
Die Videotürklingel von Ring ist auch bei Caschy im Einsatz, er hat sich eine der Klingeln, die mittlerweile unter dem Dach von Amazon zuhause sind, schon einmal genauer angeschaut. An sich eine tolle Sache, wenn es klingelt, bekommt man direkt ein Video auf das Smartphone oder auch einen Echo Show geworfen, kann dann mit demjenigen vor der Tür kommunizieren und im Zweifelsfall auch dann die Tür öffnen, wenn man nicht zuhause ist (entsprechende Zusatz-Hardware vorausgesetzt). Vorausgesetzt die ganze Sache ist sicher. Das war sie bisher allerdings nicht wirklich, wie nun von BullGuard publiziert wird. Gleich vorneweg: Für die Ring-Klingeln steht ein Update bereit, das diese Problematik behebt, es muss sich nun also keiner panisch die Klingel von der Wand reißen.
Während die Videostreams generell geschützt sind, sind sie es nicht in allen Bereichen. So sei es laut der Sicherheitsforscher nicht nur sehr einfach, den Videostream der Klingel abzufangen, sondern man kann diesen sogar ersetzen. Das birgt natürlich theoretisch Angriffsszenarien. So könnte man die Cam (beziehungsweise die App) mit einem Video einer Lieferung speisen, während man gemütlich die Bude des Besitzers ausräumt.
Die Details zur technischen Lösung des Angriffs könnt Ihr bei BullGuard nachvollziehen. In Bereichen wie Smart Home sind derartige Lücken natürlich Gift für eine Verbreitung, Gift bei der Gewinnung des Vertrauens der Nutzer. Klar hilft es da, wenn es bereits einen Fix für eine Lücke gibt, sobald diese bekannt wird. Aber einen faden Beigeschmack hinterlässt das trotzdem. Zumal hier schon versucht wurde, das Ganze sicher zu gestalten. Das hilft aber nichts, wenn man eben nur Teile absichert, andere aber außer Acht lässt, de dann das schwächste Glied sind und dennoch einen Angriff erlauben.
Mit dem aktuellen Update sollen die Probleme aber behoben sein. Habt Ihr also eine Videoklingel von Ring im Einsatz, führt das mal besser durch. Nicht, dass Ostern dann der Weihnachtsmann vor der Tür steht und Ihr drauf reinfallt.