Reingehört: Mein Eindruck der Pixel Buds A-Series

Seit ein paar Tagen sind die Pixel Buds A-Series, oder einfach Pixel Buds A, nun offiziell angekündigt. Ich habe die Buds seit ein paar Tagen im Einsatz und will hier in ein paar Zeilen mal meinen Gesamteindruck vermitteln. Über die Specs der Buds A will ich gar nicht lange schwafeln, die hatte Felix in der Ankündigung schon ausreichend thematisiert. Am Case hat sich ein wenig an der LED geändert, die noch immer den Ladezustand der Ohrhörer (im geöffneten Zustand) und vom Case selbst (im geschlossenen Zustand) signalisiert.

Die kleinen Buds A selbst erinnern optisch frappierend an ihre Vorgänger, die Pixel Buds 2 (2020) – hier mein Testbericht dazu. Hier saßen noch zwei einzelne LEDs im Case und selbiges konnte auch kabellos geladen werden.

Das geht bei den Buds A nun nicht mehr und markiert meiner Meinung nach auch den größten Minuspunkt, den ich den neuen Buds zusprechen würde. Man muss aber durchaus beachten, dass die neuen Modelle eben auch „nur“ 99 Euro kosten und damit deutlich günstiger ausfallen als ihre Vorgänger, selbst wenn diese mal rabattiert angeboten werden.

Hiermit geht Google also, genau wie bei seinen Pixel-A-Modellen, den Weg hin zu günstigeren Ablegern auch bei Wearables. Ich habe hier zum Test die Buds A in der weißen Variante. Zudem gibt es die Geräte auch noch in Dark Olive. Die Laufzeit gibt Google mit 5 Stunden reiner Laufzeit beim Hören von Musik an, 2,5 Stunden sollen es beim Telefonieren sein. Nun habe ich keine zweieinhalb Stunden am Stück telefoniert, kann aber zumindest vom Musikhören sagen, dass die Laufzeiten schon sehr gut das widerspiegeln, was Google da behauptet.

Die Laufzeit wird sich aber bei jedem ganz klar anders zeigen, zumal hier auch die verwendete Lautstärke eine große Rolle spielt. Da die Buds A lediglich eine passive Geräuschunterdrückung mitbringen, und zwar weil sie sich gut abschirmend im Ohr platzieren, kommen dennoch ausreichend Umgebungsgeräusche ans Ohr, sodass ihr hier definitiv kein ANC-Erlebnis erwarten dürft.

Ergo könnte der eine oder andere den Lautstärkepegel auch etwas höher drehen. Das reizt den Akku dann natürlich auch deutlich mehr aus. Das Fast-Pairing mit Pixel-Geräten klappt hervorragend. Das Phone muss Bluetooth aktiviert haben, ihr öffnet das Case, bestätigt eine Verbindungsanfrage und zack sind die Buds A gekoppelt. Sollte das mal nicht funktionieren, befindet sich hinten am Case eine Taste, mit der ebenfalls das Koppeln durch Gedrückthalten des Buttons eingeleitet werden kann.

Was ich besonders gut finde, ist, dass Google den günstigeren Buds dennoch Funktionen gelassen hat wie die IPX4-Zertifizierung (Spritzwasser und Schweiß sind also kein Drama), Adaptive Sound, die Trageerkennung und dass ich Musik auch mit nur einem Bud im Ohr hören darf. Auf der technischen Seite werden in den Buds A noch immer dieselben 12-mm-Treiber verwendet wie in den Vorgängern.

Der Klang hebt sich von den „alten“ Modellen somit überhaupt nicht ab. Das ist hier allerdings positiv zu bewerten, ich persönlich mochte den Klang der Buds 2 sehr. Die Bässe sind kräftig, die Höhen klar und die Mitten wohldefiniert. Störend finde ich ein wenig, dass ich an den Equalizer-Einstellungen nichts ändern kann, zumindest darf man aber einen Bass-Boost einschalten.

