Samsung Ballie: Ein kleiner Roboter für das Smart Home

Schaue ich mir so die Roboter-Bemühungen der diversen Hersteller in den letzten Jahren so an, dann muss ich für mich so sagen: Behaltet bitte euren nicht zu Ende gedachten Schrott für Konsumenten. Da fehlt nicht nur einiges, sondern eher vieles. Da schaue ich mir lieber Ideen und Prototypen an, die zeigen, wie es in Zukunft aussehen könnte.

Und da hat Samsung einen kleinen Roboter gezeigt, der auf den Namen Ballie hört. Bisher lediglich ein Konzept, welches beispielsweise als smarter Haus-Überwacher, als Assistent für den Sport oder aber auch als Kumpel für Haustiere und Kinder dienen könnte. Samsung präsentierte den Roboter Ballie auf der Bühne im Rahmen seiner Präsentation auf der CES in Las Vegas und dort hörte er schon auf einige Befehle.

Sebastian Seung, Executive Vice President und Chief Research Scientist bei Samsung Electronics, erläuterte, dass Ballie dank seiner On-Device-KI-Fähigkeiten ein Fitness-Assistent und eine mobile Schnittstelle ist, die Lösungen für die sich ändernden Bedürfnisse der Menschen sucht. All dies geschieht unter Einhaltung strenger Standards für Datenschutz und Privatsphäre.

Da wirkt das Video von Samsung schon eine Ecke weiter gedacht, das ist ganz smart gemacht. Bis hier ein echter Markt entsteht, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen. Das liegt natürlich nicht zwingend an uns Konsumenten, sondern an den Herstellern. Samsung kokettiert hier mit Robotern, die irgendwann im Haushalt bespaßen und helfen sollen. Auf der anderen Seite rufe ich mir dann Bixby, Alexa, Google Assistant und Siri ins Gedächtnis und winke erst einmal ab. Nicht für jede Lösung muss ein Problem gefunden werden.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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27 Kommentare

  1. Die Frage ist dann nur: wann kommt der Roboter, der den Hund davon abhält, den kleinen rollenden Flummi auseinanderzunehmen?

    • Ja, oder wie das Teil überhaupt fährt, was passiert, wenn Frauchen einen Schritt zurückdachte, sich wegen des Teils die Yogagräten bricht und überhaupt- das ist genauso ein Video mit einer gestellten Szenerie, die zu den paar erdachten Fähigkeiten passen soll, dass mir schon schlecht wird von der Idiotie der Marketingmenschen, die das Video beauftragt hat.

      • JAWOLL!! Immer erst mal meckern.
        Ich finde die Idee gut. Wahrscheinlich wird es am Anfang nicht in dem gezeigten Umfang funktionieren, aber irgendwo muss man ja anfangen.

    • Oder wann kommt der Roboter der den Menschen erzieht dass er sich um seinen Hund kümmern soll.

  2. MWinklmann says:

    Ist schon interessant, aber ohne Treppen steigen zu können im Haus, alleine leider nicht zu gebrauchen. Ist schon blöd, wenn man deswegen alles doppelt anschaffen müsste. Das ist dann alles nicht aus einem Guss. Zwei bis drei Staubsaugroboter, zwei Ballies… Solange Smarthome sich bei solchen Geräten nicht einmal wegbewegt von typischen 1-Etagen-Lösungen, bin ich eine recht verhaltene Zielgruppe.

    • Ja du, aber die meisten Menschen in Deutschland wohnen nun mal in 1-Etagen-Lofts mit riesigem Balkon und ebenen Böden 😉

      Spaß beiseite, es werden ca. 70 % ohne Treppen in der Wohnung leben

    • Ich behaupte mal, dass sogar weit mehr als 70 % in ihrer Wohnung keine Treppe haben. Wer doch eine hat, oder in einem (eigenen) Haus wohnt, der sollte kurz überlegen was er alles falsch gemacht hat, wenn ihn die Anschaffung eines zweiten Staubsaugers oder eines solchen Balles überfordert!

      • Ich glaube kaum, dass jemand, der zwei Staubsaugerroboter und solche Bälle in mehrfacher Ausführung braucht, noch sehr lange in einem eigenen Haushalt leben wird.

