
Der Roku-CEO, Anthony Wood, hat sich auf einer Konferenz von Morgan Stanley zur Zukunft des TV-Marktes geäußert. Dabei stellte er durchaus interessante Thesen auf. Demnach werde es zu einer Konsolidierung der Betriebssysteme kommen. Wood nimmt an, dass Hersteller wie LG, Samsung und die in den USA beliebten Vizio von ihren eigenen Plattformen abrücken werden.
Stattdessen sollen sich nur wenige, herstellerübergreifende Systeme durchsetzen. Klar, dass Wood damit auch Rokus eigenes OS, Roku OS, meint. Als Rivalen sieht er da in erster Linie Android TV / Google TV sowie Amazons Fire TV an. Allerdings sieht es aktuell noch so aus, dass sowohl LG und Samsung versuchen Partner für ihre proprietären Systeme webOS und Tizen zu begeistern. Bisher sind jene Bemühungen aber nur von wenig Erfolg gekrönt.
Dazu kommen ja auch noch „Exoten“ wie beispielsweise Panasonics MyHomeScreen. Laut dem Roku-Chef sei das alles aber nicht zielführend. So würden Werbepartner sich eine Konsolidierung der Plattformen wünschen, weil das ihre Bemühungen vereinfachen werde. Und für TV-Hersteller werde es immer entscheidender, ihre Systeme auch nach dem eigentlichen TV-Kauf noch zu monetarisieren. Leider lieferte gerade Roku da ja auch schon Negativbeispiele für aggressive Werbung, welche Zuschauer sehr ärgerten.
Zu den Ansichten von Wood passt natürlich auch, dass Roku angeblich eigene TV-Geräte plane. Damit will man wohl seine Streaming-Player ergänzen, die ja seit 2021 auch in Europa bzw. Deutschland zu haben sind. Allerdings ist Roku zwar in den USA mit seinem Roku OS einer der führenden Anbieter, zählt international aber noch zu den kleineren Lichtern. 2020 etwa kam Samsung Tizen laut Analysten auf 34,4 % der Marktanteile. 15,9 % entfielen auf webOS und 15,5 % auf Android TV. Roku konnte nur 5,8 % erreichen.
Seitdem expandiert Roku aber eben aggressiv. Mir selbst wird es da mit der Werbung und den Empfehlungen in den TV-Betriebssystemen aber eher zu viel. Deswegen verwende ich für Apps und Co. dann auch lieber einen Apple TV 4K.
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