Das Tragegefühl der Buds A bleibt ebenfalls sehr angenehm, die Ohrhörer drücken nicht in den Ohren (hier hilft vor allem der Umgebungsgeräuschkanal sehr) und haben aufgrund der kleinen Stabilisierungsbögen ausreichend festen Halt, um Sporteinheiten und täglichen Aktivitäten standzuhalten. Den Google Assistant dürft ihr natürlich auch mit den Buds A kontaktieren und die Geräte unter anderem auch zur Live-Übersetzung via Google Übersetzer nutzen.

Die vorherigen Modelle besaßen Sensoren, die es laut Google ermöglichen sollten, anhand der Vibrationen eures Kiefers zu erkennen, wann ihr Gespräche führt. Sie konnten dann störende Hintergrundgeräusche für euch ausblenden. Das war vor allem für Telefonate gedacht, doch ganz ehrlich? Mit den Buds A fehlt diese Funktion zwar, das Telefonieren funktioniert meiner Meinung nach dennoch blendend. Auch hier stören mich vorbei zischender Wind oder andere Geräusche nicht, denn mein Gegenüber bleibt klar zu verstehen und ich angeblich auch, nur wohl etwas leiser als direkt am Phone.

Was mir hin und wieder auffiel, ist, dass die Buds A dann, wenn die Musik im Ohr oder die Telefonate besonders leise waren, ein leises Rauschen oder Zischen aufwiesen. Das kennt man auch von anderen Geräten, sollte hier meiner Meinung nach aber durchaus erwähnt sein. Die Pixel Buds A lassen sich natürlich am besten mit einem Pixel-Phone kombinieren, können aber natürlich auch mit jedem anderen Android-Gerät (ab Android 6.0) und sogar mit iPhones verbunden werden.

Auf dem iPhone müsst ihr dann aber damit leben, keine App für weitere Funktionen an Bord zu haben. Zumindest den Akkustand könnt ihr mit Bordmitteln dennoch einblenden. Android-Phones müssen die Pixel-Buds-App aus dem Google Play Store laden und Pixel-Geräte haben die nötige App direkt an Bord. Dort könnt ihr nicht nur alle Informationen zu den Buds erfahren, ihr könnt auch Firmware-Updates laden oder den Bass-Boost aktivieren.

Was gibt es zur Bedienung zu sagen? Es gibt kein Swipen mehr, um die Lautstärke zu ändern. Das funktioniert hier nur noch direkt über das gekoppelte Smartphone. Das können andere Geräte in der Preisklasse besser. Diese Eingaben sind aber weiterhin möglich:

  • Einmal tippen, um Medien abzuspielen/zu pausieren und Anrufe entgegenzunehmen
  • Doppeltippen, um Titel zu überspringen, Anrufe zu beenden/abzulehnen und Google
    Assistant anzuhalten
  • Dreimal tippen, um zurückzuspulen oder zum vorherigen Titel zu wechseln
  • Nur Android 6.0 oder höher (Google Assistant muss eingerichtet sein): Kopfhörer für Sprachbefehle an Google Assistant gedrückt halten (Halte ihn während der gesamten Sprechzeit gedrückt und lass ihn erst los, wenn du deine Anfrage beendet hast), sprechen und loslassen

Ich bin und bleibe weiterhin ein Fan der Pixel Buds, egal ob A-Series, Buds 2 oder wie auch immer. Allein schon das Adaptive-Sound-Feature, bei dem die Lautstärke der Buds je nach Umgebungsgeräuschen automatisch angepasst wird, klappt super und ist nützlich. Als Freund von ANC bin ich beruhigt, dass Außengeräusche trotz des Fehlens schon ab etwas höheren Lautstärken bei den Buds A kaum noch zu hören sind, sofern sie nicht direkt neben einem stattfinden. Optisch finde ich die Ohrhörer ebenfalls sehr ansprechend und sie passen so sehr gut in den Google-Kosmos.