        • GooglePayFan says:

          Wenn du dich überlegen fühlst, weil du alle 4-5 Tage ein lärmendes Gerät durch deine Wohnung schiebst, dann könne ich dir das.

          Ich hingegen habe einmal vor fast 2 Jahren den Zeitplan meiner beiden Staubsaugerroboter programmiert und seitdem werde ich dadurch maximal durch zu leerende Behälter behelligt. Aber das ist wohl eher ein Schritt ins Altersheim als ein Fortschritt 😉

  3. Wozu habe ich einen Ballie wenn ich einen Hund habe? Damit er den Hund bespaßt den ich nur als Gegenstand besitze? Also entweder Hund oder Ballie…

    Nee es müssten schon mal echte Roboter her, die sich bei Menschen mit Einschränkungen nützlich machen. Staubsaugen geht ja schon, aber Essen servieren, aus dem Bett helfen, anziehen, Spülmaschine ausräumen etc. pp. sowas wäre mal angebracht,

  4. Eine wandelnde Spy Cam. Nice.

    NEVER

    EVER

    Ich wünsche mir für 2020, dass die Menschen endlich lernen ihre Privatsphäre ernst zu nehmen und den Wanzen Schrott wegwerfen.

    „All dies geschieht unter Einhaltung strenger Standards für Datenschutz und Privatsphäre.“

    Zum Lachen. Es wird immer eine Sicherheitslücke geben. Immer.

    • genau. im zweifel immer aluhut auflassen. immer.

    • FullACK!
      Genau das dachte ich mir auch!
      Mich hats regelrecht geschaudert bei dem Video. Die absolute Horror-Vorstellung!
      Und nein, das ist kein schlechtgerede von guten und sinnvollen Ideen, das ist einfach Fakt: Ein solches Gerät, ausgestattet mit Kamera, Mikrofon, ans Internet angeschlossen, mit dem Smart Home vernetzt und das Ganze auch noch Mobil und „selbstdenkend“…!
      Sich so etwas zuzulegen kann doch nicht wirklich irgendjemand ernsthaft in Erwägung ziehen!

      Die Gefahren sind da praktisch endlos und auch nicht weit hergeholt sondern völlig real: Vom kleinen Spanner der die Nachbarn ausspioniert über Gespräche, die vielleicht nicht jedermann mithören soll, bis hin zum professionellen Einbrecher, der sich alle möglichen Informationen über sein Einbruchziel beschafft und im besten Fall auch noch die Tür automatisch öffnen kann.
      Das Ganze am besten auch noch mit Kindern im Haushalt.

      Und wofür das alles? Wenn bei diesen ganzen Risiken wenigstens ein Nutzen dabei wäre. Aber dafür, das mir ein „Assistent“ morgens das Radio einschaltet? Hab ich schon seit Jahrzehnten: nennt sich Wecker!

      Nein Danke, niemals!

      • GooglePayFan says:

        Du hast also kein Smartphone?

        • Mein Smartphone kann nicht mit meinem Haus interagieren. Mein Smartphone hat nur dann eine Internetverbindung wenn ich diese einschalte. Mein Smartphone kann sich nicht alleine fortbewegen. …
          Ein Smartphone hat auch reichlich Vorteile (gegenüber einem Feature Phone oder garkeinem Mobiltelefon), bei – für mich – noch überschaubaren Risiken.
          Aber dieser „Roboter“ hat praktisch gar keinen Nutzen und ungleich größere Risiken.

          Entscheidend ist der Punkt, dass ein Gerät wie z.B. ein Smartphone (fast) ausschließlich Sensoren hat, die ein Krimineller auslesen könnte (hauptsächlich Kamera und Mikrofon). D.h. es können lediglich Informationen in eine Richtung fließen (Ja, ein Krimineller könnte mir auf dem Display etwas anzeigen oder den Crazy Frog über den Lautsprecher plärren lassen, das ist aber auch schon alles).
          Ein Gerät wie dieser Roboter, welcher mit dem kompletten Smarthome vernetzt ist, hat sowohl viele Sensoren (die eigene Kamera und praktisch alles was irgendwie im Smarthome integriert ist) als auch viele Aktoren (Türschlösser, Heizkörperventile, Lichtschalter, seine eigene Fähigkeit zur Bewegung, …). Und mit dieser Kombination ergeben sich praktisch endlose Möglichkeiten, die alle in einem einzigen System stecken.
          Da braucht es nicht viel Fantasie um zu merken, dass das sehr schnell gefährlich werden kann (und auch wird, sofern das Teil tatsächlich auf den Markt kommt). Und bei der ersten Sicherheitslücke ist das Geschrei (wie immer) groß und keiner will die Verantwortung für die Schäden übernehmen.

