sein möchte wann das gerade so läuft.
      (inkl. der Tatsache das dort die Bandbreite aktuell auch eine Katastrophe ist)

      Eine UHDBD hat ca. bis zu 100MBit/s fürs Bild.
      Das wäre doch auch mal was zum streamen für die Zukunft.
      Aber nö, da nutzen wir lieber weiterhin 15,25MBit/s….

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