Ich meine dennoch, dass ihr für rund 100 Euro erst einmal den Markt genau durchforsten solltet, da es ausreichend Konkurrenz gibt, die mit ähnlichen Features und dann sogar kabellosem Laden aufwarten können. Wer dennoch lieber zu Google-Buds greifen möchte, der sollte meiner Meinung nach sein Geld sparen und die neuen Pixel Buds A kaufen, statt die immer noch kostspieligeren Vorgänger. Klar, jene haben auch etwas mehr Funktionen, aber diese rechtfertigen den höheren Preis meiner Meinung nach nicht wirklich. Wartet also am besten noch ein paar Tage ab, bis die Pixel Buds A offiziell erscheinen.

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Nordlicht, Ehemann und Vater. Technik-verliebt und lebt fürs Bloggen. Außerdem: Mail: benjamin@caschys.blog / Mastodon

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15 Kommentare

  1. Bringt Fast Pair überhaupt irgendwas, außer beim ersten Koppeln der Geräte? Sorgt es dafür, dass sich die Kopfhörer immer schnell mit dem Handy verbinden, auch wenn zwischenzeitlich andere Bluetooth-Geräte verbunden waren?

    • So funktioniert es jedenfalls bei Apple. Einmal gekoppelt ist es danach egal was man noch alles mit Bluetooth verbunden hat. Sobald man die Kopfhörer in sein Ohr steckt ist man sofort verbunden mit dem iPhone.
      Würde auch gerne wissen ob das dann auch so ist bei dem Pixel.

      • Ja das beneide ich am Apple-Ökosystem. Vor allem auch den automatischen Wechsel zwischen allen Apple Produkten der eigenen ID (Bsp. Anruf auf einem anderen Gerät).
        Das ist ja bei Android nur möglich, wenn die Kopfhörer Multipoint haben.

  2. Für 69€ bekommt man aktuell die Galaxy Buds+ von Samsung im Angebot, die sich kabellos laden lassen. Funktionieren mit meinem Google Pixel 5 tadellos. ANC haben sie allerdings auch nicht.

  3. Lautstärke kann man übrigens auch über den Assistant regeln, ich denke mittlerweile ist die Hemmschwelle dafür nicht mehr so hoch

  4. Gibt es schon ein Erscheinungsdatum?

  5. Das Grundrauschen bei den Original Buds war für mich der Grund sie zurück zu schicken. Ich hatte gehofft, sie hätten das in den neuen Modellen endlich behoben. Schade. Ansonsten waren die ersten nämlich auch schon Top.

    Aber gerade bei Podcasts und Co. hat das enorm gebervt. Ich bin aber auch empfindlich was das angeht.

  6. Ja, das klappt perfekt und nicht schlechter als bei Apple. Case öffnen, in 1 sek Verbunden. Immer.

  7. Das können die China Teile über Ali express genauso und kosten knappe 15 Euro lol

  8. Markus M. says:

    Hallo Benjamin, hattest du die Möglichkeit bei stärkerem Wind zu testen? Bin auf der Suche nach Inears die auch bei Wind nicht dröhnen.

    • Moin Markus. In der Tat hatte ich die Buds auch bei starkem Wind im Ohr, das bleibt hier im Norden ja nicht aus. Man bekommt den Wind dann schon noch mit wenn er direkt drauf drückt, aber ich würde nicht von einem Dröhnen sprechen.

  9. Ich finde es erstaunlich, dass gefühlt jeder Blog, Youtuber, jedes online Magazin die Dinger schon zum testen hat, es aber nicht Mal ein Erscheinungsdatum für D gibt. Kannst du dazu was sagen?

  10. Hi zusammen

    danke für den ersten Einblick. Würdet ihr lieber die Pixel BUds A oder huawei freebuds pro nehmen

    Schönes Wochenende

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