          Und – ich wiederhole mich – wofür das alles? Damit mein Hund den TV angeschaltet bekommt?

  5. Gibt bestimmt nette Fotos wenn Frau einen Rock anhat und diese während eines Besuches automatisch auf den TV geworfen werden ^^
    Der Film wirkt als ob da wirkliche Intelligenz dahinter wäre. Wäre ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung im Vergleich zu den aktuellen Sprachassistenten

  6. Hm, spart schon einmal den Kameramann beim Pr0rn-Dreh bzw. ermöglicht dynamischere Szenen/Stellungskontrolle; zusammen mit einer kleinen Indoor-Videodrohne wird man damit sicherlich rasch YouPr0n-Star 😉

  7. Erinnert an die kleinen rattengroßen Droiden in Star Wars, die durch die Gänge flitzen und was überhaupt tun?

  8. Unfreiwillig traurig finde ich den Lebensentwurf des modernen Menschen, der da als Ideal gezeigt wird. Man lebt alleine und grinst toten Geräten in die Sensoren, statt sich wenigstens mit dem Hund zu befassen, der dann passenderweise auch den ganzen Tag alleine ist, in Gesellschaft von Geräten.

    Black Mirror wird jeden Tag etwas realer und die Schafe applaudieren.

  9. Der Ball macht doch de facto nichts.

    Alle Geräte, die im Video etwas tun, sind sowieso automatisiert und mit Helligkeitssensoren etc. ausgestattet. Die würden also exakt das gleiche tun, was hier angeblich der Ball macht.

    Der Staubsaugerroboter wäre ohnehin rumgefahren, die müssen nämlich wegen ihrer mangelhaften Saugleistung und anderer Probleme täglich auf Tour geschickt werden. Ansonsten kann man sie direkt weglassen und selber saugen.

    Der Ball tut nur eines, er zeichnet alles auf-entweder hat Samsung keinerlei Ideen mehr oder sie wissen dank jahrelanger Datensammelei, dass die kommende Erbengeneration mehrheitlich zu doof zum schei…. ist und tatsächlich nicht merkt, wenn man ihnen ein vollkommen sinnloses Gadget verkauft.

    Die ganze Idee hinter der vermeintlichen KI hat ein entscheidendes Problem: Sie wird instinktiv abgelehnt. Das ist doch alles nichts anderes, als würde man zeitlebens bei Mutti wohnen bleiben. Sie saugt um einen herum, sie sagt einem, wann man aufstehen will, zieht die Decke weg und macht das Rollo hoch, sie kocht einem essen (egal ob man gerade Hunger hat oder nicht und ob man das überhaupt mag), sie nervt einen unterwegs mit anrufen, dass man doch bitte noch dies und das tun soll, und sie kontrolliert, ob man dicker geworden ist, oder seine Hausaufgaben/Training erledigt hat und sie weiß immer, wo man ist und was man da macht.

    Das will niemand haben, weder Teenager, noch Erwachsene. Auch die Wirtschaft kann jemanden, der so lebt, nicht als Arbeitskraft verwenden-jeder Mitarbeiter einer Behindertenwerkstatt führt ein selbstständigeres Leben als ein Nutzer solcher Smartprodukte.

    Ich behaupte, in zehn Jahren spricht kein Mensch mehr von dem ganzen Smartzeugs, und auch die autonomen Fahrzeuge werden so wie versprochen nicht kommen. Diese ganzen Nerdfantasien haben als Fantasie nur Nerds begeistern können. Und jetzt haben die Nerds die Produktplanung übernommen und es kommt so ein ausgemachter Mist wie der Ball und anderes heraus.
    .

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