Saga: Das Smartphone als mobiler Gefährte

Ich habe mir eben tatsächlich fast 30 Minuten ein Video angeschaut, in dem es um Saga geht. Saga wird eine mobile App, die es später für iOS und Android geben wird. Für viele Menschen ist das Smartphone schon heute eine mobile Schaltzentrale, mit der sie viele Aufgaben des täglichen Lebens erledigen, Saga könnte hier ergänzend eingreifen.

Das Tool lernt, was du wann, wie und wo machst und zeigt die in Reports nicht nur auf, wie du deinen Alltag verplemperst – es schlägt dir sogar vor, was du wann und wie machen könntest – denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und hat wiederkehrende Abläufe in Privat- und Arbeitsleben. Das Ganze wirkt ein bisschen vorausschauend, wie es zum Beispiel Google Now realisieren will, doch nach dem Schauen des Videos muss ich sagen: sofern nutzbar, macht Saga einen besseren, anderen Eindruck, da spielerische Elemente wie die Gamification hinzukommen.

Saga zeichnet auf, wann du wo bist und auch, wie lange du an einem Ort bist. Aus all diesen Informationen baut die App Empfehlungstipps. Die Daten werden mit niemanden geteilt, so jedenfalls Saga-CEO Andy Hickl. So könnte die App theoretisch auch sagen: „Hey, normalerweise arbeitest du X Stunden in der Woche und isst dann und dann in der Kantine – aber du arbeitest nun 50 Stunden und hast vergessen Mittag zu essen!“.

Interessante Ansätze, die ja in keiner Weise neu sind – doch bislang ist es eben so, dass das Smartphone eben nicht so arbeitet. Es ist immer noch ein Gerät mit vielen Einzel-Apps. Dies wird sich sicherlich in der Zukunft ändern, entweder arbeiten mehrere Apps ineinander und machen das Smartphone zum persönlichen Begleiter, oder es gibt All-in-One-Lösungen. Für Menschen, die beruflich oder privat oft und vor allem gerne unterwegs sind, könnten solche Apps eine Bereicherung darstellen – andere mögen diese Apps für Humbug halten. Der klassische Berlin Mitte-Hipster kann mit Sicherheit damit mehr anfangen, als der normale Arbeiter. Alles Ansichtssache. Im Video ab 3:20 könnt ihr euch den Spaß mal ansehen. (via)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

7 Kommentare

  1. Tja, ich bin ja nicht nur (fast) „ewiger Single“, sondern habe auch kein Smartphone – wobei man ja nie genau weiß, ob das nun ein Nach- oder eher ein Vorteil ist… :mrgreen:

  2. Würde ich sofort kaufen! Ich fände auch eine App interessant die mir überhaupt mal aufzeigt welche App ich wie oft benutze.

  3. Bertie W. says:

    Haha, ich warte schon darauf dass man in öffentlichen Toiletten beim Nebenmann eine Stimme aus seinem Smartphone hört:

    „Du hast vergessen dir die Hände zu waschen, du Drecksau!!

  4. phantomaniac says:

    Grundsätzlich interessant. Aber der Saft des Smartphones ist dann noch schnell weg…Ständig die Verortung und Überwachung….

    Im übrigen ist´s doch so: heute wird das nicht weitergegeben… morgen wird die Firma verkauft und kein Mensch weiss mehr, was mit den Daten passiert….

  5. Ich denke, dass Google mit Now gerade etwas sehr ähnliches aufbaut.

  6. Bei solchen Anwendungen ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis die Freundin/Ehefrau irgendwie an die Infos rankommt und dann fragt:

    „Schatzi, kannst du mir diese Logs deiner vergangenen Woche erklären:

    Mo 14:07 Rohr verlegen mit Kathi
    Mi 13:34 Einlochen mit Sandra
    Do 18:07 Palme pflanzen mit Lydia

    Also ich kann nur hoffen, dass du unter die Klempner gegangen bist, mit dem Golfspielen angefangen hast und einer Arbeitskollegin im Garten beim Umtopfen geholfen hast. Sonst hast du nämlich ein Problem, Bärchen!“

  7. Christian says:

    Habe gerade meine Einladung bekommen und die App über den US-Store installiert – ich werde das Ganze die Tage mal testen und dann nochmal berichten, ob und wie es (vor allem in good old germany) funktioniert